WoMo-Optimierung

Mit diesem Equipment lässt sich mehr aus dem Wohnmobil herausholen

WoMo-Optimierung: Mit diesem Equipment lässt sich mehr aus dem Wohnmobil herausholen
Erstellt am 7. Juni 2021

Wer sich heute ein brandneues Wohnmobil beim Händler bestellt, bekommt ein Fahrzeug geliefert, das in Sachen Ausrüstung kaum noch Wünsche offenlässt – hier hat sich in der Branche in den vergangenen Jahren mit steigenden Ansprüchen und Kundenzahlen einiges getan.

Bloß: Selbst ein kleines, brandneues Wohnmobil schlägt ganz fix mit Summen zu Buche, für die man einen ebenso fabrikfrischen, ziemlich gut ausgestatteten Mittelklassewagen bekommt; unter 40.000 Euro läuft praktisch nichts und nach oben ist die Preisspirale bis deutlich über 100.000 Euro weit offen – dafür gäbe es dann sogar die neue Corvette Stingray.

Vor allem junge Leute gehen deshalb meistens andere Wege: Sie kaufen sich entweder einen günstigen Gebrauchten oder bauen Vans aus der Sprinter- oder Multivan-Klasse in Eigenregie zum Urlaubsmobil um. Das schont das Portemonnaie definitiv, lässt aber oft gewisse Lücken in der Ausrüstung. Auf den folgenden Zeilen zeigen wir deshalb, was auch bei solchen WoMos unbedingt vorhanden sein sollte – neben der reinen Grundausstattung, um campen zu können.

1. Ein Zelt – zumindest für Familien

Das Wohnmobil bietet ein festes Dach über dem Kopf, dazu bequeme, „richtige“ Betten. Dennoch sollte sich im Standard-Equipment immer auch ein für zwei bis drei Personen ausgelegtes Iglu-Zelt samt Isomatten und Schlafsäcken befinden. Ganz besonders, wenn die Camper eine Familie sind.

Der Grund ist ziemlich simpel: So schön ein Campingurlaub mit der ganzen Familie auch sein kann, so wenig spaßig kann es sowohl für die Erwachsenen wie die Kids sein, jede Nacht dicht an dicht zu schlafen. Für elterliche Zweisamkeit bleibt da kein Raum. Und für den Nachwuchs ist es auch nicht möglich, nach „Licht aus“ noch Geschichten zu erzählen oder sonstigen Spaß zu erleben.

Gehört jedoch ein Zelt zum Wohnmobil, ändert sich das. Eltern haben das Wohnmobil zumindest in einigen Nächten für sich; die Kinder können direkt nebenan zelten, bekommen somit etwas Abenteuer und ein Gefühl von Freiheit. Gleichzeitig jedoch schlafen sie so dicht beim WoMo, dass selbst vorsichtige Eltern sich nicht sorgen müssen. Und sollte nachts ein Sommergewitter losbrechen, ist der Nachwuchs auch mit wenigen Schritten wieder „daheim“.

2. Nivellierhilfen

Wohnanhänger müssen, um campingbereit zu sein, an allen vier Ecken mit Stützen gesichert werden. Da diese unabhängig voneinander höhenverstellbar sind, ist so automatisch gewährleistet, dass das Mobilheim immer „im Lot“ liegt – selbst wenn das Nivellieren zusätzliche Hilfsmittel benötigt, weil die Stützen allein nur halten, nicht jedoch anheben können – dazu sind sie zu schwach. Anders sieht es bei Wohnmobilen aus. Diese sind ungleich schwerer und primär dafür ausgelegt, auf ihren vier (oder sechs) Rädern zu stehen.

Auch das kann zum Problem werden: Nicht jede Stellfläche ist buchstäblich „bretteben“. Und schon eine Neigung um nur sehr wenige Grad in eine Richtung kann das Bewohnen unkomfortabler werden lassen – beispielsweise, weil man im Bett in eine Richtung geneigt liegt.

Als Mindestmaß sollte dagegen eine der Anzahl der Räder entsprechende Menge an Auffahrkeilen mitreisen, dazu eine Wasserwaage. Allerdings sind die Keile zuvorderst nur die günstigste Lösung – das WoMo steht zwar in der Waage, wackelt aber dennoch, weil die Last auf den Fahrzeugfedern und Stoßdämpfern verbleibt.

Wer sich damit nicht anfreunden kann und einen festen Stand bevorzugt, sollte die Kosten nicht scheuen, die mit hydraulischen oder elektrischen Nivellierhilfen einhergehen. Diese kosten zwar mindestens einige hundert Euro, erlauben es jedoch, das Wohnmobil ins Lot zu bringen und dort ohne Bewegungen zu halten.

