Wenn am Morgen der Turbo-Gockel kräht: Dann wird es höchste Zeit für einen ordentlichen Schluss Leistung, Ladedruck, Drehmoment und jede Menge Fahrspaß.
Ist das alles, dann noch so perfekt verpackt wie im Golf 2 von Phillipp Zeltwanger, dann steht einem gepflegten Sonntagsausflug auf der linken Spur der Autobahn nichts mehr im Wege.
Jedoch war das neue Leistungspotenzial des Golf für Phillipp erst einmal zweitranging. An erster Stelle stand nämlich die Suche nach einem passenden Golf der das Leitungsupdate auch würdig war. Besonders berauschend ist die Auswahl an erhaltenswerten Mk2 nämlich nicht mehr.
90er Jahre Tuning Nein Danke!
Zu viele Mk2 fielen in den 90er Jahren wilden Tuning-Orgien zum Opfer. Auf gezogene Radläufe, gecleante Heckbleche und verschlossene Heckklappen hatte der 24jährige nämlich so gar keinen Bock. Im Jahr 2010 aber entdeckte Peter ihn, seinen neuen Golf 2.
Dabei hatte er direkt dreifaches Glück. Zum einen hatte der Zweier gerade einmal 68.000 Kilometer auf dem Tacho, zum anderen befand sich der komplette Wagen im Originalzustand und zu guter Letzt war es einer der begehrten Golf 2 GTI 16V.
Das Original sollte ein Original bleiben
In Sachen Optik durfte alles so bleiben wie es seit 1990, dem Baujahr des Golf, war. Die Doppelscheinwerfer sind an diesem Golf ebenso zu finden wie der rot umrandete Kühlergrill und die Radlaufverbreiterung. Ja selbst die rot-orangen Rückleuchten sind noch an Bord.
Neu gemacht wurde lediglich der schwarze Aufkleber auf der Heckklappe der die Heckscheibe umrandet.
Über 400 PS mussten her
Nach einer kräftigen Politur sah die tornadorote Unilackierung aus wie am ersten Tag. Nun konnte es ans Feintuning gehen. Von Anfang an war Mehrleistung um die 400 PS angesagt. Allerdings sollten der 16V ein 16V bleiben. An einem Turbolader führte also kein Weg vorbei.
Doch statt selbst tätig zu werden vertraute Phillipp auf Leute die sich damit bestens auskennen. So wurde der Zweier zum Turbo-Gockel gefahren, der sich um den kompletten Antriebsstrang kümmerte. Zusätzlich zum Golf karrte Peter einen 3er 16V Motor mit Kennbuchstaben ABF nach Seckach in den Hühnerstall der als Teilespender diente.
Vom Sauger zum Turbo
Der alte PL Motorblock wurde hier mit Mahle-Kolben, verstärkten Lagerschalen und Stahlpleuel bestückt. Der Hubraum wuchs dabei auf 1.9 Liter an. Der Zweiliterkopf bekam eine kurze Ansaugbrücke sowie einen Stossaufladungkrümmer aus dem Gockel-Regal. Daran angeflanscht ist ein üppig dimensionierter GT 30 Lader, der für eine zukünftige Leistungssteigerung gut ist. Die Ladeluft wird von einem Rallye-Golf Ladeluftkühler gekühlt.
Für die Kraftübertragung kommt das originale Golf 3 16V Getriebe zum Einsatz. Die Verbindung zum 16V-Turbomotor stellt eine Sachs Sportkupplung her. Doch auch auf die Abgasanlage wurde beim Turbo-Gockel geachtet. Eine 76er Edelstahlanlage leitet die heiße Verbrennungsluft über ein schickes S-Rohr im Schrick-Design ins Freie.
Leistung und Optik passen zusammen
Nach einigen Test- und Einstellfahrten bringt es der sauber abgestimmte Turbomotor nun auf gut 450 PS. Eine Leistung mit der das Serienfahrwerk schlicht und einfach überfordert war. Zudem durfte es deutlich mehr Bodennähe für den Zweier sein.
