Video-Fahrbericht

Sport frei! - 2017er Skoda Superb TSI 4x4 DSG im Fahrbericht

Video-Fahrbericht: Sport frei! - 2017er Skoda Superb TSI 4x4 DSG im Fahrbericht
Erstellt am 28. August 2017

Auch ohne das Sportabzeichen „RS“ ist der Superb ein athletischer Alleskönner mit großem Kofferraum, Kraft und Style. Wir waren mit dem 280 PS starken Top-Modell auf Tour.   Es lebe der Sport! Umso besser trifft es sich, dass Skoda nun auch vom Top-Modell, dem Superb, eine besonders athletisches Exemplar im Angebot hat. Auch wenn diesem das hauseigene Sportanzeichen „RS“ derzeit im Kühlergrill noch fehlt, bereichert seit kurzem eine Sportline-Variante das Superb-Angebot und macht die Lücke zum RS so klein, dass wir uns fragen, ob man ihn überhaupt braucht. Mit dem Sportline-Trim versprüht der große Skoda bereits jenes Flair, das man vom Octavia RS kennt und liebt.

Hier findet Ihr unsere Fahreindrücke als Video!

Dabei macht der Superb seinen kleinen RS-Bruder schon jetzt ordentlich nass und zieht ihm die Außenspiegel so richtig lang. Denn mit seinen maximalen 280 PS rangiert der Spitzen-Superb leistungstechnisch schon bereits deutlich über dem Octavia RS, der mit maximal 245 PS zu haben ist. So knöpft er dem Octacia RS 245 ganze 0,9 Sekunden beim Sprint auf 100 Stundenkilometer ab. Neben dem Leistungsplus liegt dies vor allem an dem 4x4-Allradtrieb und dem Direktschaltgetriebe, mit dem der große TSI immer zu haben ist.

Trio zur Glückseligkeit

So spielt das Trio aus TSI-Motor, Allrad und blitzschnellem Direktschaltgetriebe derart perfekt ineinander, dass man gut versteht, weshalb die Skoda-Ingenieure auf Handschaltung und Frontantrieb in dieser Leistungsklasse verzichtet haben.

Kein Skoda hat aktuell mehr Leistung

Der 4-Zylinder mit seiner Turboaufladung sowie seiner direkten und indirekten Benzineinspritzung liefert bereits ab 1.700 U/min ein maximales Drehmoment von 350 Nm und hält dies dann bis 5.600 Kubelwellenrotationen aufrecht, was für eine tolle Elastizität sorgt. Das DSG-Getriebe kann sich so im Alltag primär darum kümmern, die Motordrehzahl zugunsten des Kraftstoffkonsums im Keller zu halten.

Sparsam und dennoch schnell

Dies wiederum gelingt dem Superb vor allem im Fahrmodus „ECO“ ausgezeichnet. Zusammen mit frühzeitigen Schaltpunkten, entspannter Gaspedalkennlinie und der Segelfunktion (Auskuppeln des Motors beim Rollen) sind Verbräuche um die sieben Liter Benzin problemlos machbar.

Der Superb ist kultiviert

Sein wirkliches Potenzial gibt der TSI jedoch erst im “SPORT“-Modus preis. Hier hängt der Benziner satt und giftig am Gaspedal, die Dämpfung des DCC-Fahrwerks wird, genauso wie die Lenkung spürbar härter. Selbst dann wird der Superb kein brettharter Radaubruder. Stattdessen beherrscht er die elegante und gediegene Gangart perfekt und lässt dennoch an seinen sportlichen Ambitionen keinen Zweifel aufkommen.

Hinter den auf Wunsch 19 Zoll großen Felgen sorgen rundum innenbelüftete Bremsscheiben im Durchmesser von 340 mm an der Vorderachse und 310 mm an der Hinterachse für kernige Verzögerung, eine Kombination, die übrigens auch am kleinen Bruder, dem RS, zu finden ist.

