Video-Fahrbericht zum aktuellen Ford Edge 2.0 TDCI

2017er Ford Edge im VAU-MAX.de-Fahrbericht

Video-Fahrbericht zum aktuellen Ford Edge 2.0 TDCI: 2017er Ford Edge im VAU-MAX.de-Fahrbericht
Erstellt am 8. November 2017

Mit der zweiten Generation des Edge wagt Ford endlich den großen Sprung über den großen Teich, und erstmals ist das dicke SUV nun offiziell beim heimischen Ford-Händler zu haben. Wir waren im EU-Modell des Ford Egde auf Testfahrt.

Neben dem Mustang ist der Edge damit bereits das zweite echte US-Modell, das den Einzug in die hiesigen Ford-Show-Rooms geschafft hat. Ganz so lange wie beim Mustang mussten die Ford-Fans diesmal jedoch nicht warten, auch wenn man uns die erste Generation des Edge vorenthalten hat.

Benziner für die USA, Diesel für Deutschland

Die von uns gefahrene zweite Generation des Edge erblickte bereits im Jahr 2015 das Licht der Welt, rollt aber erst seit Mitte 2016 über unsere Straßen. Gebaut wird der Edge wie schon der Vorgänger weiterhin im Werk in Oakville (Ontario/Kanada). Anders als in den USA liefert Ford den Edge in unseren heimischen Gefilden ausschließlich mit Dieselmotoren aus, während US-Kunden nur die Wahl zwischen drei Benzinmotoren haben, die von 245 bis 329 PS leisten.

Beide EU-Selbstzünder verfügen über zwei Liter Hubraum und einen 4-Zylinder. Das stärkere Top-Modell mit Bi-Turboaufladung bringt es auf 210 PS sowie 450 Nm und ist ausschließlich mit einer 6-Gang-PowerShift-Automatik zu haben. Wer lieber selbst die Gänge einlegt, muss sich mit dem kleineren Diesel begnügen, der aber immerhin noch 180 PS und 400 Nm Drehmoment an alle vier Räder verteilt, und mit dem wir auf Testfahrt waren.

Reichen 180 PS bei 1,9 Tonnen Leergewicht auch aus?

Unsere anfängliche Skepsis, ob mit 180 PS wirklich Fahrspaß aufkommen würde - immerhin bringt der Edge mindestens 1.912 kg auf die Waage – wurde bereits nach wenigen Kilometern zerstreut. Und so wurde aus Skepsis schnell echte Faszination, denn der Diesel hängt im Egde schön straff am Gas. Ab 2.000 U/min steht das maximale Drehmoment zur Verfügung und schiebt den Edge so bis zur Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h vorwärts, nach 9,9 Sekunden ist dabei bereits die Hälfte geschafft.

Mit seinen kurzen, knackigen und sehr sportlichen Schaltwegen, sowie der sauberen Gangführung liefert die Gearbox ihren Anteil zum Fahrspaß. Dank des intelligenten Allradsystems samt dynamischer Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse kann der Fahrer dieses mit ruhigem Gewissen genießen, denn für Traktion auf allen Untergründen ist stets bestens gesorgt.

81 Bilder Fotostrecke | Ford Edge im VAU-MAX.de-Fahrbericht: Die Bilder zum Fahrbericht des aktuellen Ford Edge 2.0 TDCI #01 #02 Dabei bietet der Edge nicht nur im unwegsamen Terrain reichlich Fahrspaß. Kurvige Landstraßen gehören ebenfalls zu seinen Stärken. Mit seiner adaptiven Lenkung und dem in Testwagen verbauten Sportfahrwerk (300 Euro Aufpreis) lässt sich das SUV ungeahnt zügig und sauber durch die Kurven zirkeln. Wird es dann doch einmal zu schnell, sind ESP und der Pro-Collision-Assist an Bord.

Das scannt via Radar das Umfeld vor dem Wagen, warnt den Fahrer vor Gefahren akustisch und optisch und leitet im Notfall sogar eine Vollbremsung ein, sollte der Lenker auf diese Warnungen nicht reagieren. Neben diesen System verfügte unser Testwagen weiterhin über einen aktiven Spurhalte-Assistent, der sich via Kamera an den Fahrbahnmarkierungen orientiert und so vor einem ungewollten Verlassen der Fahrbahn schützt, und einen wieder auf die richtige Spur zurückführt.

