Cupra definierte sich bislang über sportliche Performance und reichlich Motorleistung. Nicht zuletzt ging die Marke vor fünf Jahren aus den Top-Modellen von SEAT hervor. Doch nun macht man die Rolle rückwärts.
Seit Kurzem bietet die junge Performance-Marke gleich für mehrere Modelle an, die so gar nicht vor Performance schreien. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der neue Basismotor, der aus 1.5 Liter Hubraum 150 PS mobilisiert. Wer etwas mehr will, bekommt aber auch eine leistungsreduzierte Version des bekannten 2.0 TSI serviert. Bislang hatte ja diese 4-Zylinder-Alleswaffe des VW-Konzerns bei Cupra mindestens 300 PS, die lautstark in Szene gesetzt wurden.
Wir hingegen waren mit dem kleinsten 2.0 TSI unterwegs, der es, wie im baugleichen SEAT-Modell, auf 190 PS bringt. Folglich ändert sich an den Fahrleistungen im Vergleich zum Seat-Modell nicht allzu viel. Warum der Cupra dennoch die Beschleunigung auf einhundert in 7,2 Sekunden und damit 0,2 Sekunden schneller schafft, bleibt genauso ein Geheimnis wie das, wohin die fehlende Socke in der Waschmaschine verschwunden ist.
Mit seinen 320 Nm Drehmoment geht´s dementsprechend einigermaßen zügig voran. Ein Hauch von Sportfeeling kommt aber erst auf, wenn man den Fahrprofilschalter auf „SPORT“ stellt. Vom Flair, das ein VZ-Modell versprüht, war aber unser mittelstarker CUPRA Leon weit entfernt. Umso deutlicher fällt bereits nach ein paar Kilometern die Entscheidung aus, dass der noch kleinere Motor keinen Sinn macht, wenn schon die 40 PS stärkere 2.0er-Variante gerade noch als Cupra durchgeht.
Denn während der Seat eher nüchtern und konservativ bleibt, darf ein Cupra selbst im weniger Motorleistung schon mal dick auftragen, auch wenn er nur bescheidene 150 PS unter der Haube hat. Und trotzdem lassen sich die Basismodelle anhand einiger Feinheiten ausmachen. Unter anderen wäre da die recht kleine 16-Zoll-Bremsanlage mit ihren unlackierten Bremssätteln zu nennen, die durch die mit Kupferfarbe abgesetzten Felgenspeichen schauen
Wer es allzu sportlich angeht und dem Setup zu viel abverlangt, bringt die Bremse recht schnell ins Schwitzen. Nichts anbrennen lässt CUPRA beim übrigen Styling, das sich nur in Kleinigkeiten von den leistungsstärkeren VZ-Modellen unterscheidet. Jedenfalls dann, wenn man als Cupra -Käufer das „Cupra-Designpaket“ für stattliche 1.800 € ordert. Denn erst in diesem Paket verstecken sich Cupra-Details wie die 19-Zoll-Felgen, die breiteren und dunkel abgesetzten Seitenschweller oder ein schwarzer Innenhimmel. Erst mit diesem kleinen Zierrat wird aus dem Leon Sportstourer ein echter Cupra.
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Fazit: Mit den „kleinen“ Modellen wird der Einstieg in die Cupra-Welt deutlich leichter, und erschwinglicher. Wer eher auf Styling statt satte Performance steht, dürfte durchaus mit den Basis-Modellen glücklich werden, zumal diese in Sachen Verbrauch, KfZ-Steuer und Versicherungsbeiträgen durchaus weiteres Sparpotenzial bieten.
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