Nummer 1 lebt

Erster von 100 VW Golf 5 Yellow Speed in Frankreich szenetauglich umgebaut

Nummer 1 lebt: Erster von 100 VW Golf 5 Yellow Speed in Frankreich szenetauglich umgebaut
Erstellt am 7. Dezember 2017

Manchmal kommt man zu einer bemerkenswerten Story wie „die Jungfrau zum Kind“. So auch in diesem Fall, wo wir durch Zufall auf ein Auto aufmerksam wurden, das es nur ein einziges Mal auf der Welt gibt.

Nummer 1 von 100 lebt und fährt in Frankreich

Es ist der 3. November 2017. Wir befinden uns gerade auf dem Edition 38 Event im englischen Northampton. Eine dichte Wolkendecke und kühler Wind machen das Schlendern über das riesengroße Areal des Overstone Parks zur kalten Angelegenheit, da bleiben die Augen plötzlich an einem sonnigen Farbtupfer hängen.

Die Lambo-Farbe wirkt wie ein Tupfer Lebensfreude in grauer Umgebung

Auf den ersten Blick handelt es sich um einen gelben VW Golf 5, der komplett flachgelegt auf dem Gras kauert. Was unter der Haube steckt, lässt sich schwer auf Anhieb deuten. Zu oft trügt der erste Eindruck. Als Nenand Jovanovic vom französischen Club Golf IDF uns entdeckt, grinst er und gibt einen entscheidenden Tipp: „Schau mal aufs Lenkrad!“ Und tatsächlich: „Yellow Speed“ ist in der Lenkradspange eingraviert. Noch besser: In Zeile Zwei steht „1 von 100“. Da ist er also, der erste von nur 100 jemals gebauten VW Golf der Sonderserie „Yellow Speed“. „Er wurde nach Frankreich verkauft“, lässt Nenad uns wissen.

Lydie fand sofort Gefallen am 140 PS starken Diesel-Golf im R32-Look

40 Bilder Fotostrecke | Nummer 1 lebt: Erster von 100 VW Golf 5 Yellow Speed in Frankreich szenetauglich umgebaut #01 #02 Neben dem gelben Golf, der in der Lamborghini-Farbe „Giallo Midas metallic“ (L0G1) lackiert wurde, gab es auch einen Golf Speed in der Farbe „Arancio borealis metallic“ (L0E2), also Lambo-Orange. Beiden gemeinsam war die Kleinstauflage von jeweils 100 Exemplaren und einigen Tuningmaßnahmen ab Werk. So kamen die „Speed“-Modelle mit R32-Doppelauspuffanlage daher, obwohl unter der Haube wahlweise ein 150-PS-Benziner oder ein 140-PS-Dieselherz schlug. Sitze mit farblich abgesetzten Kontrastnähten, ein schwarzer Innenraum und als i-Tüpfelchen die werksseitig gecleante Heckscheibe ohne Wischerloch – fertig war der Stoff, aus dem Sammlerträume sind.

Tuning verbindet: Aus Begeisterung zum Auto in die Ehe

Als Lydie Arnaud ihren heutigen Ehemann Florent auf dem „VW Days“ Treffen in Frankreich kennenlernte, fuhr sie einen komplett originalen VW Golf Plus mit Sportline Ausstattung. Seitdem sind sie unzertrennlich und haben jede Menge Autotreffen in ganz Europa besucht. „Eines Tages“, so erinnert sich Lydie, „habe ich in den sozialen Netzwerken Fotos von einem total schönen gelben Golf gesehen. Der Wagen stand zum Verkauf, da war mir klar – den musste ich haben!“ Mit dem Verkäufer wurde man sich nach mehreren Besichtungsterminen handelseinig. Und da der Wagen bereits über ein paar Modifikationen verfügte, war für das Tuning-Pärchen klar, die Reise sollte weitergehen.

Schnipp, schnapp, Streifen ab: Die Hinterräder schrumpften um 1,5 Zoll in der Breite

„Ich bin sehr anspruchsvoll, was die Felgen angeht“, lacht Lydie, „es dürfen nicht irgendwelche Räder ans Auto, alles muss zusammenpassen.“ Und was passt wohl besser an einen Lamborghini-gelben Golf als Lamborghini-Felgen? Die beiden orderten einen originalen Lamborghini „Cordelia“-Rädersatz in 8,5x19 und 11x19 Zoll und stellten fest, dass die Hinterachse mit elf Zoll breiten Alus überfordert gewesen wäre.

Da halfen nur „Anpassungsarbeiten“, nach denen die Hinterräder in ihrer neue Größe, nämlich 9,5x19 Zoll, glänzen konnten. Dafür wurden die Räder auseinandergeschnitten, ein 1,5 Zoll breiter Streifen entfernt und wieder neu verschweißt. Dazu gab es einen Satz Falken Reifen in der Größe 215/35 R19 rundum, sowie brandneue Nabendeckel mit dem Stier.

Dank Luft in den Beinen senkt sich der Golf "Yellow Speed" bis auf den Boden ab

Als nächstes zwangen Lydie und Florent den Golf in die Knie. Dazu ließen sie ein Airlift Slam Airride V2 verbauen und räumten den „Konflikt“ zwischen Rahmen und Antriebswelle aus dem Weg. Bei den Bremsen bedienten sich die beiden Tuningfans aus dem schönen Frankreich teils konzernfremder Komponenten: An der Vorderachse nehmen Ferrari FF Bremsbacken die modifizierten Scheiben eines Audi RS3 mit 370 Millimetern Durchmesser in die Zange. Achse Nummer Zwei verzögert mit einer Kollektion aus Audi RS6 Bremsscheiben (356mm Durchmesser) und Aston Martin DB9-Sätteln inklusive Handbremssattel.

Dezente Updates verschönern den Golf-Innenraum

Im Innenraum ersetzte das Schrauberpaar einige abgegriffene Schalter durch Neuteile. Ebenso erhielt das Climatronic Bedienteil ein Update vom Golf 6. Den Rest, inklusive der dekorativen Sitze, könnte man glatt für umgebaut halten, hier handelt es sich jedoch um einen original ab Wolfsburg veredelten Innenraum. Was die VW-Azubis im Jahr 2005 auf die Beine gestellt haben, würden wir uns gerne öfter wünschen. Für Lydie ist mit ihrem Unikat dagegen ein echter Traum in Erfüllung gegangen. Und sie baut weiter: Als nächstes stehen breite SRS-Kotflügel und neue Sitze auf der Wunschliste. Sie sollen ebenfalls in dem originalen Golf Speed Materialmix aus Leder und Alcantara bezogen werden. Wir sind gespannt, was sie sich noch alles einfallen lässt, um ihr Einzelstück noch unverwechselbarer zu gestalten.

Technische Daten

Fahrzeugtyp: Volkswagen Golf 5 „Yellow Speed“

Baujahr: 2005

Motor: 2.0 TDI, 140 PS

Getriebe: Serie

Fahrwerk: Airlift „Slam“ Airride V2

Räder: Lamborghini „Cordelia“ in 8,5x19 Zoll an der Vorderachse und (umgebaut) 9,5x19 Zoll an der Hinterachse, neue Lamborghini-Nabenkappen

Bremsen: Audi RS3 370mm Bremsscheiben mit Ferrari FF Bremssätteln an der Vorderachse, Audi RS6 356mm Bremsscheiben mit Aston Martin DB9 Sätteln und Handbremssattel an der Hinterachse

Karosserie: original Golf Speed Karosserieanbauteile, Jetta US-Frontgrill ohne Kennzeichenaufnahme, Jetta Lufteinlässe

 

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