Zukunftssicher - Fahrbericht zum VW Golf 6 Cabrio

Das 9-Sekunden-Cabrio (2012)

Zukunftssicher - Fahrbericht zum VW Golf 6 Cabrio: Das 9-Sekunden-Cabrio (2012)
Erstellt am 25. Juli 2012

Vor gut einem Jahren rollte das Cabrio zum Golf 6 zum Händler. Keine zwei Jahre nach dessen Markteinführung steht bereits der neue Golf 7 in den Startlöchern. Alles andere als ein langer Lebenszyklus, zumal das GTI-Cabrio gerade einmal zwei Monate und das Golf R Cabrio überhaupt noch nicht verfügbar ist. Wir waren dennoch im Golf Cabrio unterwegs und konnten feststellen, dass es schon heute feine Golf 7 Details in sich trägt.

Im ersten Moment scheint es mehr als unglücklich zu sein, so kurz vor dem Modellwechsel die Cabrio-Variante eines “alten Modells“ zu verkaufen. Jedoch scheint die Strategie in Sachen Golf 6 Cabrio klar zu sein. Denn schon beim Wechsel vom Golf 3 auf den Golf 4 blieb das Cabrio relativ unangetastet und erhielt lediglich ein paar optische Retuschen. Eine Geschichte die sich nun wiederholen könnte.

Zukunftssicher mit 9 Zentimeter weniger

Jedoch hat man diesmal in Wolfsburg schon in die Zukunft gesehen. Folglich verwundert es nicht, dass das Golf 6 Cabrio bereits mit einem rund 9 cm flacheren Dach als der normale Golf daher kommt. Schließlich ist es kein Geheimnis mehr, dass auch der nächste Golf deutlich flacher werden wird.

Die reduzierte Kopffreiheit bemerkt man im Cabrio mit geschlossenem Verdeck bereits beim Einsteigen, störend fällt sie jedoch nicht ins Gewicht. Die A-Säule ist stärker geneigt, elegant schwebt der schwarze Himmel über dem Kopf. Volkswagen griff beim Verdeck auf den “Premium-Golf“ aus Ingolstadt zurück, schließlich verfügt das A3 Cabrio über ein identisches Verdeck.

Open-Air-Spaß in 9 Sekunden

Aber Cabrios sind zum Offenfahren gebaut. Und genau das kann das Golf Cabrio am besten. Ein Knopfdrück genügt und schon faltet sich das Soft-Top in nur 9 Sekunden vollautomatisch zusammen. Die geringen Öffnungs- und Schließzeiten wird so mancher Open-Air-Fan zu schätzen wissen, erinnert der Sommer hierzulande mitunter doch eher an den Herbst.

 Noch besser gefiel uns am 6er Cabrio, dass sich das Verdeck auch während der Fahrt (bis 30km/h zumindest) bedienen lässt. Damit wird jede Wolkenlücke und jede Rotphase an der Ampel zu einer willkommenden Gelegenheit offen zu fahren.

 Sind dann die Seitenscheiben geschlossen und das Windschott hochgeklappt, spielen die Außentemperaturen kaum eine Rolle. Zugluft im Golf Cabrio gibt es kaum, dafür Kopffreiheit ohne Ende.

160 PS reichen – nicht mehr und nicht weniger

Im Testwagen arbeitet der weithin bekannte 1.4er TSI-Benzinmotor mit 160 PS. Einen identisch motorisierten Eos-Testwagen haben wir kurz zuvor ebenfalls fahren können. Im Eos allerdings konnte der kleine TSI nicht annähernd so überzeugen wie im Golf. Fühlte sich der Eos schwerfällig und träge an, war der Golf das pure Gegenteil. In jeder Drehzahllage und in jedem Gang war stets ausreichend Kraft da. Den Sprint auf 100km/h absolviert das Cabrio ganze 0,4 Sekunden schneller als der Eos.

 Noch mehr Spaß macht auch der TSI, wenn das Verdeck versenkt ist. Dann nämlich pfeift der Turbolader zusammen mit dem Jaulen des Kompressors um die Wette, für Autofans echte Musik in den Ohren.

Cool Leather – mehr als eine coole Sache

Im Innenraum findet sich nicht nur jeder Golf-Pilot sondern jeder Fahrer auf Anhieb zurecht, das Cockpit stammt 1:1 vom geschlossenen Golf. Ein echtes Highlight ist die Lederausstattung "Vienna" Cool Leather bei der neben den Sitzen auch der Lenkradkranz, Schalthebel und die Handbremse damit bezogen sind.

Die Bezeichnung “Cool Leather“ ist übrigens wörtlich zu nehmen: Wer kennt es nicht, sobald die Sonne auf Sitze und Lenkrad scheint, heizt sich das edle Material unangenehm auf. Beim VW “Cool Leather“ wird dieser Effekt auf ein Minimum reduziert. Ein Feature, das in jedem Golf Cabrio an Bord sein sollte. Genau wie Sitzheizung und Climatronic – damit lässt sich der Golf Cabrio-Spaß nämlich auf ein Maximum steigern, denn unter freiem Himmel ist es doch am schönsten.

41 Bilder Fotostrecke | Zukunftssicher – Fahrbericht zum Golf 6 Cabrio: Das 9-Sekunden-Cabrio #01 #02

Motor: 4-Zyl.-Ottomotor, 1.390 ccm Hubraum, vier Ventile pro Zylinder, direkte elektronische Einspritzung, Aufladung via Turbolader und Kompressor
Leistung: 160 PS bei 5.800 U/min, 240 Nm zwischen 1.500 und 4.500 U/min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Fahrwerk: vorn McPherson-Federbeinachse, hinten Vierlenker-Hinterachse, ESP, ASR und elektromechanische Lenkung
Bremsanlage: vorne 312-, hinten 253-mm-Bremsscheiben
Felgen: 6,5J x 16“-Leichtmetallfelgen (Serie)
Bereifung: 205/55 R16
Länge: 4.246
Breite: 1.782
Höhe: 1.423
Fahrleistungen: 0 - 100km/h in 8,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 216km/h
Verbrauch im Drittel-Mix: 6,4 l Super (Werksangabe)
Leergewicht: 1.484 kg
Basispreis Modelljahr 2012: 26.075 € (160PS TSI Handschalter)
Fahrzeugpreis Testwagen: 37.505 €
Sonderausstattung Testwagen:
- Dark Purple Metallic Schwarz 500,00 €
- Komfortpaket 455,00€
- Performance-Paket 3.295,00€
- RNS 510 2.685,00€
- Salamanca Volkswagen Exclusive - 4 Leichtmetallräder 7 1/2 J x 17 mit Reifen 225/45 R 17 995,00 €
- Adaptive Fahrwerksregelung DCC 965,00€
- Diebstahlwarnanlage "Plus" inkl. Gesamttüröffnung 280,00€
- Elektronische Differenzialsperre XDS 205,00€
- Klimaanlage "Climatronic" 355,00€
- Multifunktions-Lederlenkrad (3 Speichen) in Cool Leather 270,00€
- Multifunktionsanzeige "Premium" 215,00€
- Multimediabuchse MEDIA-IN mit USB-Adapterkabel 175,00€
- ParkPilot inkl. Rückfahrkamera "Rear Assist" 810,00€
- Reifenkontrollanzeige 55,00€
- Spiegelpaket 170,00€

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