Autowerkstatt inside: Veränderungen durch E-Fahrzeuge

Mit dem Strom schwimmen: Werkstätten und Reifenfachhändler müssen sich umstellen

Autowerkstatt inside: Veränderungen durch E-Fahrzeuge: Mit dem Strom schwimmen: Werkstätten und Reifenfachhändler müssen sich umstellen
Erstellt am 4. August 2020

Elektromobilität gewinnt für Kfz-Werkstätten zunehmend an Bedeutung: Betriebe müssen sich vor allem auf neue Gegebenheiten rund um das Thema Wartungen einstellen – die neuen Modelle erhalten keinen Ölwechsel, keine Batterie im klassischen Sinne und auch ein Zündkerzenwechsel entfällt. Gleichzeitig bietet die neue Technologie aber auch die Chance, eine neue Zielgruppe zu erreichen.

Im Verhältnis zu konventionellen Fahrzeugen ist die Auswahl an E-Fahrzeugen noch gering – das gilt auch für den Reifenmarkt. Große Hersteller entwickeln jedoch zunehmend geeignete Reifenmodelle für das wachsende Segment. Um die Kundschaft optimal bedienen zu können, sollten sich Kfz-Betriebe daher künftig vermehrt auch im Segment der E-Fahrzeuge aufstellen. Denn für Betriebe ergeben sich dabei neue Herausforderungen – vor allem in den Serviceprozessen: Wartungen und Reparaturen werden durch weniger Bauteile reduziert, andere Services kommen hinzu. Diese Veränderungen zeigen sich auch in der Infrastruktur der Werkstätten, spezielle bauliche Voraussetzungen müssen geschaffen werden – zusätzlich ist eine Zertifizierung zum Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge erforderlich. Übrigens: Auch die Mitarbeiter benötigen eine spezielle Qualifikation – den sogenannten Hochvoltschein – bereits für einen Reifenwechsel.

Richtig Gummi geben beim E-Auto

Der Reifenwechsel bei E-Fahrzeugen sowie die Reifen und deren Eigenschaften erleben derzeit einen Wandel. Zum einen werden an bestimmten E-Fahrzeugtypen sehr schmale Reifen genutzt, die durch einen geringen Luftwiderstand und wenig Abrieb für energieeffizientes Fahren sorgen. Zum anderen gibt es E-Fahrzeuge, die im Vergleich sehr breite Reifen vorweisen. Beide Reifentypen zeigen die große Bandbreite des Fahrens: Optimaler Energieverbrauch oder eine maximierte Performance. Ob schmal oder breit, beide Varianten kommen um einen Aspekt nicht herum – eine hohe Tragfähigkeit – E-Fahrzeuge wiegen durch den Akku einfach mehr, daher muss der Reifen robust sein. Für welchen Reifentyp sich der Fahrer entscheidet, hängt von den eigenen Wünschen und dem Fahrverhalten ab. „Grundsätzlich kann jeder E-Auto-Reifen auch für einen Verbrenner genutzt werden. Aber besonders das Thema Reichweite spielt bei E-Fahrzeugen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund sind vor allem Reifen der Labelklasse A mit einem geringen Rollwiderstand und sehr guten Nassbremseigenschaften beliebt", weiß Thorsten Orbach, Leiter B2B bei Autoreifenonline.de zu berichten. (Newsquelle: Delticom AG, Bilder: Daimler AG)

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