Video-Fahrbericht zum 2018er Seat Leon Cupra 300 ST 4drive “Performance“

Cupra Leon - Mehr Power, mehr Grip!

Video-Fahrbericht zum 2018er Seat Leon Cupra 300 ST 4drive “Performance“: Cupra Leon - Mehr Power, mehr Grip!
Erstellt am 26. Februar 2018

Bereits vor rund zwei Jahren konnten wir uns von den Qualitäten des Leon Cupra ST überzeugen. Seitdem hat sich im Leon-Portfolio einiges getan. Die Motoren sind leistungsstärker geworden, das Handling wurde verfeinert und die Optik nachgeschärft.
Wie gut sich das aktuelle Top-Modell der Baureihe macht, konnten wir in der Praxis austesten. Neben dem Facelifting waren es vor allem neue technische Details, die dem Cupra zu Teil wurden. Wer aktuell mit dem Kombi Leon ST liebäugelt, bekommt das Modell erstmals mit optionalem Allradantrieb. Im Gegensatz zum Vorgänger entfällt der etwas schwächere Cupra 265 komplett.

Einen ausführlichen Video-Fahrbericht haben wir hier für Euch

Alle Cupra tragen jetzt den Zusatz „300“, der auf die um 10 PS gesteigerte Motorleistung hinweist. Deutlich mehr legen die aktuellen Cupra beim Drehmoment zu, das von 350 auf 380 Nm klettert. Als Basistriebwerk dient der konzernbekannte und bewährte 2.0-TSI-4-Zylinder.

Schneller, aber nicht ganz so brutal

Mit 4Drive Allradantrieb geht’s im von uns gefahrenen Top-Modell eine ganze Sekunde schneller von 0 auf 100 km/h. Statt in 5,9 Sekunden steht hier schon nach 4,9 Sekunden Tempo 100 im Tacho. Dabei spielen die 75 kg Mehrgewicht des Allradlers auch keine Rolle, Einflüsse auf die Lenkung sucht man vergeblich. Und trotz des deutlich schnelleren Antritts fühlt sich der Cupra mit seinem 4Drive nicht ganz so sportlich, nicht ganz so brutal wie sein rein frontgetriebener Vorgänger an, der stets die eine oder andere Lenkradkorrektur vom Fahrer forderte und so ein ganz spezielles Feeling vermittelte. Wen das nicht abschreckt, der könnte sich eigentlich die 1.850 € Aufpreis für den Allradantrieb auch sparen.

Traktion ist immer da

Nur rein theoretisch, denn spätestens in der nächsten Kurve sammelt der Cupra 4Drive kräftig Pluspunkte, der hier wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße liegt, und dank seinem serienmäßigen DCC-Fahrwerk auch keinerlei Schwächen zeigt. Selbst im Comfort-Modus wird dem Fahrer deutlich gemacht: er sitzt in einem Sportgerät. Absolut hardcoremäßig geht’s im Cupra-Modus zu Werke. Die Gaspedalkennlinie, Härte der Dämpfer und die Direktheit der Lenkung legen wie gewohnt progressiv zu. Parallel dazu brummt der TSI, was das Zeug hält, begleitet vom kernigen Sound der Abgasanlage mit ihren beiden Schalldämpfern.

Mehr Performance ab Werk

Auf Wunsch, bzw. für 3.255 Euro legt Seat beim Cupra noch eine ordentliche Schippe nach. Optional bieten die Spanier ein Performance-Paket an, mit dem der Cupra endgültig zum Cup-Racer wird. Es beinhaltet neben exklusiven Seitenschwelleransätzen vor allem eine vordere 370er Bremsanlage mit 4-Kolben-Brembo-Sattel und gelochten Bremsscheiben, was für ein bissiges und giftig ansprechendes Bremspedal sorgt und den Leon radikal abbremst.

