Speedweek im April: Verstärkte Tempokontrollen im ganzen Land

Vorsicht! Bundesweiter Blitzer-Marathon vom 13.-19. April

Speedweek im April: Verstärkte Tempokontrollen im ganzen Land: Vorsicht! Bundesweiter Blitzer-Marathon vom 13.-19. April
Erstellt am 9. April 2026

Im April müssen sich Autofahrer in Deutschland erneut auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Im Rahmen der sogenannten „Speedweek“ vom 13. bis 19. April intensivieren die Behörden ihre Messungen deutlich. Der zentrale Aktionstag des Blitzermarathons ist in diesem Jahr der 15. April.

Die Kontrollwoche ist Teil europaweiter Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Der ADAC weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt. Entsprechend soll die Aktion vor allem für die Risiken sensibilisieren.

Unterschiedliche Beteiligung der Bundesländer

Die Intensität der Kontrollen variiert je nach Bundesland. Während einige Länder ihre Maßnahmen auf den 15. April konzentrieren, führen andere während der gesamten Woche verstärkte Geschwindigkeitsmessungen durch.

Grundsätzlich gilt: Kontrollen können sowohl innerorts als auch außerorts stattfinden. Besonders im Fokus stehen dabei sensible Bereiche wie Schulen, Kindergärten sowie vielbefahrene Straßen und Autobahnabschnitte.

Fokus auf Verkehrssicherheit

Nach Einschätzung des ADAC leisten Aktionswochen wie der Blitzermarathon einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Sie tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Gefahren von zu schnellem Fahren zu schärfen. Gleichzeitig wird jedoch betont, dass nachhaltige Verbesserungen nur durch dauerhaft angepasstes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer erreicht werden können.

Bußgelder und Sanktionen im Überblick

Bei Verstößen gegen die geltenden Tempolimits drohen abgestufte Sanktionen:

  • Bis 10 km/h zu schnell: 30 Euro innerorts, 20 Euro außerorts

  • 21–25 km/h zu schnell: 115 Euro und ein Punkt in Flensburg (außerorts: 100 Euro und ein Punkt)

  • 31–40 km/h innerorts: 260 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

  • 41–50 km/h außerorts: 320 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

Deutlich höhere Strafen gelten bei erheblichen Überschreitungen:
Wer innerorts mehr als 70 km/h zu schnell fährt, muss mit 800 Euro Bußgeld, zwei Punkten sowie einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen. Außerorts werden in diesem Fall 700 Euro, zwei Punkte und ebenfalls drei Monate Fahrverbot fällig.

Einordnung: Förderung der Verkehrssicherheit oder Abkassieren für klamme Kommunen?

Es heißt, die Speedweek diene in erster Linie der Prävention und soll Verkehrsteilnehmer für regelkonformes Verhalten sensibilisieren. Dann wäre es ja wünschenswert, wenn so manche Übertretung - vor allem im Grenzbereich - mit einer Ermahnung geahndet werden würde. Stattdessen werden sich die Kommunen in der Lokalpresse wohl eher wieder mit neuen Rekordeinnahmen brüsten. Prävention für mehr Sicherheit im Straßenverkehr schaut anders aus! 

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