Volkswagen ID.3 Neo: Mehr als nur ein Facelift – so fühlt sich die neue Generation wirklich an. Mit dem ID.3 hat Volkswagen früh gezeigt, wie Elektromobilität in der Kompaktklasse funktionieren kann.
Jetzt folgt mit dem ID.3 Neo die nächste Evolutionsstufe – und die hat es vor allem innen in sich. Denn während außen Feinschliff betrieben wurde, fühlt sich der Innenraum wie ein komplett neues Modell an. Endlich Premium statt Kompromiss!
Der größte Kritikpunkt am bisherigen ID.3 war schnell gefunden: das Interieur. Viel Hartplastik, wenig Emotion. Genau hier setzt der ID.3 Neo an – und macht einen spürbaren Sprung. Schon beim Einsteigen fällt auf: weichere Materialien, deutlich bessere Haptik und ein insgesamt ruhigeres, klar strukturiertes Design. Die Linienführung ist horizontal ausgerichtet, was den Innenraum optisch breiter wirken lässt. Das Ergebnis: weniger Spielzeug-Optik, mehr erwachsenes Elektroauto.
Die Mittelkonsole wurde komplett neu gedacht. Statt versteckter Touchflächen gibt es jetzt wieder echte Tasten für zentrale Funktionen wie Klima oder Defrost. Und das ist mehr als Nostalgie – es ist schlicht ergonomischer. Besonders clever: der neue Drehregler für die Lautstärke, die Mute-Funktion und zum Titel skippen. Ein kleines Detail, aber genau das, was viele sich gewünscht haben.
Digital, aber verständlich
Auch bei den Displays legt Volkswagen nach. Hinter dem Lenkrad sitzt jetzt ein deutlich größeres Digital Cockpit (10,25 Zoll), das nicht nur schärfer ist, sondern auch individuell konfiguriert werden kann. Highlight: eine Retro-Ansicht, die optisch an den klassischen Golf I erinnert – inklusive „Drehzahlmesser“, der beim Elektroauto natürlich als Leistungsanzeige dient. Ein nettes Gimmick, aber auch ein Zeichen dafür, dass man Emotion zurück ins Cockpit bringen will. Das zentrale Infotainment wächst auf 12,9 Zoll und wirkt wie ein querformatiges Tablet. Entscheidender als die Größe ist aber die neue Software: schneller, übersichtlicher und endlich mit integriertem App-Store. Streaming, Games, Lade-Apps – alles direkt im Auto verfügbar. Dazu kommen neue Online-Dienste, die teilweise serienmäßig sind. Navigation, Sprachassistent und Remote-Funktionen laufen über das System „VW Connect“, das deutlich ausgebaut wurde.
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Fotostrecke | ID.3 Neo behebt die größten Schwächen seines Vorgängers: Neuer VW ID.3 Neo (2026): Neues Interieur macht den Elektro-Kompakten endlich erwachsen
Bedienung: Volkswagen hat zugehört
Ein Punkt, den man klar sagen muss: Volkswagen hat beim ID.3 Neo offensichtlich auf Kritik reagiert. Das neue Multifunktionslenkrad setzt wieder auf klar definierte Tasten statt sensibler Touchflächen, auch wenn man sich an das 2-Speichen-Design gewöhnen muss. Dafür bietet es aber erstmals ein beleuchtetes VW-Logo im Airbagdeckel. Die Fensterheber sind logischer angeordnet da endlich jede Scheibe einen eigenen Schalter hat, die wichtigsten Funktionen schneller erreichbar. Insgesamt wirkt das Bedienkonzept deutlich intuitiver.
Komfort auf neuem Niveau
Auch praktisch: die Mittelkonsole bietet jetzt mehr Stauraum, eine zweite Ablageebene und Platz für zwei Smartphones – inklusive optionalem kabellosen Laden. Der ID.3 Neo fühlt sich nicht mehr wie ein typischer Kompakter an. Vielmehr rückt er gefühlt eine Klasse nach oben. Das liegt nicht nur an den Materialien, sondern auch an den Sitzen. Optional gibt es ergoActive-Sitze mit Massagefunktion, Memory und elektrischer Verstellung. Dazu kommt eine Ambientebeleuchtung mit bis zu 30 Farben und ein optionales AR-Head-up-Display, das Navigationshinweise direkt ins Sichtfeld projiziert. Selbst Details wie die Mittelarmlehnen oder Türverkleidungen wurden überarbeitet – alles wirkt stabiler und hochwertiger.
Technik: Mehr Reichweite, mehr Features
Natürlich hat sich auch unter dem Blech einiges getan. Der ID.3 Neo basiert auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform und bekommt einen neuen, effizienteren Antrieb.
Bis zu 630 Kilometer Reichweite sind laut Prognose möglich – ein deutlicher Schritt nach vorne. Geladen wird je nach Batterie mit bis zu 183 kW. Möglich macht das der neue APP-350 Motor der in allen Versionen verbaut wird.
Neu ist auch das One-Pedal-Driving, bei dem sich das Auto allein über das Fahrpedal verzögern lässt. Dazu kommt der „Connected Travel Assist“, der erstmals auch auf Ampeln reagiert und das Fahrzeug automatisch zum Stillstand bringen kann.
Fazit: Der ID.3 wird endlich erwachsen
Der ID.3 Neo ist mehr als ein Update – er ist eine Korrektur. Vor allem im Innenraum zeigt sich, dass Volkswagen verstanden hat, worauf es ankommt.
Mehr Qualität, bessere Bedienung und ein deutlich stimmigeres Gesamtbild machen den Kompaktstromer jetzt zu dem Auto, das er von Anfang an hätte sein sollen.
Kurz gesagt: Der ID.3 Neo fährt nicht nur weiter – er fühlt sich auch endlich richtig gut an.
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