Erste Fahrt im neuen VW Golf 8 R (2021)

Mit ganz viel Grrrrrrrr…..

Erste Fahrt im neuen VW Golf 8 R (2021): Mit ganz viel Grrrrrrrr…..
Erstellt am 7. Dezember 2020

Volkswagen setzt der neuen Golf-Familie mit dem R-Modell wieder einmal die dynamische Krone auf. Dabei ist die Leistungslücke zum GTI im Laufe der Jahre immer kleiner geworden. Der größte Vorteil bleibt der Allradantrieb.

Der Golf GTI ist an sich ein nahezu perfektes Kompaktklassemodell. Mehr Laune kann ein Schrägheckmodell in dieser Klasse kaum machen. Ganz früher gab es den Golf R sogar noch mit V6-Power und man führte mit ihm betont sportlich das Doppelkupplungsgetriebe mit dem R32 ein. Längst ist der Sechszylinder-Sauger verschwunden und wurde vom EA888, der Allzweckwaffe im Volkswagen Konzern, ersetzt: Zwei Liter Hubraum, vier Zylinder, Turbopower und eine Direkteinspritzung. Da macht der Golf R der achten Generation keinen Unterschied zu seinem Vorgänger, der gerade von vorn und im Innern wohl noch mehr überzeugen konnte als die neue Generation.

Bleibt letztlich die Frage, ob das den stattlichen Aufpreis rechtfertigt. Der VW Golf R startet gut ausgestattet bei stattlichen 48.018 Euro; das sind über 14.000 Euro mehr als der kaum schlechter ausstaffierte Golf GTI mit seinen 35.633 Euro und selbst der 300 PS starke Golf GTI Clubsport ist mit 40.224 Euro an sich schon das Aufgeld zum Basis-GTI kaum wert. Der neue VW Golf R bietet 235 kW / 320 PS und die obligatorische Kombination aus siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb. Die 320 PS nebst 420 Nm maximalem Drehmoment auf alle vier Räder zu übertragen, ist neben der optional stattlich tönenden Akrapovič-Titanabgasanlage, die zudem sieben Kilogramm an Gewicht spart, der einzige wirkliche Unterschied vom Golf GTI.

Denn der bietet in seiner sportlichsten Ausprägung als kurvenhungriger Clubsport bereits 221 kW / 300 PS und lässt den Leistungsunterschied somit auf ein kaum herauszufahrendes Minimum schrumpfen. Ursprünglich sollten der VW Golf R ebenso wie seine sportlichen Allradbrüder Tiguan R und T-Roc R mit 333 PS unterwegs sein, doch strenge Abgasvorschriften und der Ottopartikelfilter kosteten am Ende wertvolle Pfederstärken unter der Haube, von denen 320 PS übrig blieben.

Das der VW Golf R sieht kaum sportlicher als ein GTI aus und gegenüber dem nachgeschärften GTI Clubsport, je nach Farbwahl, fällt er optisch sogar noch etwas ab. Hier sollten sich die Volkswagen-Designer schon etwas einfallen lassen, denn die R-Ausstattungspakete der normalen Golf-Varianten sehen kaum weniger bissig aus als der VW Golf GTI oder der Golf R. Das gilt für den Unterschied vom GTI zum R innen wie außen. Klar sind beide sportlich, die Schweller amtlich und das Spoilerwerk für die höheren Tempi unverzichtbar. Doch der Hauptunterschied außen bleibt die vierflutige Abgasanlage, die in der Akrapovič-Version noch etwas schärfer aussieht und je nach angewähltem Fahrprogramm nennenswert besser klingt.

Im Innern gibt es jedoch keine Unterschiede, denn wohl die konturierten Sportsitze, das griffige Lederlenkrad und die animierten Displays sind nahezu identisch. Für die Sportstühle würde man sich durchaus noch verstellbare Seitenwangen und eine ausziehbare Oberschenkelauslage wünschen, doch hier sparen die Wolfsburger. Lohnt es nun, den VW Golf R dem allemal sportlichen Golf GTI Clubsport vorzuziehen?

