Happy Birthday, GTI! 50 Jahre Golf GTI – das ist nicht einfach nur ein Jubiläum, das ist ein Stück Automobilkultur. Und weil Volkswagen solche Geburtstage traditionell mit Sondermodellen feiert, gibt’s zum runden Geburtstag den Golf GTI Edition 50. Im Fachkreis nennt man diese Sondermodelle seit jeher liebevoll „Jubis“ – und ja: Auch dieses hier ist wieder etwas ganz Besonderes.
Wir hatten die Chance, den stärksten GTI aller Zeiten Probe zu fahren. Und schon nach den ersten Metern ist klar: Der Edition 50 fühlt sich anders an. Nicht, weil der normale GTI plötzlich schlecht wäre – im Gegenteil, wir mögen ihn wirklich. Aber dieses Jubi-Modell macht an vielen Stellen einfach „ein bisschen mehr“. Mehr Ausstattung, mehr Feinschliff, mehr Charakter.
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Mehr Serie, weniger Aufpreis – und genau das fühlt sich gut an
Los geht’s schon bei der Ausstattung. Dinge, die beim normalen GTI ordentlich Aufpreis kosten, sind hier serienmäßig dabei. Je nach Konfiguration gehören unter anderem Matrix-LED, Navigation und diverse GTI-spezifische Details zum festen Paket. Der Edition 50 wirkt dadurch von Beginn an „kompletter“ – du steigst ein und hast sofort dieses Special-Feeling, das man von echten GTI-Sondermodellen erwartet.
DCC serienmäßig – und mit Performance-Paket wird’s richtig spannend
Für Fahrwerksfreunde ist der Edition 50 ohnehin ein kleines Fest, denn DCC ist serienmäßig an Bord. Wer aber den GTI-Charakter noch deutlicher herausarbeiten will, greift zum optionalem GTI Performance-Paket – so wie unser Testwagen.
Klar: 4.200 Euro sind kein Schnäppchen. Aber wenn man ehrlich ist, steckt hier nicht „ein bisschen Zubehör“ drin, sondern ein komplett neuer fahrdynamischer Anspruch. Mit Performance-Paket bekommt der Edition 50 ein neues Fahrwerk-Setup:
- 20 mm tiefer als ein Serien-Golf
- 5 mm tiefer als andere Golf GTI
- Geänderte Geometrie und andere Achsauslegung
- Neue Schwenklager vorn, die Negativsturz von -2,0 Grad ermöglichen
- Andere Gummilager, straffer, direkter, sportlicher
Das Ergebnis ist kein „Marketing-Unterschied“, sondern spürbar: Der Wagen lenkt präziser ein, wirkt klarer auf der Vorderachse und fährt sich insgesamt erwachsener – im positiven Sinne. Genau diese Art von Feintuning ist es, die ein Jubi ausmacht.
Akrapovič aus Titan: leichter, kerniger – aber nicht ganz TCR-level
Ebenfalls Teil des Performance-Pakets ist eine Akrapovič-Abgasanlage, die durch ihre Titan-Bauweise zusätzlich Gewicht spart. Sound-technisch: Sie ist hörbar präsenter als die Serienanlage, klingt schön bollig und passt insgesamt gut zum Charakter des Autos.
Aber ja: Wer den „krassen“ Sound vom GTI TCR im Kopf hat, wird merken, dass der Edition 50 hier zivilisierter bleibt. Im mittleren Drehzahlbereich dürfte es gern noch etwas mehr GTI-Knallen geben. Trotzdem: Spaß macht sie – und sie passt zum Gesamtkonzept aus Performance und Alltag.
Warmenau-Felgen + Semi-Slicks: Grip wie ein anderes Auto
Richtig interessant wird es bei Rädern und Reifen: Im Performance-Paket stecken leichtere Warmenau-Felgen. In Kombination mit den Reifen wird pro Ecke ordentlich Gewicht gespart:
- Felge/Reifen zusammen rund 3 kg leichter
- der Reifen selbst ist ca. 1,2 kg leichter als beim Serienmodell
- dazu kommt: Semi-Slick-Auslegung (Bridgestone, neue Generation)
Auf trockener Straße liefern diese Reifen sehr, sehr viel Grip – und sie sind alltagstauglicher geworden als frühere Generationen, was die Nasshaftung betrifft. Trotzdem gilt weiterhin der Klassiker: Semi-Slicks sind primär für trockene Bedingungen gebaut. Bei Regen sollte man nach wie vor deutlich defensiver fahren.