Passive und aktive Geräuschreduzierung im Innenraum

Im Innenraum gibt sich der Edge als echter Leisetreter und hält sich akustisch angenehm zurück. Dicke Teppiche im Innenraum, eine spezielle Akustik-Frontscheibe sowie doppelt verglaste vordere Seitenscheiben tragen ihren Teil zur Geräuschreduzierung im Innenraum bei. Sollte das alles noch immer nicht ausreichen greift die Elektronik ein. Hier lautet das Zauberwort “Activ Noise Control“.

Mikrofone im Dachhimmel über Fahrer- und Beifahrer nehmen dabei Störgeräusche auf, die analysiert werden, um dann ein entsprechendes, gegenphasiges Geräusch zur Überlagerung via Lautsprecher zu senden und somit die ursprünglichen Störgeräusche zu eliminieren. Das Ergebnis ist sensationell, denn selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 180 km/h lässt sich im Innenraum entspannt eine Konversation führen.

Eine Headunit mit Kompromissen

Für entspannte Reisen sind die Sitze der ersten und zweiten Reihe ideal, eine dritte Sitzreihe für den Edge ist allerdings nicht lieferbar. Gewöhnungsbedürftig fällt die Kombination aus Radio-Navigation und Heizungssteuerung aus, die sich erst nach einer kleinen Eingewöhnungsphase richtig bedienen lässt, aber nicht so recht gefallen will. Ganz ähnlich ist das bei der Nutzung der Smartphone-Anbindung via Apple-CarPlay und Android-Auto. Ist hier das Smartphone per Kabel verbunden und der Dienst aktiviert, stehen ausschließlich die dort hinterlegten Smartphone-Funktionen zur Auswahl.

Ein Wechsel zurück zum Ford-System ist erst mit dem Abziehen des USB-Kabels möglich. Online-Musikdienste wie Spotify zu genießen und gleichzeitig auf die Funktion der Ford-Navigation zu vertrauen war bei unserem Testwagen parallel nicht möglich.

Aber egal, schließlich sind mit DAB+, klassischem FM-Radio oder Bluetooth-Audio-Streaming weitere sinnvolle Features verfügbar. Absolut empfehlenswert ist die kamerabasierende Verkehrszeichenerkennung, deren Informationen im digitalen Kombiinstrument dem Fahrer eingeblendet werden. Dank dieser Kamera sorgen die LED-Scheinwerfer bei Dunkelheit für perfekten Durchblick, denn die adaptiven Scheinwerfer leuchten mittels dynamischer Scheinwerferlinsen die Straße optimal aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Fazit:

Mit dem Edge wagt sich Ford auf den hart umkämpften Markt der großen SUVs und muss es hier mit Kontrahenten wie den VW Touareg, BMW X5 oder Mercedes-Benz GLE aufnehmen. Dabei schlägt er sich tapfer, nicht zuletzt dank seines sparsamen und zugleich kräftigen TDCI-Motors. Trotzt kleinerer Schwächen im Innenraum kann das gelungene Gesamtpaket aus Fahrspaß, Komfort und Design überzeugen.

Technische Daten

Typ: Ford Edge Titanium (2. Generation)

Motor: 2.0-TDCI-Dieselmotoren mit 4-Zylinder, EURO-6-Abgasnorm ohne AdBlue-System

Leistung: 180 PS bei 3.500 U/min / 400 Nm Drehmoment bei 2.000 U/min

Getriebe: 6-Gang-Handschaltung

Fahrwerk: vorn McPherson-Federbeine, adaptive Lenkung, hinten Einzelradaufhängung / Integrallenker-Hinterachse

Bremsanlage: Scheibenbremsen rundum, elektrische Parkbremse

Felgen: Leichtmetallfelgen in 8 x 19 Zoll

Bereifung: 235/55 R19 rundum

Länge: 4,81 m

Breite: 1,92 m

Höhe: 1,71 m

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 9,9 Sekunden (Werksangabe)

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h (Werksangabe)

Verbrauch: laut Hersteller im Mix 5,8 Liter, im Test über 2.619 km 8,7 Liter

Leergewicht: 1.912 kg

Basispreis ab:36.300 Euro (Trendausstattung / Stand Sep. 2017)

Testwagenpreis: 44.250 Euro (Stand Sep. 2017 / Aktionspreis des Herstellers)

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