Test Passat CC: Klasse und Eleganz (2008)

Fahrbericht: Passat CC vereint Sportwagendynamik mit Limousinenkomfort

Test Passat CC: Klasse und Eleganz (2008): Fahrbericht: Passat CC vereint Sportwagendynamik mit Limousinenkomfort
Erstellt am 24. April 2008

Paukenschlag zum Jahresbeginn: In Detroit feierte ein Volkswagen der Spitzenklasse sein Debüt. Ein Volkswagen, wie es ihn zuvor noch nie gegeben hat, und wie ihn so mancher wohl auch nicht für möglich gehalten hat. Mit dem Passat CC bringen die Wolfsburger einen VW, dessen Design-Philosophie – bei genauer Betrachtung - seinen Ursprung bei den amerikanischen Traumlimousinen der Sechziger hat. Nur eben modern übersetzt.

VW nennt das Comfort Coupé - konkret heißt das: Coupé-Design, aber vier Türen und vier Sitze! Souveräner Komfort, aber pure Dynamik; sportliches Interieur, aber Raum ohne Kompromisse. Das Ergebnis ist ein Passat, der auch beim dritten und vierten Blick ein anerkennendes „Aah & Ohh“ entlockt. Und es verkörpert zugleich gelungen den selbstbewussten Anspruch der Wolfsburger: „Schaut her, wir können auch Autos jenseits des Mainstreams!“ Wir zweifeln nicht – auch wenn die schwierige Übung, neue Konzepte an den Mann bzw. an den Kunden zu bringen, erst noch kommt.

Und dieser sollte offen für Neues sein. Denn der „CC“ beschreitet nicht nur optisch neue Wege. Zugleich ist der Passat CC tatsächlich ein progressiver Technologieträger mit hochklassigen Motoren, darunter zu Beginn ein 2,0-l-TDI-Diesel mit 103 kW/140 PS, ein 1,8 Liter TSI-Benziner mit 118 kW/160 PS sowie ein 3,6 Liter V6 und 220 kW/300 PS sowie wegweisenden Assistenz- und Fahrdynamik-Systemen. Zu ihnen gehören das Spurhaltesystem „Lane Assist" und die neue „adaptive Fahrwerksregelung". Nicht weniger innovativ: die Einparkhilfe „Park Assist" und die „Automatische Distanzregelung ACC" mit der Anhaltewegverkürzung „Front Assist".

„"Lane Assist"

Das aktive Spurhaltesystem des Passat CC lenkt selbsttätig und gegen, sobald der Passat CC unplanmäßig die Spur verlässt. Dabei fühlt sich der Fahrer in seiner Funktion als Fahrzeuglenker keineswegs bevormundet. Es ist eher ein Gefühl wie sanft in eine Spurrille zu gleiten. Doch wer jetzt denkt, “cool, dann kann ich ja freihändig fahren!” - denkste! Das System schaltet sich erst ab 65 km/h ein, muss die Fahrbahnmarkierungen (auch unterbrochene Linien) erkennen können. Es registriert die fehlenden Hände am Volant und fordert den Fahrer nach acht Sekunden auf, wieder das Steuer zu übernehmen.

Dennoch ist “Lane Assist” ein echter Komfort- und Sicherheitsgewinn. Rund 14 Prozent aller Unfälle mit Verletzten werden durch das Abkommen von der Fahrbahn verursacht. „Lane Assist" wird dazu beitragen, diese Quote zu senken. Setzt der Fahrer den Blinker, um bewusst die Spur zu wechseln, blendet sich „Lane Assist" übrigens aus. Wenn man nicht blinkt und die Spur bewusst wechselt, spürt man einen leichten Widerstand – vielleicht gibt es so demnächst weniger Blinkmuffel!

„Die neue adaptive Fahrwerksregelung"

Die Sportlichkeit eines Coupés und den Komfort eine Toplimousine bringt die neue „adaptive Fahrwerksregelung DCC" von Volkswagen auf einen Nenner. Geregelt wird dabei parallel zur Dämpferkennung auch die Abstimmung der Servolenkung. Die „adaptive Fahrwerksregelung" bietet die drei Programme „Normal", „Sport" und „Comfort". Entscheidend ist allerdings die Tatsache, dass sich durch das neue System auch im Modus „Normal" – und damit permanent – die Komfort- und Dynamik-Eigenschaften verbessern. Ein Fahrgefühl wie in der automobilen Oberklasse.

„"Park Assist"

Eine weitere Highend-Technologie ist die Einparkhilfe „Park Assist". Der Parklenkassistent dirigiert den Passat CC auf Knopfdruck automatisch in die Parklücke – egal ob Längs- oder Kopfparklücke. Der Fahrer muss in diesem Fall nicht mehr lenken, sondern nur noch Gas geben und bremsen. Ein hilfreiches Gimmick bei der Unübersichtlichkeit des Hecks ist auch die unter dem VW-Emblem eingebaute Heckkamera “Rear Assist”, die dem Fahrer auf den LCD-Monitor ein Bild von dem Geschehen beim Rückwärtsfahren gibt.

