Video: Made for America!

Unterwegs im 2019er VW Atlas V6 SEL

Video: Made for America!: Unterwegs im 2019er VW Atlas V6 SEL
Erstellt am 10. Dezember 2018

Er zählt zu den dicken Brocken auf unseren Straße. Dabei sind gerade einmal eine Hand von ihm unterwegs, dem VW Atlas. Und so spuckt die Fahrzeugsuche auf Mobile.de gerade einmal 12 Exemplare einiger Importeure zum Preisen von deutlich über 58.000 Euro aus.

Anfang des Jahres hatten wir bereits einmal die Chance, eine erste kurze Atlas-Testfahrt zu unternehmen. Herausgekommen ist dabei ein Fahrbericht inklusive ausführlicher Video-Kaufberatung zu einem Fahrzeug, das auch hierzulande viele Fans hat, wie unser Fahrbericht eindrucksvoll zeigte. Damals stellten sich aber vor allem die großen Abmessungen des Atlas mit über fünf Meter Länge und der recht durstige V6 als alles andere als optimal heraus.

Ein gänzlich anderes Bild ergibt sich, wenn man mit dem Atlas in den USA unterwegs ist. Hier hatten wir die Möglichkeit, das SUV auf Golf-Basis wesentlich länger fahren können. Der voll digitale Tacho des SEL-Modells zählte über 1.800 Meilen in knapp drei Wochen. Eine lange Zeit, in der uns der Atlas richtig ans Herz wuchs, denn in Sachen Ausstattung fehlte es an nichts. Lediglich ein R-Line Paket wäre ausstattungsmäßig noch möglich gewesen.

Im Atlas auf Augenhöhe unterwegs

Schon nach den ersten Meilen punktet der Volkswagen Atlas mit seiner hohen Sitzposition und einem tollen Rundumblick, was in einem Land, in dem jeder zweite verkaufte Pkw ein Pick-up ist, auch bitter nötig ist. Hier fühlt man sich in einem Golf & Co, umgeben von riesigen Fahrzeugen um einen herum, nicht wirklich wohl. Ein Umstand, den Volkswagen erkannt hat und mit dem Atlas ein Fahrzeug speziell für die Herausforderungen des US-Marktes kreiert hat. Gilt der Atlas bei uns als riesig, bewegt er sich in den Staaten in der goldenen Mitte, nicht zu groß, nicht zu klein und auch nicht zu hoch, einfach perfekt!

Vor allem beim Ein- und Ausparken ist das 360-Grad-Kamerasystem ein echtes Highlight, das stets einen sehr guten Überblick über den 5,04 Meter langen Atlas liefert. Gezielt lassen sich Bereiche im Front- und Heckbereich sowie an den Seiten heranzoomen, um den Abstand zum Bordstein perfekt einsehen zu können. Sollte es im Parkhaus doch einmal eng werden, was aber so gut wie nie vorkommt, sorgt das PDC an Front und Heck für eine akustische Warnung.

V6 oder 4-Zylinder als Antrieb

Angetrieben wird der Atlas vom bekannten 3,6-Liter-V(R)6, der schon im Passat zu finden war. In den USA ist der Atlas zudem mit einem 2.0-TSI lieferbar, eine Dieselvariante wird in keinem Absatzmarkt angeboten. Im Testwagen mobilisierte der V6 ordentliche 280 PS sowie 360 Nm Drehmoment, was sich angesichts eines Leergewichts von knapp über 2 Tonnen zwar nach nicht allzu viel anhört, sich aber genau richtig anfühlt.

Geschmeidige Automatik statt DSG

Vor allem die Kombination aus satt brummelnden V6 und soft arbeitender 8-Gang-Automatik mit Drehmomentwandler passen hervorragend zusammen. Und so setzt sich der Atlas sanft und mit einem herrlichen V6-Sound in Bewegung. Ein etwas festerer Tritt aufs Gaspedal genügt, um den sanften Riesen richtig zum Leben zu erwecken und ihn auch einmal lauter brüllen zu lassen. Angesichts der strikten Tempolimits in den USA spielt die elektronisch abgeregelte Endgeschwindigkeit von 180 km/h ohnehin keine Rolle, über 75 Meilen (121 km/h) sind legal sowieso nicht drin. Ein Tempo, das auf dem Highway und durch die lange Übersetzung des kleinsten Ganges den Kraftstoffkonsum angenehm in den Keller treibt.

