Das kleinste BMW X-Modell im Fahrbericht (2018 / Typ F39)

Videofahrbericht: So gut ist der BMW X2 in „M Sport X“-Ausstattung

Das kleinste BMW X-Modell im Fahrbericht (2018 / Typ F39): Videofahrbericht: So gut ist der BMW X2 in „M Sport X“-Ausstattung
Erstellt am 27. Juli 2018

Klassisch oder pikant? Diese Frage stellt man sich das eine oder andere Mal. Und genau diese Frage stellt BMW jenen Käufern seit März 2018, die sich für ein kompaktes SUV interessieren. Denn mit dem neuen X2 ist die Modellpalette bist hoch zum X6 M erst einmal komplett. Wie seine größeren Brüder, der X4 und X6, kommt auch der X2 als dynamischere Alternative daher.

In Sachen Styling hat er sogar die Nase vorn, wirkt er doch weitaus jugendlicher und wilder und so, als ob man es mit ihm ordentlich krachen lassen könnte. Rund 1.700 Euro mehr müssen dafür auf den Tisch gelegt werden. Verglichen mit dem technisch baugleichen Bruder X1 bekommt der Käufer deutlich mehr Design für sein Geld geboten, muss aber ein paar Abstriche beim Nutzwert machen. Trotz seines auf den Millimeter identischen Radstandes von 2.670 mm fällt der X2 gut 7 Zentimeter kleiner aus. Ein Umstand, der sich vor allen im Kofferraum bemerkbar macht.

Hier ist unser XXL-Video zum BMW X2

Ordentliche 470 Liter Stauraum sind hier maximal möglich, gut 35 Liter weniger als im X1. Eine verschiebbare Rückbank gibt es nicht, dafür lassen sich die Lehnen umklappen, um das Gepäckabteil zu erweitern. Unter dem doppelten Laderaumboden lassen sich selbst größere Dinge verstauen. Die flach abfallende Heckscheibe trägt ebenfalls ihren Teil zum kleineren Nutzwert bei. Gleichzeitig sorgen die stark geneigte C-Säule zusammen mit der nach hinten abfallenden Dachlinie und die flachen Fenster für einen coolen und sportlichen Look.

Dynamik schon im Stand

Verstärkt wird diese Optik durch die nach vorne keilförmigen verlaufenden Radläufe. Mit ihnen scheint der X2 schon im Stand nach vorn fahren zu wollen. Dank des am Testwagen verbauten “M Sport X“-Ausstattungspaket sind die Radläufe in “frozen-grey“ lackiert. Wer das nicht will, und wem die markanten Seitenschweller zu auffällig sind, bekommt das M Sport-Paket auch ohne den Zusatz X. Dann sind große Flächen in Wagenfarbe lackiert. Für beide Pakete werden jedoch immer 6.400 Euro fällig. Ein stattliches Sümmchen, in dem neben den Designfeatures aber auch nützliche Dinge wie Sportsitze, LED-Scheinwerfer und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit enthalten sind.

Flacher Reifen und eingeschränktes Blickfeld

Die Alus sehen schick aus, verlangen vom Fahrer aufgrund des flachen Reifenquerschnitt (225/45 19) etwas Aufmerksamkeit, vor allem was Bordsteine & Co angeht. Hier ist ein ganz klares Must-have die Rückfahrkamera und PCD-Sensoren rundum. Besonders nach hinten ist durch die Form der C-Säule und den flachen Fenstern kaum etwas zu sehen.

Richtig gut im Blick hat der Fahrer dafür das Headup-Display, von dessen Qualitäten wir uns bereits im 5er überzeugen konnten. Und auch im X2 werden die gleichen Fahrinformationen wie Geschwindigkeit, Navigationsempfehlungen und Verkehrszeichen in Farbe perfekt an die Frontscheibe projiziert, und der Blick auf den Tacho wird fast zur Nebensache. Ganz so wichtig wie bei anderen BMW-Modellen ist der hier auch gar nicht. Denn der 2.0-Liter-Diesel ist alles andere als ein Heißsporn. 150 PS und 350 Nm sorgen bestenfalls für angenehmes Vorankommen, für Höchstleistungen reicht das leider nicht.