Herzliche Grüße vom RS

Damit diese Sportline-Ambitionen schon im Stand sichtbar sind, grenzt sich der Sportline schon optisch ab von allen anderen Modellen des Superb ab. Vor allem die schwarz glänzenden Zierleisten an den Türen, den Fenstereinfassungen und am Kühlergrill sowie die schwarz eingefärbten Spiegelkappen und die schwarze Dachreling sind klare Erkennungsmerkmale, die nur der Sportline zur Schau tragen darf. Das macht die kleinen Sportline-Logos auf den Kotflügeln fast schon überflüssig. Speziell in der von uns gefahren Farbvariante „Corrida-Rot“ ist die Verwechslungsgefahr mit dem Octavia RS besonders hoch.

Im Innenraum wächst dieses Verwechslungsrisiko noch einmal kräftig an, schließlich nimmt man hier ebenfalls in den typischen RS-Sitzen Platz. Bespannt mit rutschhemmenden Alcantara-Mittelbahnen kommen Fahrer und Beifahrer auch in schnellen Kurven nicht ins Rutschen, und falls es doch einmal so weit kommt, sorgt das Sportlenkrad mit Lochlederbezug für den nötigen Grip. Zierleisten im Carbon-Look, ein schwarzer Innenhimmel und natürlich das überaus üppige Platzangebot auf allen Sitzplätzen sind im Superb Sportline serienmäßig an Bord.

Der Skoda mit Arteon-Abmessungen

Mit einer Länge von 4,86 m bewegt sich der Superb schon in Abmessungen, die einen Passat übertreffen und auf dem Level eines VW Arteon liegen. Wie lang der Superb wirklich ist zeigt sich vor allem bei Parkmanövern quer zu Fahrbahn. Hier lässt es sich kaum vermeiden, den Warnton der Parkdistanz-Kontrolle hin zum Dauerpiepen zu rangieren, und selbst dann scheint es, als ob der Wagen gut 30 Zentimeter länger ist als alle Verkehrsteilnehmer rundum. Neben dem PCD erweist sich hier vor allem die Rückfahrkamera als überaus nützlich.

Überhaupt kann der Superb mit allen aktuellen Fahrassistenzsystemen glänzen. Features wie die Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte-Assistent, Totwinkelwarner und der adaptive Tempomat gehören in der Preisklasse des Superb einfach dazu, diese sind jedoch größtenteils aufpreispflichtig.

64 Bilder Fotostrecke | Sport frei! Die Skoda Superb RS-Alternative im Fahrbericht: Die Bilder zum 2017er Skoda Superb TSI 4x4 DSG #01 #02 Fazit: So verwundert es nicht, dass sich die Anschaffungskosten unseres Testwagen letztendlich bei 54.078 € bewegen. Eine Menge Holz, doch dafür bekommt man jede Menge Auto, einen starken Motor und eine Gesamtpaket, das Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit kaum besser kombinieren könnte. 

 

Technische Daten

Typ: 2017er Skoda Superb Sportline

Motor: 4-Zyl.- Ottomotor TSI, 1984 ccm Hubraum,

Leistung: 280 PS (206 kW) bei 5.600 - 6.500U/min, 350 Nm Drehmoment von 1.700 – 5.600 U/min

Getriebe: 6-Gang-DSG mit Tiptronic-Funktion, Nass-Lamellen-Doppelkupplung, 4x4 Allradantrieb mit Haldexkupplung

Bremsanlage: innenbelüftete Bremsscheiben rundum, vorn 340mm Durchmesser, hinten 310mm Durchmesser

Felgen: 8J x 19, ET 44 Leichtmetallfelge „Vega“ Anthrazit glanzgedreht

Bereifung: 235/40 R19 rundum

Vorderachse: McPherson-Federbeine mit Dreiecksquerlenkern und Torsionsstabilisator

Hinterachse: Mehrlenker-Hinterachse mit Längs- und Querlenkern, Torsionsstabilisator

Länge: 4.856 mm
Breite: 1.864 mm
Höhe: 1.477 mm

Radstand: 2.841

Gepäckraumvolumen: 660 bis 1.950 Liter

Fahrleistungen: 0-100km/h in 5,8 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: auf 250 km/h begrenzt

Luftwiderstandsbeiwert: (CW) 0,317

Verbrauch: laut Hersteller kombiniert 7,2 Liter

Leergewicht: inkl. 75 kg Fahrer 1.635 kg

Fahrzeugpreis Testwagen: 54.078 Euro

Basispreis Skoda Superb Combi ab: 26.750 Euro (Stand Juli 2017)

Alle Fahrberichte findet Ihr hier

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