Verbrauchswerte wie beim Golf

Und so stand in der Anzeige im Cockpit nach 150 Meilen plötzlich ein Verbrauch von umgerechnet 7,5 Liter, ein Verbrauch, den man angesichts eines V6 samt Allrad sowie der Abmessungen und des Gewichts kaum für möglich hält, aber in den Staaten eh keine entscheidende Rolle spielt. Kamen uns in Deutschland beim befüllen des 70-Liter-Tans noch die Tränen, machte das in den USA angesichts eines Literpreises von durchschnittlich 45 US-Cent regelrecht Spaß.

Sollte den Fahrer auf den endlosen Highways der USA dennoch einmal die Aufmerksamkeit verlassen, sind die im SEL serienmäßigen Assistenzsysteme zur Stelle. Via dem adaptiven, radarbasierenden Abstandstempomat hält der Atlas die Distanz zum Vordermann stets sicher ein. Der Side-Assist ist in den USA gleich doppelt so effektiv, denn anders als bei uns, ist hier das rechts Überholen legal. Und so warnen die LEDs in den Außenspiegelgläsern deutlich häufiger, als das bei uns der Fall ist. Vorm unabsichtlichen Verlassen des Fahrstreifens hilft der Laneassist zuverlässig. Er arbeitet subjektiv gefühlt wesentlich länger ohne dem Zutun des Fahrers als bei heimischen Modellen, bevor die entsprechende Warnmeldung im Activ-Info-Display erscheint und das Warnsignal zu hören ist. Aber das liegt wohl an den langen Geradeausstrecken und den niedrigeren Fahrgeschwindigkeiten in den USA.

Schlicht, schick, funktional – der Innenraum

Kaum Wünsche lässt der Atlas im Innenraum offen. Alles was Golf oder Co zu bieten haben findet sich im Altas wieder. Was Materialien und Verarbeitung angeht, steht der Atlas den kleineren Modellen aus eigenem Haus kaum in etwas nach. Auf den elektrisch verstellbaren und bequemen Sitzen lässt es sich gut aushalten. Die Seitenwangen der Sitzlehnen bieten guten Halt, während die flacheren Sitzflächen das Ein- und Aussteigen erleichtern. Ganz besonders die aktive Sitzbelüftung der Mittelbahnen entpuppte sich als wirklich dickes Plus und Must-have. Das große Panorama-Schiebedach ist zwar nett, bleibt aber im subtropischen Klima Floridas wohl eh meist geschlossen.

Wer will, kann bis zu sechs weitere Passagiere im Atlas befördern. Dabei ist die dritte Reihe keineswegs eine Notlösung. Selbst ein durchschnittlich großer Erwachsener sitzt hier auch auf längeren Strecken bequem. Werden die Plätze nicht benötigt, werden die Sitze einfach zusammengeklappt und erhält so einen Laderaum im XXL-Format. 34 Bilder Fotostrecke | Made for America - VW Atlas im Fahrbericht: Die Bilder zum 2019er VW Atlas SEL #01 #02

Fazit:

Der Altas ist ein echtes Highlight im Modellprogramm von Volkswagen of America. Wer auf den Luxus eines Touareg verzichten kann, liegt mit diesem SUV genau richtig. Tolle Abmessungen, ein kerniges Design, solide Technik und ein Basispreis ab 30.000 US-Dollar oder 41.000 fürs Topmodell mit allen Extras sind nach Diesel-Gate eine echte Ansage. Ein rundum attraktives Fahrzeug, was auch die US-Kundschaft erkannt hat und den Atlas bevorzugt in die heimische Einfahrt stellt.

Noch mehr zum VW Atlas in R-Line Version gibt´s hier:

VIDEO-Fahrbericht - VW Atlas R-Line V6 im VAU-MAX.de-Test Mann, ist der dick, Mann! Bigger is better! Genau dieses Motto zählt in den USA mehr denn je, wo fette SUVs und Pickups zu den Bestellern gehören. Kleinere Fahrzeuge wie der Golf, Passat

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