Der E-Einstieger im Video-Fahrbericht

Erste Ausfahrt im neuen SEAT Mii electric (2020)

Der E-Einstieger im Video-Fahrbericht: Erste Ausfahrt im neuen SEAT Mii electric (2020)
Erstellt am 19. November 2019

Kompakt, praktisch, wendig und erschwinglich. Der Seat Mii hat sich seinen Platz unter den Cityflitzern wohl verdient. Allerdings war der 3,55 Meter große Kleine bislang ausschließlich mit Verbrennungsmotor zu haben. Erst mit dem Modelljahr 2020 legt Seat die e-Version nach, bei der sich die Spanier knallhart im VW-Regal und der Technik des e-up! bedient. Dabei übernehmen sie direkt die gesamte Technik des neuen 2020er VW e-up! – inklusive größerer Batterie.

Die verhilft dem Seat Mii electric nach neuer WLTP-Norm zur einer maximalen Reichweite von 260 Kilometern, eine Angabe, die wir während unserer ersten, kurzen Testfahrt im sonnigen Madrid allerdings nicht exakt überprüfen konnten. Überrascht waren wir dennoch vom kleinen Mii. Dank des hohen Drehmoments von 212 Nm schiebt der Kleine beim Ampelstart ordentlich an und lässt selbst Rollerfahrer locker stehen.

Wie fährt der SEAT Mii electric?

Dabei lässt sich der Seat Mii electric sein Leergewicht von 1,2 Tonnen keineswegs anmerken. Die am Unterboden im Bereich des ehemaligen Kraftstofftanks, Mitteltunnels und unter den Vordersitzen platzierten Akkus lassen den Schwerpunkt ordentlich sinken und sorgen so für eine agile Straßenlage. Lautlos rollt der Mii los, ein Gangwechsel ist nicht nötig, eine Fahrstufe reicht bis zur Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h locker aus. Zu hören gibt es aber trotzdem etwas. So nimmt man an erster Stelle natürlich die Abrollgeräusche der Reifen und den Fahrtwind wahr, der den Seat Mii electric umströmt. Fordert man mehr Leistung vom 61kW (83 PS) e-Motor an der Vorderachse, entlockt man dem Seat Mii electric sogar so etwas wie einen Motorsound in Form eines hochfrequenten Pfeifens, das herrlich zum Hightech-Feeling im Innenraum passt.

Hier haben die Designer dem Mii ein passendes Dashboard in Leiterbahnen-Optik verpasst. Statt des klassischen Drehzahlmessers informiert der Tacho jetzt über die aktuelle Leistungsabgabe in Prozent. Wesentlich genauer lässt sich das über die Mii-App abrufen, die man auf seinem Smartphone haben sollte. Zudem kann der Mii dank der serienmäßigen eSIM-Karte online geortet werden, die Vorheizung/Kühlung geplant, oder der Ladezustand der Akkus abgefragt werden.

Wie schnell lädt der SEAT Mii electric?

Das Extragewicht der Lithium-Ionen-Akkus von 300 kg fällt zu keiner Sekunde auf. Mit einer nutzbaren Akku-Kapazität von 32,3 kWh (36,8 kWh Brutto) dürfte der Seat Mii electric auch kein Dauerparker an der Ladestation sein. Wer die optionale CCS-Schnelladefunktion ordert, kann den Mii an den meisten Ladesäulen dank einer maximalen Ladeleistung von 40 kW in rund einer Stunde auf einen Akkustand von 20 auf 80% aufladen. Allerdings lässt sich Seat diesen Luxus mit 600 € Aufpreis ordentlich bezahlen, ein Features, das allerdings an keinem Mii electric fehlen sollte.

Standardmäßig lädt der Mii nur über den klassischen Typ-2-Stecker und schafft so das Nachladen von 20 auf 80% in rund vier Stunden. Die Voraussetzung dafür ist, dass er via Wallbox mit 400-Volt-Anschluss und einer Leistung von 7,2 kW geladen wird. Eine entsprechende Wallbox wird Seat mit Marktstart des Seat Mii electric ab Februar 2020 dann ebenfalls im Programm haben. Wer sich das Geld sparen will, muss für 175 € ein kleines externes Ladegerät bestellen, mit dem sich der Mii dann über eine herkömmliche Steckdose aufladen lässt. Die sicherlich einfachste, aber mit einer Ladezeit von bis zu 13 Stunden auch die langsamste Art, da hier maximal 2,3 kW Ladeleistung zur Verfügung steht.

Was kostet der Spaß?

Mit einem Basispreis von 20.650 € geht der Mii-Spaß los, für 21.757 € ist der von uns gefahrene SEAT Mii electric „plus“ zu haben. Wer alle der überschaubaren Sonderausstattungsoptionen bestellt, treibt den Preis auf maximal 23.585 €, wobei hier besonders der CCS-Lader am meisten zu Buche schlägt. Berücksichtigt man die staatliche Förderung von aktuell 4.000 € (bzw. 6.000 ab 2020) rutscht der Preis noch einmal ein ganzes Stück in den Keller. Alternativ kann der Mii aber auch ab 145 € pro Monat geleast werden und wird somit zu einem noch attraktiveren City-Flitzer zum kleinen Preis.

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