Die dunkle Seite: VW T-Roc Cabrio mit dem Golf Verdeck

VW T-Roc Cabrio - Videofahrbericht zum Wolfsburger Oben-ohne-SUV

Die dunkle Seite: VW T-Roc Cabrio mit dem Golf Verdeck: VW T-Roc Cabrio - Videofahrbericht zum Wolfsburger Oben-ohne-SUV
Erstellt am 19. Juni 2020

Gut zweieinhalb Jahr ist der VW T-Roc nun auf dem Markt und hat dem Golf so manchen Käufer vor der Nase weggeschnappt. Mit der neuesten T-Roc-Variante erhält das kompakte SUV sogar eine Karosserieform, die es beim Golf schon etliche Jahre nicht mehr gibt. Mit dem T-Roc Cabrio betritt Volkswagen ein ganz neues und aktuell unbesetztes Fahrzeugsegment, das SUV-Cabrio. Zuletzt hatte sich Range Rover mit dem Evoque auf diesem Terrain versucht.

Nicht zuletzt aufgrund des hohen Fahrzeugpreises scheitere das Modell im Markt. Preislich deutlich darunter tritt in diesem Corona-Sommer das T-Roc Cabrio an. Gerade einmal 3.570 Euro liegen zwischen dem Cabrio und dem 4-Türer in identischer Ausstattungslinie, was einem moderaten Basispreis von 27.495 € entspricht. Wie Volkswagen diesen Kampfpreis hält, verraten wir später im Artikel. Als erstes wollen wir aber eine Runde mit dem T-Roc Cabrio drehen.

Vom Basispreis ist unser T-Roc Cabrio jedoch um einiges entfernt, was vor allem an der Ausstattungsvariante "R-Line" liegt, die aktuell nur in Verbindung mit dem 1.5er TSI und 150 PS zu haben ist. Zusätzlich treiben das optionale Doppelkupplungsgetriebe sowie weitere Extras, aber noch längst nicht alle, den Preis auf 43.885 €. Aber egal, wir wollen fahren, also runter mit dem Verdeck und rauf auf die Straße.

So macht der Sommer Spaß

Leise und völlig unaufgeregt setzt der TSI das Cabrio in Bewegung. Sauber und schnell wechselt die Schaltbox dabei die Gänge bis in die siebte Schaltstufe. Von Fahrdynamik will unser Cabrio allerdings nicht allzu viel wissen, Cruisen ist angesagt, wobei die 250 Nm maximales Drehmoment dafür völlig ausreichen. Wer es sportlicher angehen will, muss ins Fahrprofil „ Dynamik Modus“ wechseln. Dann reagiert die Progressivlenkung (Serie beim R-Line) sowie das optionale DCC-Fahrwerk merklich straffer. Wichtiger jedoch, die 150 PS sind endlich etwas präsenter – die reichen zum lässigen Cruisen durch die Stadt und über die Landstraßen allemal. Und selbst auf der Autobahn schwimmt man bequem mit.

Das Cabrio hat sein Gewicht zu schleppen

Besonders bei dynamischer Gangart hat das T-Roc Cabrio jedoch merklich mit seinem Hüftspeck zu kämpfen. Trotz zwei Türen weniger schleppt es 200 kg an Mehrgewicht mit sich. Die für Cabrios notwendigen Verstärkungen der Karosserie fordern an dieser Stelle halt ihren Tribut, sorgen aber dafür, dass Karosserieverwindungen keine Rolle mehr spielen. Wie sich das Basismodell mit dem 115-PS-3-Zylinder im Cabrio wollen uns an dieser Stelle erst gar nicht ausmalen.

Der VW T-Roc Cabrio leiht sich das Verdeck vom Golf 6 Cabrio

Eine weitere Bürde trägt der T-Roc in Form des Verdecks spazieren. Hier dürfte das VW-Controlling einen wahren Freudentanz aufgeführt haben. Denn die Entwickler griffen zum bereits bekannten Verdeck des VW Golf 6 Cabrio und passten es samt Verdeckkasten, Überrollschutz und Scheiben kurzerhand an den VW T-Roc an. Unseren Fahrbericht zum Golf 6 Cabrio gibt’s übrigens hier! Womit wir auch schon das Familiengeheimnis gelüftet hätten.

Sicherlich keine schlechte Wahl, denn das flache Golf-Verdeck drückt auch die Fahrzeughöhe des T-Roc Cabrio nach unten und erhöht gleichzeitig die Dynamik. Technisch ist das Verdeck ohnehin nach wie vor Up-to-Date. In nur 9 Sekunden öffnet und schließt es auf Knopfdruck sogar bis zu 30 km/h voll automatisch. Ist das Stoffdach unten, sind alle vier Scheiben oben. Da ist nicht einmal der Einsatz des Windshots (340 €) notwendig. Wer es dennoch wählt, spürt selbst bei überdurchschnittlichem Landstraßentempo kaum mehr als eine leichte Brise um die Haare und Nase. Zusammen mit der leistungsstarken Heizung werden auch Tage zum Cabrio-Wetter, die eigentlich keine sind.

Etwas fummelig ist allerdings die Platzierung des Verdeckschalters hinter dem Knopf für die Handbremse. Wer sein T-Roc-Verdeck schon vor dem Einsteigen mit dem Schlüssel öffnen will, muss zum schlüssellosen Schließsystem greifen, mit dem dieses praktische Feature erst möglich ist.

54 Bilder Fotostrecke | Videofahrbericht zum Wolfsburger Oben-ohne-SUV: Oben Golf - unten T-Roc | Die dunkle Seite des VW T-Roc Cabrio (2020) #01 #02

Fazit:

Auch mit dem Verdeck des Golf 6 Cabrio kann sich der Oben-ohne-T-Roc sehen lassen und glänzt mit einem tollen Design, das die Blicke auf sich zieht. Wer es ruhig angehen lässt, wird mit den 150 PS durchaus seine Freude haben. Mehr als diese Leistungsstufe plant Volkswagen aktuell auch nicht fürs Cabrio. Weder das Allradsystem 4Motion noch der 2.0-TSI sind geplant. Schade eigentlich, denn optisch verspricht das T-Roc Cabrio mehr, besonders in der R-Line-Ausführung.

 

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