Roadtripping

So werden Autos fit für vieltägige Roadtrips

Roadtripping: So werden Autos fit für vieltägige Roadtrips
Erstellt am 22. Dezember 2020

Nicht nur Autofans hören bei dem Begriff Roadtrip genauer hin. Der Reiz, die Romantik und die damit verbundene Freiheit sind nur einige Aspekte, die es auf der Straße zu erkunden gilt. Endlos scheinende Wege und hunderte Kilometer ohne eine Menschenseele anzutreffen, das sind Bilder die unweigerlich in den Sinn kommen, denkt man an das Abenteuer im Wagen. Einfach in das Auto steigen und losfahren ist allerdings nicht zu empfehlen, denn auch ist die Vorbereitung nicht nur nötig, sondern auch sinnvoll, um den Trip sicher zu bewältigen. Das Fortbewegungsmittel der Wahl wird besonders bei langen Strecken stark beansprucht, deshalb gibt es einige entscheidende Dinge zu beachten. Die wichtigsten Themen sind hier erklärt.

1. Die Betriebsflüssigkeiten erneuern

Viele Hersteller sagen zwar, dass manche Betriebsflüssigkeiten niemals getauscht werden müssen; Mechaniker gehen jedoch auf Nummer sicher:

  • Bremsflüssigkeit
  • Kühlflüssigkeit
  • Mitunter Getriebeöl (speziell bei Automatikfahrzeugen)
  • Motoröl
  • Wischwasser

sollten generell entweder zeit- oder kilometerstandabhängig gewechselt bzw. aufgefüllt werden. Vor einem Roadtrip ist der mit Abstand beste Zeitpunkt dafür. Denn er ist davon geprägt, binnen kurzer Zeit hohe Laufleistungen anzusammeln – und womöglich die Betriebsflüssigkeiten unterdessen über ihr sicheres Kilometerlimit zu bringen. Alle Flüssigkeiten sollten deshalb nicht einfach nur geprüft, sondern ausgetauscht werden. Eine Einschränkung gilt nur beim Getriebeöl und der Kühlflüssigkeit: Beide sollten nach ca. 75.000 Kilometern gewechselt werden. Besteht kein Risiko, dieses Limit zu überschreiten, kann der Wechsel unterbleiben.

Tipp: Bei dieser Gelegenheit auch einen Blick auf den Zustand von Keilrippen- und Zahnriemen bzw. Steuerkette werfen (lassen) und gegebenenfalls auch tauschen.

2. Für Entertainment sorgen

Kein Roadtrip ohne Musik. Die erste Amtshandlung sollte deshalb darin bestehen, auf einem USB-Stick, einer SD-Karte oder einer mp3-CD eine möglichst umfangreiche Sammlung an Musikstücken zusammenzustellen. Dafür gibt es einige Standard-Songs, aber das meiste sollte von den beteiligten Mitfahrern kommen – gleichberechtigt und im Shuffle-Modus abgespielt, damit es keinen Streit gibt.
Der nächste Schritt fokussiert sich auf einen WLAN-Stick. Wahlweise für einen USB-Anschluss oder als Variante für den 12-Volt-Stecker. Hinein kommt eine (Prepaid-)SIM-Karte mit hohem Datenvolumen. Der Grund: Ganz egal, ob die Mitreisenden Online-Casino-Erfahrungen sammeln, einfach nur surfen oder die Tracklist um einen gestreamten Song ergänzen möchten, sie können es so auf dem eigenen Handy tun und selbst auf Geräten, die keine eigene SIM haben – etwa viele Tablets, die nur eine WLAN-Konnektivität besitzen.

Nette Nebeneffekte: Alle können sich die Kosten für die Aufladung teilen und es steht immer eine Rückfallebene für Verbindungen (Stichwort Anbieter-abhängiges Funkloch) bereit.
Prinzipiell wäre damit das Thema Entertainment abgehakt – ein Großteil des Vergnügens soll ja durch das gemeinsame Reden kommen. Wer jedoch auch hier eine Rückfallebene möchte, kann ein paar Autofahrerspiele für Erwachsene inkludieren – vor allem im Stau können sie die Stimmung erhalten.

3. Reifen, Bremsen und Fahrwerk prüfen

Selbst der erfahrenste Autofahrer ist auf unbekanntem Terrain immer etwas unsicherer, auch wenn das Navi anleitet. Daher sollte alles, was den Kontakt des Fahrzeugs zur Straße herstellt, für den Roadtrip top in Schuss sein. Folgendes steht jetzt an:

  • Die Stoßdämpfer testen – am besten professionell in einer Werkstatt, nicht per Wipp-Methode“ im Hof.
  • Die Reifen checken. Dabei nicht nur vom gesetzlichen Minimum ausgehen, sondern einem Mindestwert von 3 bzw. 4 (Winterreifen) Millimetern.
  • Die Bremsen prüfen. Wenn die Beläge bereits die Hälfte ihrer Stärke eingebüßt haben, konsequent tauschen, bevor sie unterwegs womöglich gefährlich dünn werden. Gegebenenfalls gilt das auch für die Scheiben/Trommeln. Gerade wegen der großen Distanz bei Roadtrips sollten hier keine Risiken eingegangen werden.
  • Radlager und Buchsen der Aufhängung/Lenkung checken. Bei aufgebocktem Wagen mit den Händen an der 9- und 3-Uhr-Position, sowie der 6- und 12-Uhr-Position rütteln. Hier darf es keinerlei Spiel geben. Ansonsten: austauschen, bevor das Problem unterwegs nur größer wird.

