Wo ein Porsche Cayenne ist, da folgt auch das Coupé. Seit der dritten Generation des SUVs, genauer seit 2019, gehört das zur Modellpolitik der Zuffenhausener wie das Lenkrad ans Auto. Was beim Verbrenner die Kassen klingeln lässt, behält man beim Stromer bei. Schließlich laufen die Geschäfte bei Porsche gerade nicht besonders rund, und die schwäbischen Produktstrategen wollen das zügig ändern. Das Cayenne Coupé Electric kommt deshalb im Sommer 2026 auf den Markt.
Dabei ist das Coupé kein Cayenne Electric mit schrägerem Dach. Ab der A-Säule ist der Wagen ein eigenständiges Modell. Das beginnt schon bei der Windschutzscheibe. Der cW-Wert sinkt von 0,25 beim SUV auf 0,23 beim Coupé, was sich direkt auf die Reichweite auswirkt. Je nach Variante sind bis zu 18 Kilometer mehr drin, maximal 669 Kilometer nach WLTP. Das Coupé ist genauso lang und breit wie das reguläre Modell, aber 24 Millimeter flacher. Die Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen bleibt erhalten, ebenso der 90-Liter-Frunk. Hinten sitzt man trotz abfallender Dachlinie ordentlich mit ausreichend Kopffreiheit. Beim Kofferraum macht sich die Linie bemerkbarer: 534 bis 1.347 Liter fasst das Heck des Coupés, der Cayenne Electric bietet mit 781 bis 1.588 Liter deutlich mehr.
Beim Start ins Modelljahr bringt Porsche gleich drei Varianten an den Start, während der normale Cayenne Electric zunächst nur als Basis und Turbo startete und die S-Version erst im März 2026 nachgereicht wurde. Das Einstiegsmodell, das Cayenne Coupé Electric, leistet 300 kW / 408 PS, per Launch Control kurzzeitig 325 kW / 442 PS, und spurtet in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Der Cayenne S Coupé Electric legt mit 400 kW / 544 PS und 490 kW / 666 PS im Overboost nach, der Sprint dauert 3,8 Sekunden. An der Spitze steht der Cayenne Turbo Coupé Electric mit bis zu 850 kW / 1.156 PS im Overboost. Technisch teilt sich das Coupé alles mit dem SUV: die 113-kWh-Batterie, die 800-Volt-Architektur, Ladeleistungen von bis zu 390 kW, und die serienmäßige Luftfederung mit PASM. Unter optimalen Bedingungen lädt der Akku in unter 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Optional gibt es Hinterachslenkung und für die stärkeren Varianten Porsche Active Ride. Mehr zu den technischen Details findest du in der offiziellen Porsche-Pressedatenbank sowie in unserem Bericht zum Cayenne Electric SUV.
Zur umfangreicheren Serienausstattung im Vergleich zum Bruder zählen Panorama-Glasdach und das Sport-Chrono-Paket. Das hat seinen Preis: je nach Version sind es bis zu 3.900 Euro mehr als beim normalen Cayenne Electric. Das Basis-Coupé startet bei 109.000 Euro, das S Coupé bei 130.300 Euro, das Turbo Coupé bei 168.500 Euro. Wer es noch exklusiver mag, kann ein coupéspezifisches Leichtbau-Sport-Paket mit Carbon-Dach, speziellen 22-Zoll-Rädern und Performance-Reifen ordern.
Im Innenraum ändert sich bis auf die Platzverhältnisse wenig. Das Cockpit bleibt identisch mit dem Cayenne Electric: zentrales Flow Display als Touchscreen-Herzstück, dazu ein 14,25-Zoll-OLED-Kombiinstrument, ein optionales 14,9-Zoll-Beifahrerdisplay und ein Augmented-Reality-Head-up-Display mit 87 Zoll virtueller Bildgröße. Die Bedienung kombiniert klassische Schalter mit personalisierbaren Widgets auf dem Touchscreen und KI-gestützter Sprachsteuerung.
Der Elektro-Cayenne will an alte Stärken anknüpfen, doch im Vergleich mit BMW, Polestar und Lotus zeigt sich: Der Vorsprung von früher ist verschwunden.
Porsche Cayenne Electric: Teuer, stark – aber nicht mehr die Nummer 1
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