Unterwegs im 2018 VW Touareg „Atmosphere“

Erste Fahrt im neuen VW Touareg (2018) mit Video-Fahrbericht

Unterwegs im 2018 VW Touareg „Atmosphere“: Erste Fahrt im neuen VW Touareg (2018) mit Video-Fahrbericht
Erstellt am 7. Mai 2018

Mit dem neuen Touareg bietet Volkswagen wieder ein echtes Top-Modell der Marke an, dass schon heute einen Ausblick auf die Technik bietet, die zukünftig wohl auch in Modellen wie Passat, Golf & Co zu finden sein wird.

Bis es aber soweit ist, kommen vorerst nur Touareg-Fahrer in den Genuss von bis zu 20 Assistenzsystemen, XXL-Touchdisplay und intelligenten Matrix-LED-Scheinwerfern. Wir waren schon vor der Markteinführung mit dem Oberklasse-SUV der dritten Touareg-Generation unterwegs und konnten uns einen ersten Eindruck von seinen Qualitäten machen.

Beim ersten Blick ins Interieur des Touareg wird sofort klar, hier passt alles perfekt zusammen. Weiches Leder, hochwertig anmutende, glänzend lackierte Flächen im Innenraum sowie das 15-Zoll-Top-Navi unterstreichen den Oberklasseanspruch. Unser Testwagen in der Ausstattungslinie „Atmosphere“ bringt neben edlem Wurzelholz vor allem warme Farbtöne im Innenraum mit sich. Wer es cool und modern mag, wird mit der Ausstattung „Elegance“ glücklich werden. Sportlichen Charakter vermittelt am besten die R-Line-Ausstattung, die allerdings den Basispreis von 60.675 € auch auf 73.315 € hochtreibt.

Basis- und Top-Diesel folgen

Der Fairness halber sei aber erwähnt, das alle Testwagen und die Modelle zur Markteinführung ausschließlich vom 286 PS starken TDI angetrieben werden. Eine mit 231 PS schwächere und preiswertere Version folgt erst Ende 2018. Noch später rückt das Top-Modell nach, in dem dann ein bärenstarker V8-TDI mit 421 PS und 900 Nm für eindrucksvolle Fahrleistungen sorgen wird.

Video: Fahrbericht VW Touareg 2018

Mit einem Knopfdruck des Start-Buttons erwacht der V6-TDI zum Leben. Wie schon beim Vorgänger dürfte auch im neuen Modell der Selbstzünder mit 3.0-Liter-Hubraum zum Liebling der Käufer werden. Eine Ausnahmeerscheinung wird bei uns wohl der 3.0-TSI-Benziner (340PS /450Nm) bleiben, der eher für andere Märkte interessant sein dürfte.

Kein Schnäppchen, aber ein Must-have

Leise und kaum wahrnehmbar schnurrt aber auch der TDI vor sich hin. Via ZF-8-Gang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler kommen alle Touareg besonders sanft ins Rollen. Zugunsten einer Anhängerlast von 3,5 Tonnen wird auf DSG-Technik verzichtet. Kaum spürbar geht es vom zweiten in den dritten Gang, und mit seinen 600 Nm Drehmoment schiebt der TDI ordentlich an, im Handumdrehen fällt die 100 km/h Marke. Dank des Head-Up-Displays, das seine Infos direkt an die Frontscheibe projektiert, hat der Fahrer alles stets im Blick. Im Innenraum der Blickfang schlechthin ist das optionale „Innovision Cockpit“, eine Kombination aus 12 Zoll großem Activ-Info-Display und 15-Zoll-Touchscreen des Navigationssystems Discovery Premium. Für 3500 € sicher kein Schnäppchen, aber dennoch ein Must-have an Bord.

Erstaunlich schnell habe ich mich mit dem System angefreundet. Wer sich vor dem ersten Start ein Paar Minuten Zeit nimmt, kann sich den Blick in die Bedienungsanleitung getrost sparen. Alle Fahrer eines aktuellen Volkswagens finden viele der vertrauten Funktionen wieder, wenngleich die Bedientiefe des Systems überrascht. Speziell die Steuerung der Climatronic, Sitzheizung oder die Massagefunktion der preisgekrönten Ergo-Activ-Sitze werden vom Touchdisplay gesteuert. Auf klassische Knöpfe wurde im neuen Touareg, wo immer es geht, verzichtet. Wie vom Smartphone gewohnt lassen sich Lieblingsfunktionen ganz individuell auf dem Screen verschieben und platzieren.