Phillipp vertraut dabei auf ein KW Gewindefahrwerk in der gepfeffert.com Version. Andreas Pfeffers Spezialkonstruktion sorgt nicht nur für mehr Grip an der Vorderachse sondern auch für beachtliche 100 Millimeter Tiefgang.
Doch es gab noch weitere Updates. So steht der Golf nun auf originalen 17 Zoll BBS LeMans Felgen. Der golden lackierte Stern, passt dabei perfekt zum Performance-Look des Zweiers. Wer ganz genau hinsieht entdeckt auch das Update in Sachen Bremsanlage.
An Peters Zweier drehen sich originale BBS-Felgen
Phillipps Golf geht heute mit Wilwood Bremssätteln in die Eisen. Wobei die Eisen also die Bremsscheiben vom Seat Ibiza Cupra stammen. Mit 305 Millimeter Durchmesser bringen diese Scheiben einen 4er Lochkreis mit, so dass die originalen 16V Achsen erhalten bleiben konnten.
Im Innenraum setzt Phillipp ebenfalls auf Originalität. Doch die Seriensitze wurden hier einfach an die Luft gesetzt. Dafür nimmt man nun auf Recaro-Hockern platz die ursprünglich im Golf Edition One zu finden waren. Mit dem 16V Schriftzug auf den vorderen Kopfstützen aber passt das sportliche Gestühl auch perfekt in diesen ganz besonderen Golf 2 16V Turbo.
Euch gefällt dieser Bericht? Weitersagen!
Suchfunktion nutzen und noch mehr Golf 2 Artikel finden!
Wer noch mehr will, ist auf VAU-MAX.de genau richtig.
Nutzt doch einfach mal unsere Suchfunktion auf der rechten Seite.
Gebt dort den Begriff, ein Schlagwort (z.B. Golf 2 oder 16V Turbo) nach was Ihr sucht ein, und Ihr werdet überrascht sein, was es zu diesem Thema schon alles auf VAU-MAX.de gibt.
Auf diese Art lassen sich alle Geschichten sekundenschnell wieder finden.
Noch mehr Golf 2 Bilder findet Ihr in der Galerie!
VAU-MAX kompakt
Fahrzeugtyp: VW Golf 2 16V
Baujahr: 1990
Motor: Serienmotor: 16V Kennbuchstabe PL, Umbau Golf 3 16V Motor Kennbuchstabe ABF, PL Motorblock mit Hubraumerweiterung auf 1,9 Liter, Umbau auf Turbolader GT30, Rallye Golf Ladeluftkühler, Stossaufladungskrümmer, Mahle Kolben, Stahlpleuel, 76er Abgasanlage mit S-Endrohr in Edelstahl
Getriebe: Sachs Sportkupplung, Golf 3 16V Getriebe
Fahrwerk: gekürztes gepfeffert.com KW Gewindefahrwerk Variante 2, ca. 100mm Tieferlegung
Bremsen: Umbau auf Wilwood Bremssättel mit Seat Ibiza Cupra Bremsscheiben mit 305mm Durchmesser
Räder: originale BBS LeMans Felgen in 7,5x17 ET40, Felgenstern golden lackiert, Felgenbetten poliert
Reifen: Nankang in 185/35 R17 rundum
Karosserie: Serie Golf 2 GTI 16V
Innenraum: BBS Sportlenkrad, Recaro Sportsitze vom Edition One, Colorverglasung, originale Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole, Digitalanzeige für Ladedruck und Abgastemperatur
ICE: VW Gamma 2 Radio
Dank an: Turbo Gockel, Thomas Müller, Andreas Pfeffer
2 Kommentare
Jetta-TobZ
11. Oktober 2012 12:11 (vor über 12 Jahren)
Www.VW-Skoda.de
11. Oktober 2012 10:49 (vor über 12 Jahren)
Schreibe einen Kommentar