Gemütlicher Gleiter statt schneller Reiter

Mit seinem tollen cw-Wert von 0,28 macht der BMW X2 von der fehlenden Kraft auf der Autobahn allerdings etwas gut. Aktive Lamellen hinter der BMW-Niere und im unteren Gitter des Stoßfängers leiten nur dann kühlende Luft in den Motorraum, wenn diese unbedingt benötigt wird. In die Gänge kam unter Testwagen übrigens via 6-Gang-Handschaltung. Eine andere Wahl hat der Käufer beim 150 PS Diesel in Kombination mit dem Allradantrieb xDrive auch nicht. Lediglich die 190 bzw. 193 PS starken Diesel und Benziner werden mit Doppelkupplungsgetrieben oder dem Steptronic-Getriebe geliefert.

Neben der fehlenden Motorleistung vermissten wir im Testwagen zudem die fast schon obligatorischen Fahrassistenzsysteme, die heute schon in der Kompaktklasse zu finden sind. 650 Euro verlangt BWM für den Ausstattungsumfang „Driving Assistant“, der aber nur ein Minimum an elektronischen Fahrhilfen an Bord holt. Lediglich via Kamera ist dann ein Fernlichtassistent, eine Verkehrszeichenerkennung, Auffahr- und Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion und eine Spurverlassenswarnung zu haben. In einem Wagen, der für über 16.300 Euro Sonderausstattungen spazieren fährt, etwas dürftig. Aktuell bietet BMW für den X2 weder einen Totwinkelwarner, adaptiven Abstandstempomat noch einen aktiven Spurhalteassistent an.

138 Bilder Fotostrecke | Das kleinste BMW X-Modell im Fahrbericht: Die Bilder zum 2018er BMW X2 18d mit „M Sport X-Paket“ #01 #02 Hier können auch Features wie die stilvolle und in mehreren Farben einstellbare Ambientebeleuchtung, die wirklich edlen Materialen im Innenraum oder die Möglichkeit, Apple CarPlay kabellos nutzen zu können nicht darüber hinwegtäuschen, dass beim Grundsetup einiges fehlt. Unterm Strich fährt der BMW X2 unseren Erwartungen leider etwas hinterher. Trotz des wirklich tollen und jungen Designs halten vor allem der schwache Motor und die fehlenden Assistenzsysteme die Begeisterung in Grenzen.

Technische Daten BMW X2 Typ F39

Motor: 4-Zylinder-Diesel 1.995 ccm Hubraum, BMW „Twin“-Turbolader mit variabler Einlassgeometrie, Common-Rail-Direkteinspritzung, Verdichtung 16,5 : 1, Dieselpartikelfilter (DPF), Nox-Speicherkatalysator (NCS), AdBlue-Einspritzung (SCR) mit 20,5 Liter Tankvolumen beim xDrive Allradantrieb

Leistung:150 PS (110kW) bei 4.000 U/min und 350 Nm bei 1.750 bis 2.500 U/min

Abgasnorm / CO2 EU6d-Temp / 137 bis 128 Gramm CO2

Getriebe: 6-Gang-Handschaltung

Fahrwerk: Eingelenk-Federbeinachse in Aluminium-/Stahl-Leichtbauweise vorn; Mehrlenker-Achse in Stahlleichtbauweise mit getrennter Feder- und Dämpferanordnung hinten

Bremsanlage: innenbelüftete Bremsscheiben vorn, volle Bremsscheiben hinten, elektrische Parkbremse

Felgen: 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im Design „722M“, Basismodell 17 Zoll

Bereifung: rundum 225 / 45 R19

Länge: 4,36 cm

Breite: 1,82 cm

Höhe: 1,52 cm

Fahrleistungen: 0-100km/h in 9,2 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 206 km/h laut Hersteller

Verbrauch: 6,0 bis 5,7 Liter laut Hersteller / 6,7 Liter im Test

Leergewicht: 1.580 bis 1.660 kg je nach Ausstattung

Fahrzeugpreis: X2 18d xDrive ab 34.050 €

Testwagenpreis: 56.030 Euro (Stand 06/2018)

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