Auf der ersten Etappe über die Autobahn im Comfort-Modus kann der überarbeitete Tempomat ACC zeigen, was er alles dazugelernt hat. Das System erkennt jetzt nicht nur vorausfahrende Fahrzeuge, sondern regiert erstmals aktiv auf Tempolimits und passt die Geschwindigkeit automatisch an. Vor Kurven sorgen die Kamera hinter der Frontscheibe, Navidate und die GPS-Position dafür, dass die Geschwindigkeit entsprechend reduziert wird. Eine Funktion, bei der man sich fragt, warum wir erst erst jetzt in den Genuss dieses Features kommen.

Enttäuschend ist hingegen der Lane-Assistent, der jetzt zwar auch Baustellen erkennt und automatisch durch diese Engstellen zirkelt, probieren möchte ich das aber nicht. Zu nervös reagiert das System bereits auf Autobahn. Statt wie im Golf & Co sauber die Spur zu halten, fährt der Touareg per Lane-Assist wie ein Pinpongball pendelnd durch die Spur. Zum Glück kündigt das Navi ein baldiges Verlassen der Autobahn an. Jetzt geht es durch die österreichischen Berge mit ihren scharfen Kehren und Serpentinen. Für den Touareg kein Problem. Einfach den Fahrmodus von „Comfort“ auf „Sport“ wechseln, und der Fahrcharakter ändert sich.

100 Bilder Fotostrecke | Erster Fahrbericht zum Touareg 3: Die Bilder zum neuen VW Touareg 2018 #01 #02 Jetzt senkt die Luftfederung die Karosserie um bis zu 35 Millimeter ab, strafft die Dämpfer und Gaspedalkennlinie. Eine sensationelle Agilität verleiht die Hinterachslenkung dem Touareg., die bis 37 km/h den Wendekreis um einen ganzen Meter auf Golf-Niveau von 11,19 Meter verringert, ideal, um die scharfen Haarnadelkurven der Teststrecke zu nehmen.

Wird die Kurvengeschwindigkeit höher, hilft ein weiterer Assistent, der aktiv die Wankbewegungen ausgleicht. Elektrische Stabilisatoren richten via 48-Volt-Elektromotoren den Aufbau wieder auf und sorgen für ein sportliches Fahrgefühl. Ein Feature, dass besonders in schnellen Autobahnkurven und bei hohen Geschwindigkeiten für deutlich mehr Sicherheit und Fahrkompfort sorgen dürfte.

Die Stärke des Touareg liegt aber in der gelungen Kombination aus Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit und Komfort. Hier sind vor allem die ergoComfort-Sitze mit ihrer Massagefunktion, die für entspanntes Fahren sorgen, Sitzheizung und Sitzbelüftung sind in dieser Fahrzeugklasse ohnehin selbstverständlich. Zum stressfreiem Fahren tragen aber auch die markanten Scheinwerfer bei. Serienmäßig steckt hier immer LED-Technik hinter den Kunststoffscheiben. Wer 1.850 € investiert, bekommt ein Upgrade auf das IQ. Light. Dann sorgen LED-Matrix-Scheinwerfer mit 128 Einzel-LEDs pro Scheinwerfer für einen perfekten Auftritt bei Nacht. In Kombination mit der Frontkamera, dem Kartenmaterial des Navi, der GPS-Daten, Geschwindigkeit und dem Lenkwinkel errechnet die Elektronik immer die optimale Lichtverteilung, ein Fahrlicht, das Eindruck macht. So werden unter anderem Reflektionen von Straßenschildern einfach ausgeblendet, und Fußgänger am Straßenrand angeblitzt, um diese und den Fahrer zu warnen.

Wo es nur geht unterstützt der Touareg den Fahrer, neben den vielen aktiven Assistenten schlummern unter dem schick gezeichneten Blech aber auch noch viele elektronische Helferlein, die erst aktiv werden, wenn es richtig eng wird. Dazu zählen der proaktive Insassenschutz, der Notbremsassistent oder der Kreuzungsassistent, der vor Querverkehr vor dem Wagen warnt.

Weitere Infos zum Innovision-Cockpit findest Du in diesem Beitrag.

VIDEO - So sieht´s aus: Das neue Interface im neuen VW Touareg (2018) Erster Test: Das kann das neue Innovision Cockpit im VW Touareg 3 Ganz großes Kino? Der neue Touareg, das Flaggschiff von Volkswagen, will wieder groß auftrumpfen. Dabei spielt besonders das Interieur, das Infotainment und

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