Fahrbericht: Erste Ausfahrt im neuen 2015er Mercedes Vito

Wie fährt er sich, der neue Mercedes-Benz Vito? Das konnte unsere Redaktion mit dem Vito Kastenwagen als 116 CDI und Hinterradantrieb live erfahren.

Fahrbericht: Erste Ausfahrt im neuen 2015er Mercedes Vito: Wie fährt er sich, der neue Mercedes-Benz Vito? Das konnte unsere Redaktion mit dem Vito Kastenwagen als 116 CDI und Hinterradantrieb live erfahren.
Erstellt am 21. Oktober 2014

Was für den VW-Fahrer der Transporter ist, ist für den Mercedes-Fan der Vito. Im Gegensatz zum Pendant kommt der Vito als komplett neu entwickeltes Modell ins Rollen und teilt sich folglich die Struktur mit der Mercedes-Benz V-Klasse und wird sogar auf demselben Band im spanischen Werk Vitoria gebaut.

Transporter-typisch verzichtet der Vito bei einigen Anbauteilen auf lackierte Oberflächen. So sind die Stoßfänger vorne und hinten sowie die Spiegel in dunklem Kunststoff ausgeführt. Dunkler Kunststoff beherrschte auch den Innenraum unseres Vito-Testwagens - wer braucht in einem Arbeitstier schon Kleiderhaken oder Soft-Touch-Oberflächen?

Ein Van - ein Wort: PKW-Feeling im Vito

Fahrer und Beifahrer nehmen auf bequemen und gut ausgeformten Sitzen Platz, die mit großzügigen Verstell-Optionen sowie hohen Seitenwangen an den Rückenlehnen ausgestattet sind und somit selbst auf längeren Distanzen bequem bleiben. Das Cockpit wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Nutzfahrzeugtypisch ist es mit unempfindlicheren Oberflächen ausgestattet, die aber dennoch attraktiv wirken. Attraktiv sind auch die zahlreichen Ablagen in den Türverkleidungen, auf und im Armaturenbrett, wo sogar ein Fach für das Mobiltelefon mit USB-Anschluss zur Verfügung steht.

Mehr PKW-Flair im Nutzfahrzeug

Wie bei den PKW sitzt nun auch hier die Navi-Radio-Einheit weit oben, darunter befinden sich eine übersichtliche Schalterleiste und die Regler für die Klimatisierung. Der Fahrer findet in der Türverkleidung alle Bedienelemente für Fenster, Spiegel und Sitzheizung. Dazu gibt es (optional) ein Lenkrad mit Bedientasten – das ebenfalls aus dem PKW-Segment bekannt ist.

Verfügbar sind Heck- Front- oder Alltrad-Antrieb

Der Vito ist das einzige Nutzfahrzeug, das es wahlweise mit Heck- oder Frontantrieb geben wird. Im kommenden Jahr stößt dann die Allradantrieb-Version dazu. Der Fronttriebler ist mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder als 109 CDI mit 88 PS und 111 CDI mit 114 PS erhältlich. Den Hecktriebler gibt es mit 2,1-Liter-Motor in den Leistungsstufen 136 PS (114 CDI), 163 PS (Vito 116 CDI) und 190 PS (Vito 119 CDI).

Die Kraftübertragung übernimmt beim Hinterradantrieb immer ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Das Wandler-Automatikgetriebe 7G-Tronic Plus ist optional für den Vito 114 CDI und Vito 116 CDI im Angebot, beim 119 Bluetec und 4x4-Allrad ist es serienmäßig verbaut.

Wir haben uns für die erste Testfahrt für die mittlere Motorisierung des Hecktrieblers entschieden und fuhren den Kastenwagen mit 6-Gang-Schaltgetriebe sowohl durch den Stadtverkehr der spanischen Metropole Bilbao, über die gut ausgebauten, baskischen Autobahnen als auch durch die kurvigen Straßen des Urkiola-Nationalparks. Das Fahren macht dank direkter Lenkung und straffem Fahrwerk, in allen Bereichen Spaß. Der Wendekreis ist mit 11,8 Meter für die Heckantriebs-Varianten akzeptabel.

Der 2,1-Liter-Diesel schlägt sich dank 380 Nm Drehemoment auch auf steilen Passtraßen wacker. Zudem spendiert Mercedes dem neuen Vito eine deutlich bessere Geräuschdämmung, sodass der Selbstzünder kaum noch hörbar ist.

Platz für jede Menge Assistenten - auch elektronische!

Unser Kastenwagen verfügte über zahlreiche, teilweise in dieser Klasse neue Assistenzsysteme, die allesamt aus dem PKW-Bereich durchgereicht wurden. Neben Attention Assist und Seitenwind-Assistent ist die Reifendruck-Überwachung serienmäßig an Bord. Ein sinnvolles Feature beim Kastenwagen ist der Totwinkel-Assistent oder der Spurhalte-assistent, mit denen der Fahrer sicherer auf den Straßen unterwegs ist. Im Gegensatz zum Sprinter warnt der Vito nicht nur beim Verlassen der Spur, sondern „greift“ auch vibrierend aktiv ein.

Der Vito-KaWa wird in drei Fahrzeuglängen angeboten: 3,06 Meter misst der Laderaum in der kürzesten Version, was ein Ladevolumen von 5,8 m³ für den Vito Kompakt ergibt. Das reicht für ein paar Europaletten und 1.314 kg Zuladung! Mehr gibt es dann beim langen und extra langen Aufbau.



Text: Thomas Frankenstein

Fotos: Thomas Frankenstein, Andreas Lindlahr, Daimler AG

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