Mit dem Porsche 944 von Joel Voldrich geht es eindeutig abwärts. Geschuldet ist der “Niedergang“ des angehenden Klassikers aber nicht etwa dem Zahn der Zeit oder nachlässiger Pflege, sondern - ganz im Gegenteil - der besonderen Hingabe, mit welcher der 23jährige seinen automobilen Sportler zum Hingucker veredelte. Denn mittels des nachgerüsteten Airrides setzt der topfitte 944er zu neuen Höhenflügen an.
Die Mischung macht's
Ungewöhnlich ist die Kombination eines Porsche 944 mit einem Luftfahrwerk allemal. „Aber genau dies war es, was mich seinerzeit an diesem Technik-Update so reizte“, erläutert Joel seine Motive für den Umbau. „Denn ich wollte einen Wagen, den es so in Deutschland bis dato noch nicht zu sehen gab.“
Joel macht mit TA-Technix gemeinsame Sache
Dieses Ziel dürfte Joel mit Sicherheit erreicht haben. Dabei unterstützten ihn die Fahrwerks-Profis von TA-Technix, welche eigens für Joels Porsche-Projekt einen entsprechenden Prototypen fertigten. „Der Einbau klappte ohne Schwierigkeiten“, merkt der Porsche-Fan und ergänzt: „Und im Verkehrsalltag erweist sich das Airride ebenfalls als völlig problemlos.“
Alle (Be-)Achtung für den Porsche 944!
Damit hat es sich allerdings auch schon mit der “Unauffälligkeit“ dieses noch im ehemaligen Neckarsulmer NSU-Werk gefertigten Porsche 944 des Baujahres 1986.
Denn absolut bemerkenswert sind natürlich die Reaktionen, die Joels “attraktiefer Straßenfeger“ erntet. Schließlich bekommt man einen 944er mit diesem Set-Up nicht alle Tage zu Gesicht.
Heute heiß begehrt: der Porsche 944
Ganz generell übrigens hat die 944-Modellreihe eine – mittlerweile ja auch beständig wachsende – Wertschätzung verdient. Ein Erfolgsmodell war der Fronttriebler 944 mit Blick auf die seinerzeitigen Verkaufszahlen zwar schon immer, aber viele Porsche-Puristen und Heckmotor-Enthusiasten taten sich schwer, die Modelle 924 und 944 als legitime Mitglieder der Porsche-Familie anzuerkennen.
Ein echter Porsche
Mochte die in der Porsche-Gemeinde gehegten Dünkel beim Vorgänger Porsche 924 aufgrund der verbauten Audi-Technik noch durchaus begründbar sein, handelt es sich beim Vierzylinder des Porsche 944 jedoch um einen echten wenn auch zurechtgestutzten Porsche-Treibsatz – genaugenommen um die rechte Zylinderbank des 928-V8.
Und anders als der noch ziemlich brav modellierte 924 lässt der deutlich dynamischer auftrumpfende 944 auch optisch die Muskeln selbstbewusst spielen.
Full House
Die nochmals zusätzlich geweiteten Backen des 944ers bieten dem satt in die Gehäuse eintauchenden Räderwerk genügend Platz.
Apropos Räderwerk: Hier finden mattschwarz beschichtete Speedline-“Mistral“-Felgen (8,5 x 18 vorne und 9,5 x 18 hinten) und 215/35er bzw. 225/35er Kumho-Pneus zusammen.
Frischer Lack und klassischer Look
Die Karosserie blieb bis auf die vergrößerten Gehäuse unverändert. „Hier sah ich auch keinerlei Veranlassung für weitere Modifikationen“, erläutert Joel. „Denn die originale Linienführung und die imageträchtige Ausstrahlung des Porsche 944 gefallen mir sehr.“ Der guten Ordnung halber sei jedoch die Neulackierung im originalen Surinam-Metallic erwähnt, dank derer sich der Porsche in fast neuwertigem Glanz präsentieren kann.
Sport an Bord
In tadellosem Zustand findet man auch das Interieur vor. Glücklicherweise profitiert Joels Porsche von der Modellpflege des Jahres 1985. Zuvor war der Porsche 944 noch mit dem – im typischen Stil der Siebziger Jahre gehaltenen - Armaturenträger seines Vorgängers ausgestattet worden.
Von dessen Klobigkeit befreit, fügt sich das deutlich moderner konzipierte Cockpit gefällig in die Kabine ein. Ein Wiechers-Bügel und das geschüsselte Luisi-Lenkrad erfüllen den Innenraum mit zusätzlichem Sportsgeist.
22 Bilder Fotostrecke | Die totale Erniedrigung: 86er Porsche 944/II ist tief gesunken
Technische Daten
Fahrzeugtyp: Porsche 944/II
Baujahr: 1986
Motor: Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum: 2479 ccm, Leistung: 150 PS
Auspuff: Original Abgasanlage mit nachgerüstetem 76-mm-Endrohr
Getriebe: Fünfgang-Schaltgetriebe
Fahrwerk: TA-Technix-Luftfahrwerk
Räder: Speedline “Mistral“, 8,5 x 18 vorne und 9,5 x 18 hinten
Reifen: Kumho “Ecsta“, 215/35-18 vorne und 225/35-18 hinten
Bremsen: Original Scheibenbremsanlage
Karosserie: Radhäuser geweitet, Neulackierung in Surinam-Metallic (LA3Y)
Innenraum: Luisi-Lenkrad (geschüsselt), Wiechers-Bügel
Dank an: TA-Technix
2 Kommentare
Trimode
10. November 2019 13:52 (vor über 5 Jahren)
Www.VW-Skoda.de
8. November 2019 08:18 (vor über 5 Jahren)
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