Videofahrbericht zum VW Bulli Facelift 2019

#BeTheBus - Unterwegs im neuen VW T6.1

Videofahrbericht zum VW Bulli Facelift 2019: #BeTheBus - Unterwegs im neuen VW T6.1
Erstellt am 26. August 2019

17, 11, 13, 12, 16 - das sind keineswegs die Lottozahlen für den kommenden Samstag, sondern die Baujahre, in denen die unterschiedlichen VW T-Modelle seit 1950 produziert wurden. Besonders die erste Generation Bus – der klassische T1 - und das Modell T5, wie es seit 2003 vom Band rollt, liegen hier ganz vorn. Damit die aktuelle Generation des T5/T6 auch in den nächsten Jahren Up-to-Date bleibt, spendiert Volkswagen Nutzfahrzeuge dem seit 2015 T6 genannten Modell ein weiteres und sehr umfangreiches Facelifting mit zahlreichen Technik-Updates, die ihn zwar noch nicht zum T7 machen, aber ihn so mit dem schärfsten Mitbewerber aus Stuttgart gleichziehen lassen.

Unser Video zum neuen VW T6.1 folgt in Kürze hier!

Besonders was die Fahrassistenzsysteme anging, war der Nachholbedarf besonders groß. Aufgrund des langen Bauzeitraums sorgte besonders die alte hydraulische Lenkung für Verdruss und ließ den Einsatz aktueller Assistenz-Systeme nicht zu. Im T6.1 ist Schluss damit, neben dem überarbeiteten und komfortablen Fahrwerk wanderte endlich auch eine elektrohydraulische Lenkung an die Vorderachse des Bestsellers. Erst mit ihr lassen sich nun Funktionen wie ein aktiver Spurhalteassistent, Park-Assist oder der Trailer-Assist im T6.1 überhaupt realisieren.

Der Bus bleibt ein Bus

Dank Fahrprofilschalter kann der Fahrer ab sofort zudem Einfluss auf die Härte der Lenkung, Dämpfer und beim DSG auf die Schaltzeitpunkte nehmen. Optisch setzt sich der Facelift vor allem durch die neue Front mit dem massiven Kühlergrill und den weit in den Kotflügel verlängerten Scheinwerfern ab. Mit dem optionalen LED-Tagfahrlicht, -Binkern und natürlich -Ab- und Fernlicht ist der T6.1 auf dem aktuellen Stand der Technik. Am Heck müssen neu gezeichnete LED-Heckleuchten sowie ein neu geformter Stoßfänger genügen.
Es bleibt beim 4-Zylinder-TDI

Angetrieben wird die neue T-Baureihe erst einmal nur von 4-Zylinder-TDI-Motoren, die zwischen 90 und 199 PS leisten. Alle Leistungsstufen erfüllen die neue Abgasnorm Euro-6d-TEMP-EVAP und sind dank SRC-Kat und AddBlue-Einspritzung besonders sauber. Wir waren bei unserer Testfahrt mit dem Multivan mit der gehobenen und beliebten „Cruise“-Ausstattung unterwegs. Wer mehr will, greift direkt zum Highline, wer weniger brauch, kommt mit dem Trendline oder der Caravelle aber auch gut zurecht. Immerhin sind schon das Audiosystem Composition Colour mit 6,5 Zoll großem Touchscreen, die Zentralverriegelung und das Multifunktionslenkrad serienmäßig.

Angetrieben wurde unser Testwagen vom Top-TDI mit 199 PS, der immer an ein 7-Gang-DSG gekoppelt ist und optional noch um ein 4Motion-Allradsystem erweitert werden kann. Wer den vollen Umfang der lieferbaren Assistenz-Systeme nutzen will kommt an der Automatik-Version ohnehin kaum vorbei. Denn erst in Kombination mit DSG können Funktionen wie der adaptive Abstandstempomat ACC ihr volles Potential ausschöpfen. Der mit einem Doppel-Turbo versehene TDI schiebt unseren Bulli ordentlich und in gewohnter Manier an, passend dazu fällt das Setup des Fahrwerks aus. Bodenwellen bügelt der T6.1 sauber weg und bietet selbst im „SPORT“-Modus mehr als genug Komfort, wobei der zündende Sportfunken nicht überspringen will. Muss er aber auch nicht, viel zu entspannt lässt es sich im neuen Bulli cruisen.

Auf der Autobahn zieht der Bulli dank Lane-Assist sauber seine Bahn. Allerdings meldet sich das System deutlich früher als bei Golf & Co, sobald der nötige Lenkimpuls vom Fahrer ausbleibt. Anders als im Passat ist dieser noch immer nötig, auch wenn das Lenkrad im T6.1 dem des neuen Passat entspricht.

Auf Wunsch wird’s digital im Bus-Cockpit

Und nicht nur das Volant stammt vom kleinen Pkw-Bruder, denn auch beim voll digitalen und sehr gut ablesbaren Cockpit mit 10,25-Zoll-Bildschirm griff das Team von VW-Nutzfahrzeuge beim Passat ins Regal. Selbst das aktuelle Navigationssystem „Discover Pro“ mit seinem Betriebssystem der dritten Generation (MIB3) fand den Weg in den Bus. Wer auf das 9,2-Zoll-Infotainmentsystem verzichten kann, greift zum kleineren System „Composition Media“ oder „Discover Media“ mit dem 8-Zol- Monitor.

Lediglich das Einstiegsmodell „Composition Color“ mit 6,5-Zoll-Farbdisplay läuft noch auf dem alten Betriebssystem MIB2. Beim Cockpit-Design macht der T6.1 einen genauso großen Sprung wie in Sachen Technik. Hinter dem Lenkrad fühlt man sich schlagartig zuhause, und das trotz der umfangreichen Renovierungsarbeiten. Besonders die stärker zum Fahrer orientierte Anordnung der Headunit gefallen.

Nur der fehlenden Handschuhfachdeckel im oberen Bereich des neuen Dashboards trauern wir etwas nach. Dafür neu und immer an Bord ist die fest im Fahrzeug verbaute eSIM, über die jeder seinen Bulli via We Connect-App orten kann. Zudem sind Funktionen wie Fernentriegelung per SmartPhone, Webradio, digitales Fahrtenbuch und eine Anbindung von Apple CarPlay ohne Kabel möglich.

45 Bilder Fotostrecke | Bilder zum neuen VW Bulli T6.1: Das ist wirklich neu am VW T6.1 #01 #02

 

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