7. Internationales VW Veteranentreffen 2017

So wars beim Mega-Kult-Event in Hessisch Oldendorf

7. Internationales VW Veteranentreffen 2017: So wars beim Mega-Kult-Event in Hessisch Oldendorf
Erstellt am 27. Juni 2017

Alle vier Jahre verwandelt sich das beschauliche Städtchen Hessisch-Oldendorf in Niedersachsen in ein Mekka für Freunde historischer Volkswagen. Dann laden nämlich die Organisatoren des Internationalen VW Veteranentreffens ins beschauliche Weserbergland - und Menschen aus aller Herren Länder folgen dem Ruf.

Traugott (links) und Christian Grundmann haben mit ihrem Orga-Team wieder ein Event der Superlative auf die Beine gestellt.

Rekordverdächtig: Zu den rund 18.000 Einwohnern kam fast die dreifache Menge an Besuchern hinzu

Zwischen 1.000 und 1.200 Fahrzeuge, so berichtet es Christian Grundmann vom Orga-Team, haben in diesem Jahr ihren Weg in die malerische Fachwerkkulisse der Altstadt gefunden. Rund 45.000 Besucher waren es beim letzten Mal in 2013. Diese Zahl dürfte dieses Mal bei der 7. Auflage dieser einzigartigen Veranstaltung wohl noch getoppt worden sein.

Bildergalerie: Eindrücke und Emotionen beim 7. Internationalen VW Veteranentreffen 2017

161 Bilder Fotostrecke | 7. Internationales VW Veteranentreffen 2017: So wars beim Mega-Kult-Event in Hessisch Oldendorf #01 #02

Es ist diese sympathische Mischung aus Enthusiasmus und Engagement, gepaart mit einer großen Portion Verehrung für die Marke Volkswagen, die dafür sorgt dass Fahrer und Besitzer von Käfer, Bulli, Karmann und vielen weiteren historischen Modellen etliches auf sich nehmen um einmal (oder immer wieder) beim Veteranentreffen mit von der Partie sein zu dürfen. Und so gab es bei der offiziellen Ehrung und Pokalvergabe am Sonntag etliche Highlights durch Traugott Grundmann zu vermelden.

Über 20.000 Kilometer von Malaysia bis Hessisch Oldendorf

Seit März auf Achse: Die VW-Fans aus Malaysia fuhren auf eigener Achse zum Veteranentreffen nach Hessisch Oldendorf. Einige kündigten ihren Job, um dabeisein zu können.

Eine Reisegruppe aus Malaysia trat den Weg nach Hessisch Oldendorf auf eigenen Achsen an. Im März erfolgte der Start. Über 20.000 Kilometer später rollten die unverwüstlichen Fans am Zielort ein. Dafür gab es ganz viel Emotionen, Applaus, Sonderpreise und einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hessisch Oldendorf, begleitet von Bürgermeister Harald Krüger. Wie zu erfahren war, entstand die Idee zum Wahnsinns-Trip bei einem Toilettengang. Beim Besuch eines Käfer-Meetings in Indonesien erblickte einer der VW-Fans auf dem stillen Örtchen ein Veranstaltungsplakat vom Hessisch-Oldendorfer Treffen und beschloss: „Da müssen wir unbedingt hin.“

Video: So wars beim #HO17

Die weiteste Anreise als Gruppe ging auch in diesem Jahr wieder an die „Kiwis“ aus Neuseeland. Einige von ihnen kommen in bester Tradition bereits seit 16 Jahren aus ihrer Heimat zum Treffen. Traugott Grundmann kürte dieses Mal ausnahmsweise auch die Pechvögel des Events. Rodrigo Kurmen und seine Familie machten sich aus Bogota in Kolumbien auf den langen Weg nach Deutschland, um bereits eine Woche vorher vor Ort beim Aufbau zu helfen.

Sonderpreis der Stadt für die "Pechvögel des Treffens"

Roberto Kurmen (rechts) aus Kolumbien kann es kaum glauben: Er und seine Familie bekommen vom Bürgermeister der Stadt Hessisch Oldendorf, Harald Krüger, (2.v.l.) einen Sonderpreis überreicht.

Doch da das Visum der Ehefrau abgelaufen war, war für die Familie keine Einreise in die USA möglich. Also griffen sie tief in die Tasche und buchten den Flug über Istanbul nach Berlin, wo es aber wieder Probleme mit dem Mietwagen gab. Doch nichts konnte die unternehmungsfreudigen Kolumbianer daran hindern, und so schafften sie es am späten Samstagabend erschöpft aber glücklich zu „ihrem“ Treffen. Am Sonntag berichteten sie davon auf der Bühne und bekamen vom Bürgermeister der Stadt einen Sonderpreis fürs Erreichen ihrer Ziele verliehen.

Große und emotionale Momente prägten das 7. Internationale VW Veteranentreffen. Natürlich durften auch die klassischen Elemente nicht fehlen. So gab es wieder die Möglichkeit, sich beim Teilemarkt mit seltenen und gesuchten Ersatzteilen einzudecken. Bei einer Rundfahrt durchs Weserbergland genossen die Teilnehmer Landschaft und Aussicht und nutzten die Möglichkeit, den Fluss bei der Weserfähre Großenwieden zu überqueren.

Beliebte Programmpunkte: Weserbergland-Rundfahrt mit Weserfähre und Schwimmwagen-Tour

Und auch die Schwimmwagen waren wieder mit von der Partie. Sie legten ihre Distanz von Hameln bis Großenwieden getreu ihrem Konzept im Wasser zurück und wurden beim Landgang von einer riesigen, jubelnden Menschenmenge in Empfang genommen. Auch das kühle Samstagswetter und der regnerische Sonntag konnten den VW-Fans das Kultspektakel nicht vermiesen. Einziger Wermutstropfen: Jetzt müssen wieder vier Jahre ins Land gehen, ehe es wieder heißt: Auf nach Hessisch Oldendorf!


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