Wer kein Ersatzrad hat, sollte eines im Auto einlagern; nach Möglichkeit sogar ein vollwertiges. Denn Noträder hemmen wegen der limitierten Geschwindigkeiten und Fahrdistanzen den Roadtrip sehr; Pannensprays können manche Schäden gar nicht beheben.

Tipp: Besitzer von Gewindefahrwerken und/oder einstellbaren Stoßdämpfern sollten erstere hochdrehen bzw. auf Knopfdruck hochfahren und letztere weicher stellen. Mit einem knüppelharten, extrem tiefen Fahrwerk wird die Fahrt sonst unnötig anstrengend und es gibt womöglich Probleme durch die Beladung.

4. Die Teilekiste vorbereiten

Wer bei einem guten Pannenservice Mitglied ist, kann diesen Punkt theoretisch übergehen. Alle anderen sollten jedoch zumindest eine kleine Kiste für Reparaturen zusammenstellen.
Inhalt:

  • Draht und Zange, etwa, um gerissene Auspuffgummis zu ersetzen.
  • Glühlampen – zumindest für diejenigen Beleuchtungsteile, die sich weitgehend werkzeuglos tauschen lassen (wird leider immer seltener).
  • Vollständiges Radwechselset inklusive Drehmomentschlüssel (etwaige Felgenschlösser nicht vergessen).
  • Eine Rolle Panzertape, ein Fünf-Liter-Kanister Leitungswasser, ein ebenso großer Kraftstoffkanister, eine Ein-Liter-Flasche Motoröl (bei Roadtrip-Distanzen wird sich Auffüllen nicht vermeiden lassen).
  • Warnwesten für jeden Sitzplatz, nicht nur den Fahrer.
  • Einige Basiswerkzeuge (Hammer, Rollgabelschlüssel, diverse Schraubendreher, helle, selbststehende Taschenlampe).

Diese Sachen werden zusammen mit Lappen, Warndreieck und Verbandskasten so im Auto deponiert, dass sie auch bei voller Beladung erreichbar sind.

5. Gemütlichkeit herstellen

Roadtrips machen eine Menge Spaß. Doch wie jede lange Autofahrt können sie auch ziemlich anstrengend sein. Gut, wenn sich im Auto darauf Antworten finden, die es allen Insassen erleichtern:

  • Ein verschließbarer Müllbehälter. Am besten so befestigt, dass alle ihn erreichen können. Andernfalls sind erfahrungsgemäß sämtliche Türfächer schnell mit Schokoriegel-Verpackungen und Ähnlichem vollgestopft.
  • Eine 12-Volt-Kühlbox. Wird an den Zigarettenanzünder angeschlossen (per Doppelstecker, falls dort der WLAN-Stick steckt) und versorgt alle mit gekühlten Leckereien.
  • Ohne sie schläft es sich selbst auf der bequemsten Rückbank ziemlich schlecht. Kann auch gern um einige dünne Decken ergänzt werden.
  • Blickdichte Sonnenschützer für die Scheiben, am besten die Variante mit Saugnäpfen. So kann sich jeder die Stücke nach eigenem Wunsch positionieren.

 

Kleinbusse oder Vans wie der VW Bulli oder Ford Tourneo Custom Active sind fürs Roadtripping natürlich topgeeignet. Auch wegen ihrer variablen Sitzgarnituren und des großen Platzangebots.

Und: Alle Mitfahrer sollten sich bequeme Hausschuhe mitbringen, gern auch Trainingshosen. Es gibt keinen Grund, über hunderte Kilometer in normaler Kleidung und Straßenschuhen im Auto zu sitzen – letzteres gilt natürlich nicht für den jeweiligen Fahrer, dieser muss festes Schuhwerk tragen.

6. Die administrative Ebene klären

Durch den Wegfall der innereuropäischen Grenzen benötigen heutige Roadtrips zwar nur noch einen Bruchteil an Papierarbeit, ganz vermeiden lässt sie sich aber nicht. Folgendes sollte getan werden:

  • Alle Mitreisenden sollten ihre Personalausweise und Führerscheine mitnehmen; verlässt der Roadtrip die EU, dann auch die Reisepässe. In dem Fall sollten alle auch einen internationalen Führerschein bei ihrer Behörde beantragen. Tipp: Am besten werden all diese Dokumente zentral im Auto gesammelt, etwa in einer kleinen Mappe im Handschuhfach, dann muss bei Polizeikontrollen und ähnlichen Anlässen niemand lange danach suchen.
  • Der Halter des Autos sollte unbedingt zuvor seine Kfz-Versicherung konsultieren. Erstens, um eine internationale (grüne) Versichertenkarte zu bekommen (sie kann mittlerweile heruntergeladen und selbst ausgedruckt werden). Zweitens, um alle Fahrer unter den Mitreisenden anzugeben und mitzuversichern. Wird letzteres unterlassen und passiert ein Unfall, während einer der Mitreisenden am Steuer sitzt, kann die Versicherung hinterher große Probleme bereiten.

Je nachdem, wie das Thema Kraftstoff- und Unterbringungskosten gehandhabt werden soll, kann es zudem mitunter sinnvoll sein, eine Prepaid-Kreditkarte zu besorgen. Alle Mitreisenden laden sie mit ihrem Geld auf, dann werden Benzin und ähnliche Käufe nur davon getätigt.

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