Unterm Strich bringt das Performance-Paket dem GTI eine Gewichtsersparnis von rund 25 Kilogramm. Und genau das merkst du nicht nur beim Bremsen und Einlenken, sondern auch im gesamten „Antwortverhalten“ des Autos.
DCC mit Special-Modus: digital abgestimmt, spürbar direkter
Ein entscheidender Punkt im Performance-Paket ist die neue DCC-Abstimmung: Der Special-Modus wurde gezielt auf die GTI-Performance-Variante angepasst. Mit härteren Federn und einer neuen digitalen Stoßdämpfer-Kennlinie arbeitet das System deutlich direkter – das Auto steht stabiler, reagiert klarer und wirkt insgesamt wie aus einem Guss.
Wie ernst es Volkswagen damit meint, zeigte sich bereits 2025, als Benny Leuchter mit dem GTI Edition 50 auf der Nürburgring-Nordschleife einen neuen GTI-Rundenrekord aufstellte.
325 PS: Der stärkste GTI – und plötzlich sehr nah am Golf R
Der Antrieb ist das nächste Ausrufezeichen. Während der „normale“ GTI Performance mit 300 PS unterwegs ist, bekommt der Edition 50 325 PS und 420 Nm – also +25 PS und +20 Nm. Damit rückt er leistungsmäßig verdammt nah an den Golf R (330 PS) heran.
Das zeigt sich auch beim Thema Vmax: Der Edition 50 läuft serienmäßig 270 km/h – ein Wert, den normale GTI so nicht dürfen. Und genau solche Details passen perfekt zu einem Jubiläumsmodell: nicht laut, aber eindeutig.
Innenraum: Clark 50 sitzt perfekt – und die Details treffen genau den GTI-Nerv
Innen hat Volkswagen an vielen Stellen nachgeschärft – und zwar ausgerechnet dort, wo wir früher gern gemeckert haben. Unser Testwagen hatte ein Lenkrad mit Mikrofaserbezug: fühlt sich top an, sollte man eigentlich immer so wählen. Was man sich dagegen gut sparen kann: die Lederausstattung. Denn die serienmäßigen GTI-Sitze mit dem neuen Clark-50-Muster sehen nicht nur stark aus, sie bieten auch richtig guten Seitenhalt. Die hohen Seitenwangen und die Ziernähte holen den klassischen GTI-Flair perfekt ab.
Und dann kommen diese typischen Jubi-Details, die Fans lieben:
- Echte GTI-Jubi-Einstiegsleisten
- Fußmatten mit Edition-Banderole und roter Umrandung
- Rote Pedalauflagen (endlich wieder ein echter Hingucker!)
- weniger anfällige Oberflächen: statt Klavierlack gibt’s grau-matte Materialien, die hochwertiger wirken und nicht jeden Fingerabdruck feiern
Kurz gesagt: Der Innenraum fühlt sich sportlicher, wertiger und durchdachter an – ohne dass der GTI seine Alltagstauglichkeit verliert.
Fazit: Ein Jubi, wie es sein soll
Der Golf GTI Edition 50 ist genau das, was ein Jubiläumsmodell sein muss: ein GTI, der an vielen kleinen Stellschrauben so nachlegt, dass er sich wie ein neues Kapitel anfühlt. Mit Performance-Paket wird er fahrdynamisch noch einmal deutlich schärfer – teuer, ja. Aber eben auch konsequent.
Wer mehr vom Edition 50 sehen und vor allem hören möchte: Schaut in unser Video auf VAU-MAX.tv vorbei – oder hier im Magazin. Lasst gern ein Like da, abonniert den Kanal, damit ihr kein Video verpasst.
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