E-Up soll Käfer des 21. Jahrhunderts werden

Mit Strom in die Zukunft, die Up-Familie wächst weiter

E-Up soll Käfer des 21. Jahrhunderts werden: Mit Strom in die Zukunft, die Up-Familie wächst weiter
Erstellt am 17. September 2009

Volkswagen präsentiert auf der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) mit einer ganzen Flotte neuer Automobile ein Update der Zukunft. Das Spektrum der IAA-Premieren reicht dabei von den weltweit sparsamsten Serien-Pkw (BlueMotion) über die Hybrid-Technologie bis hin zu einem komplett neu entwickelten Elektro-Fahrzeug – dem in Frankfurt als Weltpremiere vorgestellten E-Up!.

Angetrieben wird der 135 km/h schnelle E-up von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 60 kW (Dauerleistung: 40 kW). Aus dem Stand heraus entwickelt der vorn eingebaute Motor des Fronttrieblers ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern. Den Vor- oder Rückwärtsgäng aktiviert der Fahrer per Drehknopf in der Mittelkonsole. Der E-Up! wird ganz eindeutig Fahrspaß bieten; das zeigt ein Blick auf den klassischen 0-auf-100-km/h-Sprint: 11,3 Sekunden.

Noch mehr Agilität entwickelt der E-Up! beim innerstädtischen Zwischenspurt von 0 auf 50 km/h: 3,5 Sekunden. Diese Dynamik ist einerseits auf die hervorragende Drehmomentcharakteristik des Elektromotors, andererseits auf das niedrige Gesamtgewicht des E-Up! von nur 1.085 Kilogramm zurückzuführen.

Das niedrige Gewicht ist umso bemerkenswerter, weil hiervon 240 Kilo auf die Lithium-Ionen-Batterie entfallen. Mit der realisierten Batteriekapazität von 18 Kilowattstunden (kWh) können je nach Fahrweise Distanzen von bis zu 130 Kilometern zurückgelegt. „Betankt" wird der E-Up! zuhause in der Garage, im Parkhaus oder unterwegs an einer der künftigen City-Stromsäulen, die via Chipkarte freigeschaltet werden. In der Regel wird das über Nacht zu den dann besonders günstigen Schwachlast-Stromtarifen passieren. So betankt, fährt der E-Up! für nur zwei Euro Stromkosten 100 Kilometer weit (ca. 14 Cent / kWh).

Die Batterien selbst befinden sich im Unterboden des E-Up!. Um das Gewicht des Batteriesystems optimal zu verteilen, gibt es eine spezielle, crashgeschützte Wanne in der Bodengruppe, die die Zellen aufnimmt.

Design – der Käfer des 21. Jahrhunderts

Dass auch emissionslose Volkswagen alles andere als emotionslos sein werden, stellt der E-Up! mit Nachdruck unter Beweis. Verantwortlich dafür ist einmal mehr die Crew des Konzern-Chefdesigners Walter de Silva. Zusammen mit Klaus Bischoff (Chefdesigner, Marke Volkswagen) und Flavio Manzoni (Leiter Kreativdesign, Volkswagen AG) entwickelte er für den E-Up! ein Layout, das die visuelle Bandbreite der künftigen New Small Family aufzeigt.

Mehr als eine Hommage an den Käfer ist das VW-Logo auf der V-förmigen Motorhaube des E-Up!: Hinter dem aufklappbaren Zeichen verbirgt sich die hier integrierte Schnittstelle zum Aufladen der Batterien. Diese Position der Steckdose bietet den Vorteil, dass der E-Up! sowohl via rechts als auch links an Straßenrändern angeordneten Ladestationen oder direkt von vorn mit Energie versorgt werden kann.

Das Dach des E-Up! ist auf einer Fläche von 1,4 Quadratmetern mit Solarzellen ausgestattet. Diese Fläche zwischen dem hinteren Teil des Dachkantenspoilers und der Windschutzscheibe kann durch das Herunterklappen der ebenfalls mit Solarzellen bestückten Sonnenblenden auf insgesamt 1,7 Quadratmeter vergrößert werden. Die Solarzellen speisen permanent Energie in das Bordnetz ein und versorgen im Stand die Fahrzeuglüftung, um den Innenraum zu kühlen.

Flavio Manzoni: „Die Stilistik des Innenraumes wurde im völligen Einklang mit dem Exterieur-Design entworfen und weist analog eine ähnlich technisch-puristische geprägte Ästhetik auf." Um den Energiehaushalt der Elektroautos nicht unnötig zu belasten, wurden Features wie die Außenspiegeleinstellung und die Fensterheber manuell ausgelegt. Gleichwohl setzt sich der hoch innovative E-Up! mit einer künftigen Generation von Hightech-Bedienungselementen in Szene. Die sind stets selbsterklärend und damit intuitiv steuerbar, um das Fahren und Leben mit diesem Volkswagen so einfach und stressfrei wie nur möglich zu gestalten.

Absolut überraschend sind die großzügigen Platzverhältnisse, die auf einer Fahrzeuggrundfläche von nur 5,1 Quadratmetern realisiert wurden. Das in der Größe reduzierte Armaturenbrett wurde weiter als üblich nach vorn Richtung Motorraum verlagert. Möglich wurde dies unter anderem durch eine Optimierung der Bauteile innerhalb der Schalttafel. Der kleine Volkswagen ist ein 3+1-Sitzer. Der Beifahrersitz befindet sich dank der nach vorn verlagerten Armaturen ebenfalls weiter vorn; und zwar um 50 Millimeter. Durch diese Anordnung vergrößert sich der Knieraum im Fond hinter dem Beifahrer massiv. Auf der Beifahrerseite können deshalb bequem zwei Erwachsene sitzen.



Serienreif soll die neue Up-Familie im Jahr 2013 sein.

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