„"Automatische Distanzregelung ACC"

Bei aktiviertem „ACC" bremst und beschleunigt der Passat CC in einem vom Fahrer zuvor mittels Tempomat eingestellten Geschwindigkeitsbereich automatisch. Dank „Front Assist" beugt das System zudem Auffahrunfällen vor. Es überwacht mit einem Radarsensor die Entfernung zum Verkehrsteilnehmer vor dem Passat CC. „Front Assist" versetzt dabei im Vorfeld bestimmter Situationen präventiv die Bremsen in einen vorkonditionierten Status und fungiert so als Anhaltewegverkürzung (AWV).

Feine Features

Mindestens eben so viel Begeisterung werden die kleinen aber feinen Detaillösungen bereiten. Wie die einzigartige Führung der Seitenscheiben in den rahmenlosen Coupétüren, die dem Wind keine oder nur wenig Angriffsfläche bieten. Bis 170 k/h vernahmen wir bei unseren Testfahrten keine Fahrtwindgeräusche. Toll ist die Klimatisierungsfunktion der Sitze (aktiver Klimasitz), bislang war dieses Komfortmerkmal der Luxuslimousine Phaeton vorbehalten. In den Sommermonaten sorgt der aktive Klimasitz für einen spürbar besseren Langstreckenkomfort. Eine Navigations-Multimedia-Anlage mit mp3, HDD usw. sorgt zudem für beste Unterhaltung.

Das Interieur kommt in den verschiedenen Ausstattungen von dezent-bieder bis farblich-sportlich; von schlichtem Schwarz bis hübschem hellbraunem Leder, veredelt durch diverse Dekoreinlagen wahlweise in Aluminium oder Edelholz. Maximal vier Personen können in dem Comfort Coupé Platz nehmen, hinten wurden dazu die Sitze entsprechend und optisch ansprechend konturiert. Ein von den A- bis zu den B-Säulen reichendes und aufstellbares Panorama-Glasdach gibt den Blick auf den Himmel frei.

Reifenpanne? No Way!

Perfektion bis ins kleinste Detail verspricht auch das neu konzipierte, serienmäßig „Mobility Tire": Rein statistisch haben Autofahrer alle 100.000 Kilometer eine Reifenpanne. Beim Passat CC mit „Mobility Tire" könnte dieser Wert, so die Prognose, auf bis zu 500.000 Kilometer steigen, da in den Reifen eine hochflexible Gummimischung eindringende Fremdkörper umschließt und den Pneu so – auch nach dem Entfernen des Eindringlings – weiterhin abdichtet.

Hohe Agilität

Die Motorisierungen beweisen sich mehr als ausreichend, selbst der TDI weiß mit den knapp zwei Tonnen Gesamtgewicht umzugehen und agiert zudem sehr leise. Die von ebenfalls gefahrene V6-Variante überzeugte durch eine hoch Agilität, auch dank des gekoppelten DSG-Getriebes. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird mit 5,6 s angegeben. Schnelle Spurts und Überholmanöver auf Landstraßen und Autobahnen sind so problemlos möglich. Dabei schafft die Bremsanlage mit Scheibenbremsen rundum ebenfalls knackige Fakten.

Bei 30.300 Euro geht's los!

Ohne Zweifel sprengt Volkswagen mit dem Passat CC den herkömmlichen Rahmen der oberen Mittelklasse, und das nicht nur wegen seiner Aussenlänge von 4,8 m. Aber der im Volkswagen Werk Emden gebaute „CC“ will sich vom Selbstverständnis gar nicht so leicht einordnen lassen. Was im Übrigen im Hinblick auf die angepeilten Kernmärkte Nordamerika, und Japan sicherlich auch nicht verkehrt ist. Aber auch in Westeuropa und natürlich auf dem deutschen Markt könnte der „CC“ – seinem Erscheinungsbild angemessen – eine herausragende Rolle spielen. Unsere Strassen wird der Passat „CC“ ab Juni 2008 bereichern. Die Preise beginnen bei 30.300 Euro.

VAU-MAX-Kompakt Passat CC

23 Bilder Fotostrecke | Passat CC: Klasse und Eleganz: Fahrbericht: Passat CC vereint Sportwagendynamik mit Limousinenkomfort #01 #02 Antrieb: 2,0-l-TDI-Turbodiesel-Vierzylinder (mit DPF), 103 kW/140 PS, 320 Nm, mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb; 1,8-l-TSI-Benzin-Vierzylinder, 118 kW/160 PS, 250 Nm, mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb; 3,6-l-FSI-Benziner-V6, 220 kW/300 PS, 350 Nm, mit Sechsgang-DSG und 4Motion Allradantrieb

Fahrwerk: vorne McPherson-Federbeinachse mit unteren Dreiecksquerlenkern, hinten Vierlenker-Achse mit getrennter Feder-Dämpfer-Anordnung, Stabilisator vorn und hinten

Räder & Reifen: 8Jx17“ Leichtmetall-Felgen auf 235/45 R17 „Mobility Tires“

Bremsen: Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet, ABS, EBV, Bremsassistent, elektromechanische Parkbremse

Länge x Breite x Höhe: 4.799 x 1.855 x 1.417 mm

Radstand: 2.711mm

Leergewicht: 1.430 – 1.632 kg

Verbrauch: (Autobahn/Stadt, l/100 km): TDI: 7,5/4,8; TSI: 10,4/6,0; V6: 15,1/7,3

Preise: ab 30.300 Euro (TSI), ab 40.800 Euro (V6) und ab 30.775 Euro (TDI)

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