Egal, ob Sommer oder Winter: Island ist immer eine Reise wert

Autofahren in Island: Diese Aspekte sind wichtig

Egal, ob Sommer oder Winter: Island ist immer eine Reise wert: Autofahren in Island: Diese Aspekte sind wichtig
Erstellt am 16. Januar 2020

Island zu bereisen, ist für viele Menschen ein ganz besonderes Abenteuer. Nur die wenigsten von ihnen möchten ausschließlich Reykjavík sehen und planen stattdessen Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten entlang der Insel oder gar eine ganze Umrundung. Am Steuer eines Mietwagens sind Urlauber frei in ihrer Planung, sollten sich jedoch vorab genau mit den isländischen Regeln im Straßenverkehr und sonstigen Herausforderungen befassen. Unachtsamkeit kann sonst teuer oder gar gefährlich werden.

Licht und Geschwindigkeit: Vorsicht Strafe!

Eine der wichtigsten Verkehrsregeln, die Fahrer in Island schon ab der ersten Sekunde berücksichtigen müssen, ist die Pflicht, stets das Tagfahrlicht zu nutzen. Dies dient vor allem zum Schutz, denn bei widriger und wechselhafter Witterung kann ein Auto ohne Licht leicht übersehen werden. In den meisten Fällen sind buchbare Mietwagen in Island bereits korrekt voreingestellt. Somit geht beim Einschalten der Zündung auch gleich das Licht an. Hierauf verlassen sollten sich Reisende allerdings nicht. Besser ist es, die Einstellung vor dem Start selbst zu überprüfen.

Sehr kostspielig werden kann es bei einem Urlaub mit Mietwagen, wenn sich Fahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. In Island gelten recht niedrige Tempolimits, sodass in Ortschaften 50 und außerhalb zwischen 80 und 90 km/h erlaubt sind. Straßenschilder machen auf Blitzer in der Nähe aufmerksam. Wer dennoch erwischt wird, bekommt unter Umständen das teuerste Erinnerungsfoto des gesamten Urlaubs. Geschwindigkeitsverstöße können nämlich schnell zu empfindlichen Strafen in dreistelliger Höhe führen.

Extra-Tipp: Wer bereits auf Licht und Geschwindigkeit achtet, sollte auch die isländische Gurtpflicht nicht ignorieren. Bei Missachtung können sonst etwa 75 Euro Strafe fällig werden.

Das Wetter: Nicht immer berechenbar

Ganz egal, ob Sommer oder Winter: Island-Reisende sollten sich niemals auf stabile Witterungsbedingungen einstellen und mit Wechselhaftigkeit rechnen. Regen und Sturm sind während der wärmeren Saison keine Seltenheit. Wer auf weniger befestigten Straßen unterwegs ist, sollte daher unbedingt vorab den Wetterbericht studieren und in Erfahrung bringen, ob bestimmte Routen sicher befahren werden können. Bei Sturm können Steinchen und Sand mitgerissen werden und unschöne Schäden am PKW hinterlassen.

Unter road.is informieren Experten über die aktuelle Lage in verschiedenen Regionen. Es lohnt sich, die Bedingungen genau zu prüfen und gegebenenfalls an Tankstellen oder Hütten um Tipps hinsichtlich der Situation zu bitten. Finden sich auf Straßenschildern Hinweise bezüglich starker Winde, so sollten Fahrer dies stets ernst nehmen und sich nicht auf unsicheres Terrain begeben.

Straßenbedingungen: Von asphaltiert bis wild

Auf der isländischen Ringstraße, die bei Touristen äußerst beliebt ist, fällt das Autofahren in frostfreien Zeiten vergleichsweise leicht. Sie ist asphaltiert und eignet sich deshalb auch für kleinere Mietwagen ohne Allradantrieb. Abseits der Ringstraße aber können Straßen schnell ganz anders aussehen.

Dann werden Reisende mit Schotterpisten und unbefestigten Wegen konfrontiert, die mit größter Aufmerksamkeit befahren werden sollten. Bestimmte Routen in das isländische Hochland dürfen nicht ohne Allradantrieb genutzt werden, da das Risiko für Unfälle oder auch festgefahrene Wagen zu groß ist. 

Wenn es um tierische Begegnungen geht, sollten Urlauber überall auf den Straßen Vorsicht walten lassen. Wer schon einmal einen Wildunfall hatte, weiß um die Ärgernisse und Probleme, die das nach sich ziehen kann. In Island sind Pferde, Schafe und auch Rentiere unterwegs und können die Fahrbahn unerwartet überqueren. Prinzipiell haben Vierbeiner im Reiseland „Vorfahrt“. Wird die Straße von einem Gatter unterbrochen, so darf dieses geöffnet werden, um hindurchzufahren. Direkt danach muss das Törchen wieder geschlossen werden, denn hinter dem Zaun sind Schafherden zu finden, die das sichere Areal nicht verlassen sollen.

Besondere Verkehrsregeln

Schafe, Tagfahrlicht, Gurtpflicht und Blitzer – gut vorbereitete Urlauber kommen im isländischen Straßenverkehr gut zurecht. Voraussetzung dafür ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur. Dabei gilt: das Offroadfahren ist strengstens verboten! So wild und unzähmbar die Natur wirkt, so zerbrechlich ist ihr Gleichgewicht. Deswegen erwarten Verkehrssünder in diesem Bereich empfindlich hohe Strafen.

Ebenfalls Vorsicht ist bei Brücken und Tunneln angebracht. Hier haben es sich die Isländer vergleichsweise leicht gemacht und es gilt in beiden Fällen: wer zuerst kommt, fährt zuerst. An einspurigen Tunneln (Einbreið Göng) und einspurigen Brücken (Einbreið Brú) sollten Autofahrer das Tempo drosseln und genau hinsehen, wer zuerst fahren darf.

In Kreisverkehren unterscheiden sich die isländischen Verkehrsregeln nicht von denen hierzulande: Fahrzeuge innerhalb des Kreises haben Vorfahrt; wer ihn verlassen möchte, muss blinken. Zweispurige Kreisverkehre, wie sie beispielsweise in der Hauptstadt zu finden sind, verfügen über eine Sonderregelung. Autos auf der inneren Spur haben Vorrang. Wer von ganz innen nach außen fahren möchte, um den Kreisverkehr zu verlassen, muss von anderen Verkehrsteilnehmern durchgelassen werden.

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