Die Bundesregierung will den Absatz von Elektroautos wieder ankurbeln – und bringt dafür eine neue Förderung auf den Weg. Anders als früher wird das Geld jedoch nicht pauschal verteilt, sondern ist an klare Voraussetzungen geknüpft. Entscheidend sind das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen sowie Kinder unter 18 Jahren im Haushalt. Förderfähig sind Privathaushalte mit bis zu 80.000 Euro Einkommen, mit Kindern steigt die Grenze auf maximal 90.000 Euro.
Wichtig: Die Förderung gilt für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 und kann auch beim Leasing genutzt werden. Der Antrag soll ab Mai über ein Online-Portal möglich sein – rückwirkend. Für reine Elektroautos sind 3.000 bis 6.000 Euro vorgesehen, für Plug-in-Hybride und Range-Extender 1.500 bis 4.500 Euro. Viele Hersteller wollen die Zeit bis zur tatsächlichen Auszahlung überbrücken und legen eigene Prämien obendrauf.
Volkswagen, SEAT, Skoda
Für Modelle der ID-Familie gibt es bis zu 5.000 Euro Sofortrabatt. ID.3 bis ID.5 erhalten aktuell 4.000 Euro, der ID.7 sogar 5.000 Euro – zusätzlich zur staatlichen Förderung.
Seat gewährt für den Leon e-Hybrid eine eigene Prämie von 1.500 Euro, die direkt beim Kaufpreis oder in der Leasingrate verrechnet wird.
Škoda´s E-XTRA-Bonus wird individuell kalkuliert und kann – je nach Modell – mehrere tausend Euro betragen. Konkrete Tabellen gibt es nicht, stattdessen Beispielrechnungen über den Händler.
Opel setzt auf Gegenwert statt Barauszahlung: Beim Kauf eines Elektro-Pkw gibt es die eProWallbox Move im Wert von 649 Euro inklusive. Beim Ariya weist Nissan aktuell rund 6.958 Euro Herstellerrabatt aus – die staatliche Förderung kommt oben drauf.
Die Franzosen wie Citroën gehen in die Offensive und verdoppeln die staatliche Prämie. Im Idealfall sind so bis zu 12.000 Euro Preisvorteil möglich.
Renault: Hier stehen Lade-Guthaben sowie günstige Leasing- und Finanzierungsraten im Fokus – klassische Euro-Rabatte gibt es nicht.
Beim Tesla Model Y sind bis zu 3.000 Euro Tesla-Bonus zusätzlich zur staatlichen Förderung möglich – abhängig von Variante und Konfiguration.
Kia & Hyundai: Beide Marken arbeiten mit besonders attraktiven Leasing- und Finanzierungsangeboten, bei denen die Förderung in die Kalkulation einfließt.
BMW, Audi & Mercedes: Die Premiumhersteller setzen vor allem auf günstige Leasingkonditionen. Mercedes bietet zusätzlich einen Jubiläumszins von 1,40 Prozent.
Peugeot & Fiat: Hier ist der Elektrobonus bereits in den Angeboten einkalkuliert. Bei Leasingaktionen orientiert sich die Sonderzahlung an den Förderstufen.
BYD: Die Chinesen sorgen mit hohen Aktionsrabatten für Aufmerksamkeit. Beim Dolphin Surf sinkt der Preis rechnerisch auf 12.900 Euro, wenn Hersteller-Bonus und staatliche Förderung kombiniert werden.
Warum viele Aktionen am 31. März enden
Da die staatliche Förderung erst ab Mai beantragt werden kann, schaffen die Hersteller mit zeitlich begrenzten „Brücken-Prämien“ Planungssicherheit für Produktion, Logistik und Cashflow. Danach werden die Angebote neu kalkuliert.


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