"Air"-Cool Cruising

1967er VW Käfer mit dezentem Tiefgang geschmackvoll veredelt

"Air"-Cool Cruising: 1967er VW Käfer mit dezentem Tiefgang geschmackvoll veredelt
Erstellt am 19. November 2020

Michael Rusok setzt auf Transparenz. Das bringt viele Vorteile, wenn man so ein schönes Auto sein Eigen nennen kann, wie der KFZ-Mechaniker aus dem bayerischen Tegernheim. Ohne die glasklaren Scheiben seines 1967er Export-Käfers würde man nämlich vom gelungenen und sauberen Interieur des Wagens nicht so viel zu Gesicht bekommen.

Inspiriert und infiziert: Kumpel Mike steckte Michael mit dem Käfer-Virus an

Der 39-Jährige machte sich vor langer Zeit auf die Suche nach einer entsprechend alten Käfer-Basis für sein Projekt. Durch seinen Freund Mike Andonovski war er inspiriert worden und wollte jetzt unbedingt selbst Hand anlegen. Fündig geworden ist er im benachbarten Österreich, wo der den „Krabbler“ kaufte und zu sich nach Hause holte. Das war 2009.

Shapes of Clay: Die Käfer-Karosse wirkt wie aus Ton geformt

Seitdem hat Michael immer wieder Hand an dem knuffigen Käfer angelegt und ihm zu der Bestform verholfen, in der das Auto heute anzutreffen ist. Die angeschraubten Plaketten von erreichten Reisezielen am Großglockner mussten ebenso weichen wie die daraus resultierenden Löcher. Da der Unterboden bereits renoviert worden war, gab es an dieser Baustelle keinen Handlungsbedarf mehr, dafür aber im Innenraum:

Da lacht das Polstererherz: Hellbeiges Leder mit roten Kedern sorgt für einen luftigen Innen(t)raum

39 Bilder Fotostrecke | Cool Cruising: 1967er VW Käfer mit dezentem Tiefgang geschmackvoll veredelt #01 #02 Wenn man einen Blick durch die Verglasung riskiert, fallen die beigefarbenen, ja fast schon weiß wirkenden Sitze auf. Das alte Kunstleder flog in hohem Bogen raus, die Sitzmöbel wurden aufgepolstert, neu mit Leder bezogen und mit dunkelroten Kedern versehen. Zahllose Details erfreuen das Auge des Betrachters: Nähte an den Türverkleidungen, Haltegriffe und Dachhimmel, verchromte Türöffner und die Eigenbau-Hutablage fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Blendwerk: Die eigentliche Soundzentrale funkt mit Bluetooth und versteckt sich im Handschuhfach

Das originale Radio funktioniert zwar, dient aber lediglich der historischen Optik. Das aktuelle Gegenstück versteckt sich im Handschuhfach und verfügt auch über Bluetooth.

Hat den Dreh raus: Mit etwas Einstellungsarbeit schnüffelt der Krabbler jetzt deutlich näher am Asphalt

Etwas Tiefgang tut jedem Käfer gut, befand Michael und verbaute eine verstellbare Vorderachse mit Tieferlegungs-Achsschenkeln. Hinzu kamen kürzere Koni-Dämpfer. Zusätzlich wurden die Drehstäbe hinten verstellt. Die vorderen Kotflügel wurden gegen breitere GFK-Teile getauscht. Unter ihnen verstecken sich 5,5 x 15 Zoll große Stahlfelgen mit 165/65er Bereifung, an der Hinterachse kommen umgeschweißte 7 x 15-Zoll-Stahlfelgen mit 185/60er Reifen zum Einsatz.

Wake me up: Das coole Wakeboard fährt dank  selbstgebauter Heck-Halterung mit

Der originale Farbton „Königsrot“ blieb der Karosserie erhalten. Einen cleveren Akzent setzen die beige lackierten Seiten, die das dezente Thema sowohl an den Felgen als auch im hellen Innenraum aufgreifen und fortführen. Nach der Teilzerlegung des Motorraums konnte Michael auch hier ein wenig aufräumen und Verschönerungsarbeiten durchführen. Der 1500er Boxermotor mit 44 PS darf sich weiterhin um die Fortbewegung kümmern. Zur optischen Abrundung erhielt der Käfer eine selbstgebaute Halterung für Michaels Wakeboard, das passend in den Wagenfarben lackiert wurde.

Technische Daten:

Fahrzeugtyp: VW Käfer

Baujahr: 1967

Motor: 1500er Boxermotor, 44 PS, Motorraum lackiert und verfeinert

Auspuff: Serie, Monza-Endrohre

Getriebe: Serie

Räder: 15-Zoll-Stahlfelgen, vorne in 5,5 Zoll Breite, hinten umgeschweißt auf 7 Zoll Breite

Reifen: Barum, vorne in 165/65, hinten in 185/60 R15

Bremsen: ATE Scheiben vorne, Trommeln hinten

Fahrwerk: gekürzte, härteverstellbare Koni-Dämpfer, verstellbare Vorderachse mit Tieferlegungs-Achsschenkeln, Drehstäbe hinten verstellt

Karosserie: umgebaut auf Hella-Scheinwerfer, 12V-Technik, rote Hella-Rückleuchten, Motorhaube gecleant, um 2,5cm verbreiterte GFK-Kotflügel vorn, Wakeboard mit selbstgebauter Halterung am Heck, Gummis und Chromteile getauscht, Ausstellfenster, Teillackierung in königsrot und beige

Innenraum: Sitze neu aufgepolstert und mit beigem Leder bezogen, rote Keder, Dachhimmel und Haltegriffe in beige geledert, Eigenbau-Hutablage, Sisal Fuß- und Kofferraummatten mit geketteltem Rand, Schlösser verchromt, Lautsprecher-Abdeckungen ausgestochen

ICE: originales Radio, verstecktes Bluetooth-Radio im Handschuhfach

Dank an: Mike Kondziak, Mike Andonovski, Ehefrau Sabine

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