Obendrein gibt die Bremse über die aktuelle Betriebstemperatur Auskunft. Im heißgebremsten Zustand neigt sie bei langsamer Fahrt ab und an zum Quietschen, was jedoch, sobald die Temperatur zurückgeht, genauso schnell verschwindet wie es gekommen ist. Rekordverdächtig ist die Top-Speed des Cupra. Laut Tacho schaffte unser Testexemplar mehr als 270 Stundenkilometer und lag damit deutlich über der Werksangabe von 250 km/h.

Kleiner Punkteabzug im Innenraum

Im Innenraum gefielen uns die aufpreispflichtigen (1.505 €) Sportsitze im Motorsport-Design mit integrierten Kopfstützen und Alcantra-Carbon-Lederbezügen richtig gut. Das Lenkrad und die Bedienelemente sind alte Bekannte vom Vorgänger, mit dem Faceflifting verschwand lediglich der Handbremsgriff in der Mittelkonsole, der von einer elektrischen Parkbremse abgelöst wurde, wodurch die Mittelkonsole optisch wesentlich frischer wirkt.

Etwas meckern müssen wir dennoch, denn das Upgrade des Navigationssystems stellt in unseren Augen keinen wirklichen Fortschritt dar. Zwar wuchs im Vergleich zum Vorgänger die Bildschirmbreite des Displays auf 8 Zoll, erfordert damit aber auch mehr Platz. Da jedoch der Schacht des Armaturenbretts unverändert blieb, opferte Seat leider den praktischen Näherungssensor im unteren Bereich des Navis, was zur Folge hat, dass das Display erst mit Drücken aus dem Standby-Modus erweckt werden muss, bevor eine Befehlseingabe möglich ist.

Fazit:

97 Bilder Fotostrecke | Mehr Power, mehr Grip!: 2018er Seat Leon Cupra 300 ST 4drive “Performance“ im Fahrbericht #01 #02 Mit dem verfeinerten Leon Cupra legt Seat kräftig nach. Vor allem für den Konzernbruder und über 5.000 Euro teureren Golf R Variant ist der Leon Cupra ST 4Drive ein ernstzunehmender Konkurrent. Da fallen die fehlenden, marginalen 10 PS, die ihn noch vom Golf trennen, auch nicht ins Gewicht.

Technische Daten

Typ: Seat Leon Cupra ST 300 4Drive

Motor: 4-Zyl.-Ottomotor-TSI, 1.984ccm Hubraum, Kennbuchstabe CJXA

Leistung: 300 PS (221kW) bei 5.500 bis 6.200 U/min, 380 Nm von 1.800 - 5.500U/min

Getriebe: Sechsgang-DSG-Getriebe und 4Drive Allradantrieb inkl. XDS-Differentialsperre an Vorder- und Hinterachse

Bremsanlage: innenbelüftete Bremsscheiben rundum, vorn 370 x32 mm Durchmesser mit Brembo-4-Kolbensattel, hinten 310 mm Durchmesser, Bremssättel rot lackiert, elektrische Parkbremse

Felgen: Leichtmetallräder “CUPRacer Black “ in 8J x 19 Zoll rundum

Bereifung: 235/35 R19 rundum

Länge: 4.548 mm
Breite: 1.816 mm
Höhe: 1.431 mm

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 4,9 Sekunden (ohne 4Drive in 5,9s)

Höchstgeschwindigkeit: auf 250 km/h begrenzt, im VAU-MAX-Test 272 km/h laut Tacho

Verbrauch: laut Hersteller kombiniert 7,2 Liter (laut NEFZ)

Leergewicht: 1.545 kg

Fahrzeugpreis Testwagen: 49.640 Euro

Basispreis ab: 40.060 Euro (Leon ST Cupra 300 ab 36.360 0 Euro ohne DSG & 4Drive)

Weitere Fahrberichte findet Ihr in unserem Archiv. Since 2008 - Unser Fahrbericht-Archiv Die VAU-MAX.de-Fahrberichte im Überblick Hier haben wir für Euch unsere VAU-MAX.de-Fahrberichte nach Herstellern und teilweise nach Modelljahren geordnet und zusammengeführt.

 

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