Keine Überraschung, dass der Audi Q9 seinen Hauptmarkt in den USA haben wird – doch auch in Europa und Asien warten viele potenzielle Kunden seit Jahren auf einen echten Full-Size-SUV mit den vier Ringen im Kühlergrill. BMW X7, Mercedes GLS oder Cadillac Escalade haben das Segment schon lange besetzt. Audi zieht jetzt nach.
Mehr denn je braucht Audi dabei ein Aushängeschild: Der Ingolstädter Autobauer hat kürzlich seine Luxuslimousine A8 ohne Nachfolger in Rente geschickt – ein Schritt, den kaum jemand nachvollziehen konnte. Wettbewerber wie der BMW 7er / i7 oder die Mercedes S-Klasse / EQS bleiben damit ohne direkte Antwort aus Ingolstadt. Ab Herbst 2026 soll der neue Audi Q9 diese Lücke schließen und die Rolle des imageträchtigen Topsegment-Modells übernehmen. Zwei Mankos begleiten den Start allerdings: Nicht jeder Kunde im Luxussegment – gerade im Chauffeurbetrieb – will einen üppig dimensionierten Crossover statt einer klassischen Limousine. Und: Der Q9 wird in Bratislava produziert, wo bereits VW Touareg, Audi Q7, Audi Q8 und Porsche Cayenne vom Band laufen.
Das bedeutet für den Export in den US-Hauptmarkt aktuell 15 Prozent Strafzölle – und sollte US-Präsident Donald Trump seine Pläne umsetzen, drohen bis zu 25 Prozent. Trotz der üppigen Margen bei Luxusmodellen jenseits der 100.000-Euro-Grenze ist das ein echtes Problem. Audi ist unter den Premiumherstellern der einzige ohne eigene Fertigung in Nordamerika: BMW baut seine großen Crossover XM, X5 und X7 in Spartanburg (South Carolina), Mercedes die GLE-, GLS- und EQS-Modelle in Tuscaloosa (Alabama), Cadillac und Lexus produzieren ihre XXL-SUV ebenfalls in den USA.
Technische Details hält Audi vor der Weltpremiere Ende Juli noch zurück – klar ist aber schon jetzt: Der deutlich über 5,20 Meter lange Q9 tritt selbstbewusst auf. Im Innenraum bietet er sechs Personen großzügigen Platz, auf Wunsch ist er als Siebensitzer mit durchgehender Fondreihe erhältlich. Die Türen öffnen und schließen auf Wunsch elektrisch bis zu einem Winkel von 90 Grad. Dazu gibt es klimatisierte Sitze, beheizte Armlehnen und ein riesiges Panoramadach, das sich sowohl öffnen als auch illuminieren lässt – ein Innenrollo fehlt allerdings. Alle drei Sitzreihen lassen sich elektrisch verstellen, in der breiten Mittelkonsole finden sich zwei MagSafe-Ladeports für Smartphones.
Serienmäßig an Bord: drei große Displays für Fahrer, Beifahrer und die zentrale Bedienung sowie ein Head-Up-Display.
Bei den Antrieben greift Audi auf das Regal des Volkswagen-Konzerns zurück – starke Sechs- und Achtzylinder gelten als gesetzt, Hybrid- oder Elektrovarianten sind noch offen. Die direkten Wettbewerber BMW X7 xDrive40i (381 PS) und Mercedes GLS 450 4MATIC starten bei rund 106.000 Euro. Der Q9 dürfte sich in ähnlichen Regionen bewegen.
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