Das muss schon angesichts des üppigen Allrad-Aufpreises fraglos jeder selbst wissen, denn wirklich groß ist der Unterschied durch das identische Triebwerk nicht. Natürlich hat der R oben herum etwas mehr Dampf und Anschub gerade bei höheren Drehzahlen und entsprechenden Geschwindigkeiten. Doch das Problem des Golf R ist der GTI. Der ist aus der Kombination von dem direkt am Gas hängenden Vierzylinder-Turbo, dem prächtig abgestimmten Doppelkupplungsgetriebe und einer soliden Vorderachsquersperre so gut, dass sich die Unterschiede in einem vertretbaren Rahmen halten.

Das Fahrwerk ist fein abgestimmt, die Lenkung angenehm direkt ohne den so wichtigen Langstreckenkomfort zu vergessen und das Heck ist bei beiden ungemein agil. Durch den 4Motion-Antrieb lässt sich die Dynamik der R-Version speziell in schnellen Kurvenkombinationen nennenswert steigern. Ein Druck auf den R-Taster am Lenkrad und der Rennmodus schaltet direkt scharf. Das elektronisch gesteuerte Fahrwerk ist zwei Zentimeter tiefer als die normalen Golf-Versionen und sportlich ambitionierte Fahrer freuen sich über straffere Federn und Dämpfer, die nicht zu hart ihren Dienst verrichten.

Aus dem Stand geht es für den Golf R in guten 4,7 Sekunden auf Tempo 100, was jedoch eher an dem variablen Allradantrieb liegt, der die Motorleistung auf beide Achsen verteilt. Das reduziert die sonst spürbaren Antriebskräfte im Lenkrad des GTI-Fronttrieblers deutlich und sorgt für ein besseres Vorankommen bei Eis, Schnee und Regenglätte. Doch das ist auch schon der größte Unterschied zum GTI. Denn nur mit dem optionalen Performance-Paket darf der VW Golf R statt der sonst begrenzten 250 immerhin 270 km/h schnell rennen. Doch ob die frühzeitige Abregelung bisher viele Kunden gestört haben mag? Im Bereich der absoluten Maximalgeschwindigkeiten gibt es ohnehin bessere Fahrzeuge höherer Klassen als einen GTI-Golf.

Das Performance-Paket beinhaltet zudem einen größeren, zum Dach hin offenen Heckspoiler wie beim GTI CS, der für zusätzlichen Abtrieb an der Hinterachse sorgt. Dazu kommen 19 Zöller statt den etwas schlappen 18-Zoll-Rädern sowie die zwei zusätzlichen Fahrprofile inklusiv einer entbehrlichen Driftfunktion. Auf der Nürburgring-Nordschleife ist der neue Golf R pro Runde immerhin bis zu 17 Sekunden schneller als sein alles anderer als zahmer Vorgänger. Serienmäßig für alle R-Modelle ist eine besonders groß dimensionierte Bremsanlage, die nicht nur auf der Nordschleife für beste Verzögerungen sorgt. Mit der neuen Bremse vergrößern sich die Scheibendimensionen von 340 x 30 mm auf 357 x 34 mm.

Stefan Grundhoff; press-inform

Best Driving Experience: H&R Sportfedern für den neuen VW Golf GTI GTI zum Achten! Das vermutlich erfolgreichste Karogestühl der Automobilgeschichte steht in den Startlöchern. Der neue Golf GTI setzt auf den bekannten 2.0 Lit Erste Fahrt im neuen VW Golf GTI Clubsport (2020) Lohnt sich der GTI Clubsport, oder reicht der Basis-GTI? Zwischen den Golf GTI und Golf R schiebt Volkswagen mit dem Clubsport noch eine weitere GTI-Version. Doch sind 300 PS für einen reinen Vorderantrieb nicht etwas Der neue VW Golf 8 GTI im ersten Fahrbericht – mit Video Der Golf GTI – auch in der achten Auflage ein echter Erfolgstyp GTI – drei Buchstaben, eine Legende. Wir fühlen der achten Generation des Kompaktsportlers aus Wolfsburg genau auf den Zahn und fahren den neuen VW Golf GTI.

Technische Daten: VW Golf R
Motor: aufgeladener Vierzylinder-Benziner
Hubraum: 1984 ccm
Leistung: 235 kW / 320 PS
Max. Drehmoment: 420 Nm ab 2.100 U/min
Beschleunigung 0 – 100 km/h: 4,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h
Getriebe: Doppelkupplungsgetriebe, sieben Gänge
Antrieb: Allrad
Leergewicht: 1.450 kg
Laderaum: 380 Liter
Normverbrauch: 7,0 Liter / 100 km / 161 g CO2
Preis: 48.018 Euro

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