China: Markt für Elektroautos bricht um 33 % ein

Elektroschock in China

China: Markt für Elektroautos bricht um 33 % ein: Elektroschock in China
Erstellt am 23. Oktober 2019

China gilt als das Elektroauto-Paradies, allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurden dort 717.000 E-Autos produziert. Doch angesichts der jüngsten Entwicklung dürfte so mancher wie vom Schlag getroffen sein. Der E-Auto-Markt brach im September um 33 % ein.

Die deutschen Hersteller haben sich hinsichtlich der Zukunft des Autos anscheinend fest gelegt. Volkswagen, Mercedes und BMW sehen die Zukunft beim batterieelektrischen Antrieb, Audi dagegen lässt sich ein Hintertürchen offen und will auch im PKW-Bereich die Brennstoffzelle noch nicht abschreiben. Das Thema E-Fuel scheint offiziell keiner der deutschen Hersteller auf dem Schirm zu haben. Dessen ungeachtet lassen sich in Europa E-Autos unverändert nur in homöopathischen Dosen verkaufen. Da ist es naheliegend, dass die Hersteller aufmerksam den größten E-Automarkt verfolgen. Und ausgerechnet von dort kommen nun Hiobsbotschaften.

Batterieelektrische Autos sind im China im Monat September im Vergleich zum August um 33,1 % eingebrochen, Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid gaben sogar um 38,4 % nach. Diese Zahlen stammen vom Verband der chinesischen Autohersteller CAAM und sind also keine Fake News.

Was sind die Gründe für den Absatzeinbruch? Die chinesische Regierung hat die Subventionen runtergefahren und ab 2020 fallen diese sogar ganz weg. Hintergrund: Dank der staatlichen Förderung steg die Zahl verkaufter E-Autos in China von ca.10.000 im Jahr auf knapp 1,3 Millonen im Jahr 2018. Der Spiegel schreibt, dass die Hersteller im Jahr 2017 mit über 3,1 Milliarden US-Dollar gefördert wurden. Übrigens, 2021 fällt diese Förderung in China auch für die Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb weg.

Die üppige Förderung hatte allerdings auch zur Folge, dass die Qualität der Fahrzeuge oft zu wünschen übrig ließ. Insbesondere bei der Reichweite haperte es. Da will die Regierung nun gegensteuern. Welche Auswirkungen dies für den E-Auto-Markt zukünftig haben wird, werden ganz sicher nicht nur die chinesischen Hersteller genau beobachten. Das Wunderkind unter den chinesischen E-Auto-Herstellern, NIO, wurde jedenfalls ordentlich gerupft. Nach einem Minus von 383 Millionen Dollar im ersten Quartal 2017 stieg das Minus im zweiten Quartal um 25% auf 479 Dollar. Diese Zahlen dürften die Sorgen der Auto-Manager – auch in Europa - sicher nicht kleiner werden lassen.

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