Jüngst hat sich Volkswagen von seinem imageträchtigen Topmodell Touareg verabschiedet, der in den USA schon länger nicht mehr im Programm war. Da große Aushängeschilder fehlen, wurde jetzt die Neuauflage des VW Atlas vorgestellt. Nach Europa soll der große SUV jedoch erst einmal nicht kommen.
So ganz verstehen kann man das nicht. Die meisten Hersteller legen aktuell bei großen SUV nach. Die Nachfrage nach Crossover-Modellen, die mehr Platz, Komfort und Luxus bieten als beispielsweise ein Audi Q7 / Q8, BMW X5 / X7 oder Porsche Cayenne ist weltweit größer denn je. Das hat zunehmend auch Auswirkungen auf den immer unwichtiger werdenden Markt in Europa, dann auch hier arbeiten mehrere Hersteller aus dem Volumensegment an größeren Modellen. Einen anderen Weg geht Volkswagen, die ihr Aushängeschild Touareg haben auslaufen lassen und auch keinen direkten Nachfolger planen. In den USA sieht das anders aus, denn hier gibt es zwar keinen Touareg mehr, aber zumindest eine neue Generation des Atlas, der seit dem Jahre 2017 in China nahezu baugleich aus VW Terramont angeboten wird.
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Fotostrecke | Siebensitziger SUV mit modernem Design, Premium-Innenraum und leistungsstarkem Zweiliter-Turbomotor.: VW Atlas 2027: Das neue Topmodell für den US-Markt
Angetrieben wird der bis zu siebensitzige VW Atlas, auf Basis der bekannten MQB-Evo-Plattform mit Allradantrieb, vom bekannten Zweiliter-Turbovierzylinder vom Typ EA 888, der 207 kW / 282 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm leistet. Eine Hybridversion ohne Ladestecker ist nach Vorbild T-Roc denkbar – ein PHEV eher unwahrscheinlich. „Mit der Markteinführung des Atlas im Jahr 2017 boten wir dem SUV-Markt genau den Raum und Stil, die ihm fehlten: praktisch, formschön und unverkennbar Volkswagen“, so Kjell Gruner, CEO von Volkswagen of America. „Der komplett neue Atlas des Modelljahrs 2027 bietet noch mehr von dem, was wirklich zählt: ein markanteres Design, intelligentere Technologie, mehr Leistung und ein Premium-Feeling genau dort, wo es darauf ankommt.“
Plattform und Technik wurden nun überarbeitet und so gibt es allein ein neues Design innen wie außen.
Besonders die Frontpartie mit doppelten LED-Augen und selbstbewusstem Grill gefällt. Doppelte Lichtleisten und ein beleuchtetes VW-Emblem lassen das Gesicht bei Dunkelheit wertiger als bisher wirken.
Zudem bietet der VW Atlas 2027 beleuchtete Türgriffe sowie Einstiegsleuchten mit Logo-Projektion auf den Boden. Auch das Heck wirkt mit den breiten LED-Elementen schicker als bisher. Während das Basismodell nicht nur mit kleineren Displays auskommen muss, sondern auch auf 18-Zöllern rollt, sieht das bei den höherwertigen Versionen SEL anders aus, denn hier blicken die Insassen auf 12,9- / 15-Zoll-Displays und der Atlas läuft auf Rädern mit 20- oder 21 Zoll Durchmesser.
Für eine neue Wertigkeit im Innern sorgen nicht allein die größeren Displays, sondern auch unterschäumte Oberflächen und schicke Ledersitze mit Kontrastnähten. Serienmäßig sind unter anderem Details wie elektrische Heckklappe, Sonnenschutzrollos, Einparkhilfe und abblendbare Spiegel.
Mehr Reisekomfort in die zweite Reihe bringen nicht allein Panoramadach, Luftausströmer in den B-Säulen, sondern auch Sitzheizung / -belüftung im Fond oder eine optionale Einzelsitzanlage. Vorne bietet der Atlas auf Wunsch Komfortsitze mit Massage und ebenfalls Klimatisierung.
In der Mittelkonsole können zwei Smartphones geladen werden und im Fahrzeuginnern gibt es sieben weitere USB-C-Anschlüsse zur Verfügung. Für Sicherheit sorgen zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, sieben Airbags und ein Reiseassistent, der unterstütztes Fahren nach Level zwei bis 95 mph ermöglicht. Marktstart für den Chattanooga / Tennessee produzierten Crossover ist Ende des Jahres. Die aktuelle Generation, die auch als fünfsitziger Atlas Cross Sport angeboten wird, startet aktuell bei knapp 40.000 US-Dollar. Stefan Grundhoff; press-inform
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