3. Anhängerkupplung

Ein Wohnmobil bietet einiges an Stauraum. Das Problem an dieser Urlaubsweise – im Vergleich mit Wohnanhängern – ist jedoch, dass typischerweise kaum eine alternative Mobilitätsform am Urlaubsort möglich ist; bestenfalls Fahrräder, wobei diese aber bereits einen Heckträger am WoMo benötigen, falls sie auf der Reise nicht ungesichert im Innenraum stehen sollen.

Angesichts dessen ist es deutlich besser, wenn das Wohnmobil etwas „an den Haken nehmen“ kann – durch eine Anhängerkupplung. Diese lässt sich nachrüsten, gegebenenfalls (und besonders interessant für Wohnmobil-Selberbauer) auch mit einer Rahmenverlängerung, wie sie bei Italia Camper24 angeboten wird.

Mit einer solchen Anhängerkupplung nebst passendem Trailer wird sehr vieles möglich:

  • Elektro-Kart,

  • Motorroller,

  • Fahrräder,

ja, sogar Kleinst-PKW im Stil eines Smart, Renault Twizy oder Honda E könnten auf entsprechenden Fahrzeuganhängern mitgenommen werden – sofern natürlich das Wohnmobil das Gewicht ziehen darf.

Und selbst wenn die Anhängerkupplung nicht der Mobilitäts-Optimierung am Urlaubsort dient, so kann sie immer noch dabei helfen, mehr Vorräte oder Urlaubs-Accessoires mitzunehmen – eine sinnvolle Beladung werden die meisten Camper schnell finden.

4. Große, gutgefüllte Werkzeugkiste

Vom Wasser- über den Stromanschluss bis hin zu sämtlichen Klappen sind die allermeisten Dinge an einem Wohnmobil für werkzeuglose Betätigung eingerichtet. Dennoch wäre es ziemlich sorglos, ohne eine üppige Werkzeugmenge jenseits des Radkreuzes in den Urlaub aufzubrechen. Einfach, weil es vom abgebrochenen Campingtischbein bis zum Wackelkontakt im Kabel der Satellitenschüssel unzählige Möglichkeiten für Reparaturen unterwegs gibt. Die können aber natürlich nur durchgeführt werden, wenn auch das passende Werkzeug mitreist.

Wir empfehlen eine anständig große Kiste aus Blech oder Kunststoff. Darin sollte sich ein zielgerichteter Grundstock an Tools befinden – der auch durchaus den Akkuschrauber umfassen darf und grundsätzlich immer eine Rolle Panzer- oder Gaffa-Tape beinhalten sollte. Sehr sinnvoll ist auch ein (gebrauchter) Klappspaten aus dem Armee-Shop. Er hilft nicht nur am Grill, sondern kann auch Holz spalten und bei starkem Regen notfalls um das Vorzelt herum einen Ablaufgraben für das Regenwasser ausheben. Apropos Vorzelt:

5. Richtiges Vorzelt

Bei vielen Wohnmobilen gehört ein ausfahrbares Vordach, welches an der Seite montiert ist, zur festen Grundausstattung. Doch selbst Besitzer solcher WoMos wie erst recht diejenigen, die einen Van in Eigenregie zum Urlaubsfahrzeug umbauen, sollten unbedingt darüber nachdenken, ein richtiges Vorzelt anzuschaffen. Das heißt, eines mit zumindest partiellen Seitenwänden, das aber auf Wunsch komplett geschlossen werden kann. Dazu mit Fenstern aus Folie sowie gegebenenfalls auch einem Boden.

Auch hier ist der Grund simpel: So komfortabel ein Wohnmobil auch sein mag, es ist nicht unbedingt ein Ort, an dem man sich mehrere Tage lang innen aufhalten möchte; dafür sind selbst große WoMos einfach etwas zu knapp bemessen. Ein simples Vordach jedoch schützt nur vor Sonne und Regen, letzteres nicht einmal sehr gut, sofern die Tropfen nicht genau senkrecht fallen, was bei Wind selten der Fall ist.

Gleichzeitig jedoch sitzen die Camper unter diesem minimalistischen Dach wie auf dem Präsentierteller. Abgesehen von der Stehseite des Wohnmobils gibt es von drei Seiten Einblicke. Und immer ist es nötig, abends Stühle und Co. zu verstauen, um sie vor Langfingern und Wetterkapriolen zu schützen.

Ein richtiges Vorzelt bietet deutlich mehr Schutz. Sowohl gegen das Wetter wie Einblicke und bis zu einem gewissen Grad auch Langfinger – zumindest aber verhindert es in geschlossenem Zustand Gelegenheitsdiebstähle. Auf diese Weise wird der Wohnraum deutlich vergrößert. Je nach Zelt-Abmessungen sogar verdoppelt. Und selbst bei wirklich schlechtem Wetter ist es nicht nötig, sich mit der ganzen Familie ins Wohnmobil zurückzuziehen. Für die Entspannung kann das Wunder wirken.

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