Vorsicht, scharf

Kantiger Seat Leon ST Cupra mit Tiefgang

Vorsicht, scharf: Kantiger Seat Leon ST Cupra mit Tiefgang
Erstellt am 28. November 2019

Der Seat Leon ist kein Kind von Traurigkeit. Mit seiner rasiermesserscharfen Linienführung und kantigen Formensprache gaben ihm die Designer ein Outfit auf den Weg, das nach Waffenschein schreit. Legt man so ein Auto brachial auf den Boden, steigt die Stimulation fürs Auge mit jedem Zentimeter der Tieferlegung. Und wenn dann noch die Leistung unter der Haube stimmt, ist das Glücksgefühl mit Geld kaum aufzuwiegen. Für alles andere gibt es schließlich Mastercard, oder?

Mal was Neues: Seat lieferte den kantigen Kombi mit angenehmer Leistungsausbeute

Als Martin Eichler den „Drang nach Neuem“ verspürte, begab er sich nicht etwa in den örtlichen Handyshop und angelte sich das neueste iPhone ohne Vertrag. Er besuchte ebenso wenig den Elektronikmarkt und spazierte auch nicht mit dem aktuellsten Flachbild-TV zur Kasse. Vielmehr setzte er sich mit der Aufpreisliste von SEAT auseinander und bestellte sich einen Leon ST als Cupra 290.

Martin konnte es kaum erwarten, dass der furiose Spanier endlich geliefert wurde. Nicht um ihn zu fahren, sondern um den Wagen einer Umbauprozedur zu unterziehen, die im Grunde genommen bis heute anhält.

Doping für den Spanier

28 Bilder Fotostrecke | Vorsicht, scharf: Kantiger Seat Leon ST Cupra mit Tiefgang #01 #02 Mit seinen serienmäßigen 290 Pferdestärken sorgt der scharfe SEAT bereits für ordentlich Spaß auf der Autobahn. Mit 426 PS legt der Spaßfaktor nochmals ordentlich zu, wie man unschwer erahnen kann. Mit einem großen Umbaupaket an Turbo, Ansaugung und Software plus Downpipe erstarkte der Vierzylinder, als hätte man ihm Steroide ins Müsli gemischt. Neben dem gesteigerten Klang entwickelte sich auch die Optik weiter. Glanzschwarz lackiert und piekfein herausgeputzt präsentiert sich der Motorraum nach der Kur, so dass man glatt über eine gläserne Motorhaube nachdenken möchte.

Ein Löwe mit Krallen von O.Z.

„Stramme Waden“ beweist der SEAT auch in Sachen Fahrwerk. Ein Bilstein Performance Airride (von Null Bar) mit Airlift 3P-Steuerung spielt „Räder versenken“. An den Achsen montierte Martin O.Z. Ultraleggera HLT, die in der Farbe Bahia Beige vom Audi Q7 lackiert wurden. Aufgrund des Lochkreises von 5x114,3 kamen Versatzschrauben zum Einsatz um die Rundlinge in 8,5x20 ET40 an die Achsen des Löwen zu adaptieren. Die Kotflügelkanten wurden ganz leicht angelegt, um ausreichend Platz zu den 225/30er Hankook-Reifen zu bekommen. Uniball-Sturzdomlager an der Vorderachse erledigen den Rest.

Glänzend schwarze Details konstrastieren mit der grauen Außenhaut

Äußerlich gibt sich der Kombi zurückhaltend. Mit gecleanter Front und glatter Heckansicht glänzen die lackierten Gitter mit den teilfolierten Details um die Wette. Eine Rieger-Frontlippe und ein passender Heckdiffusor runden das Paket ab. Die Kennzeichen werden dank des Werk2-MagSign-Befestigungssystems per Magnetkraft festgehalten und sind auf Treffen und bei Fotoshootings im Nu wieder entfernt.

Kleine Extras erhalten die Freundschaft

In „glänzender Verfassung“ präsentiert sich auch der Innenraum, dem Martin einige extra lackierte Flächen und Verkleidungen spendiert hat. Darunter sind auch die Rückseiten der Schalensitze. Die Beifahrer-Sonnenblende tauschte er gegen ein Modell aus England (ohne Airbag-Hinweis, da es sich hier um die Fahrer-Blende handelt) und der rahmenlose Innenspiegel hängt normalerweise an der Windschutzscheibe eines Golf 7 R. Der Navibildschirm stammt vom Facelift-Modell und damit der Klang des Soundsystems samt Audi-A3-Subwoofer optimal rüberkommt, wurden Türen und Türverkleidungen gedämmt.

Die unendliche Geschichte

Martins Seat ist ein dezenter Hingucker mit kraftvoll pochendem Turbo-Herz geworden. Und da es sich bei dem Projekt gewissermaßen um eine „Dauerbaustelle“ handelt, dürfen wir schon einmal gespannt sein, womit er uns in der kommenden Saison überraschen wird.

Technische Daten

Fahrzeugtyp: Seat Leon ST Cupra 290

Baujahr: 2016

Motor: 2,0 TSI, HJS Downpipe, HG Stage 2, Schubumluftventil, Motorsport Ansaugung, Turboinlet, Turbooutlet, Software durch RMT Tuning, Verkleidungen glanzschwarz lackiert, rote Silikonschläuche, Golf GTI Abdeckung, 426 PS

Auspuff: HJS Downpipe

Getriebe: Serie, 6-Gang

Räder: O.Z. Ultraleggera HLT, 8,5x20 ET40, in Bahia Beige vom Audi Q7 lackiert, LK 5x114,3 mit Versatzschrauben

Reifen: rundum Hankook Evo S1 in 225/30 R20

Bremsen: 370mm Brembo 4-Kolben-Bremsanlage

Fahrwerk: Bilstein Performance Airride mit Airlift 3P-Steuerung

Karosserie: Kotflügelkanten bearbeitet, Rieger Frontspoiler und Heckdiffusor, Werk 2 MagSign, diverse Karosserieteile in glanzschwarz lackiert, Front clean, Heckblende clean, Heckwischer gecleant

Innenraum: diverse Verkleidungsteile und Sitzabdeckungen in Glanzschwarz lackiert, Innenspiegel vom Golf 7 R, Türfächer beleuchtet, Fußraumbeleuchtung hinten, UK-Sonnenblende, Türen und Verkleidungen gedämmt

ICE: Seat Leon Facelift Navi, Seat Soundsystem, Audi A3 Subwoofer

Dank an: Thomas Krause, Freundin Nadine

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