VAU-MAX INSIDE
Acht-Express: Benarrow PB5 auf Basis des Audi S5
Nicht länger unbekannt! Exot mit 525 Kompressor-PS
Du denkst nichts Böses, bist an einem sonnigen, aber nicht zu warmen Tag unterwegs in Richtung Nürburgring. Ein Termin steht an, Pressekonferenz des AvD zum diesjährigen Oldtimer-Grand-Prix. Da überholt Dich ein sportlich ausschauendes Coupé mit geilem Sound. Klingt nach Vau-Acht – aber das Ding kennst Du nicht, hast Du noch nie gesehen. Klar, dass man dann neugierig wird.
Schwein gehabt, die Kiste biegt auch ab, in Richtung Fahrerlager. Auf dem Parkplatz vor der Boxengasse hält das Gerät an, das dumpfe Grollen erstirbt.
Mal schauen, wer da aussteigt. Ne, nicht wirklich. Der Mann, der da gerade die Tür schließt, ist Harald Rettig. Der Mann, der bei Mitsubishi einst für alles rund um Allrad zuständig war, und der einige Dakar-Einsätze für die Japaner erfolgreich durchgezogen hat. Großes Hallo, es stellt sich heraus, dass Rettig mittlerweile die Pressearbeit für einen Hersteller von mobilen und stationären Asphaltmischanlagen macht.
Im vergangenen Jahr ist das Unternehmen hundert Jahre alt geworden. Und zum Geburtstag hat sich die Firma selbst ein Geschenk gemacht: Den Benarrow PB5, ein sportliches Coupé, dessen Motor gerade knisternd vor der Boxengasse abkühlt. Die Zeit für Fahraufnahmen langt nicht mehr, Termine auf beiden Seiten verhindern einen Fototermin. Den vereinbaren wir für eine Woche später, an der Mosel. Aber aus dem Fotoarchiv der Firma kommt am Nachmittag per Mail schon mal ein erstes Bild, eine Fahraufnahme des PB5 – um die Story rund um das neue Coupé anzureißen. Was die aufmerksamen Leser natürlich bemerkt haben.
Eine Woche später, in der Firmenzentrale von Benarrow in Wittlich, unweit der A48 Trier – Koblenz, direkt gegenüber einer Dunlop-Teststrecke. Draußen steht eines von drei bisher gefertigten Coupés, drinnen erfahren wir, wie es zur Entstehung des Fahrzeugs kam.
Ursprünglich sollte der Benarrow ja Benero heißen. Aber dann meldete sich ein Geschäftsmann aus dem fernen Asien. Der hatte sich just diesen Namen schützen lassen. Um nach Europa Benero-Motorroller exportieren. Also muss ganz fix ein neuer, passender Name her. So kommt es zum britisch anmutenden Namen Benarrow. Dabei steht Ben für den Familiennamen Benninghoven. Die britische Ergänzung steht mit Arrow (der Pfeil) für den sportlichen Anspruch des (schnellen) Fahrzeugs.
Nur drei Fahrzeuge sind bislang produziert
Das erste Modell von Benarrow hört auf den prosaischen Namen PB5. Der Projektstart des Erstlings liegt im Jahr 2008. Selbst gestecktes Ziel im Hause Benninghoven: Ein exklusives Fahrzeug auf die Räder stellen. Es soll Luxus mit Leistung verbinden, ein klassischer GT soll es werden.
Ein Tourer, mit ausreichend Platz für bequemes und schnelles Reisen. Ohne Krawall-Design, in zeitlosem Styling, gepaart mit einer guten Portion britischen Understatements. Eine Kombination aus italienischer Leichtigkeit mit einem guten Schuss britischen Automobilbaus. Dafür steht dann auch das Design-Team, das an der Universität in Coventry unter der Leitung von Professor Chris Johnson die Vorstellungen aus Rheinland-Pfalz umsetzt.
Ein Audi S5 liefert die Technische Basis
Herausgekommen ist ein schickes Coupé mit klassischer Linienführung. Lange Frontpartie, gewölbte Kotflügel, 2+2-sitziges Fahrerhaus. Dazu eine Heckpartie mit eingelassenen Rundleuchten, angedeutetem Heckdiffusor und Edelstahl-Auspuffanlage. Das Ganze versehen mit fetten Reifen, die Benarrow auf aus dem Vollen gefräste 20 Zoll-Alufelgen in der Optik eines Turbinenrads montiert.
INFOS ZUM ARTIKEL
Kommentare: 3
Aktualisiert: Donnerstag, 22. Juli 2010
Tags:
audi,
audi s5,
audi a5,
a5,
s5,
coupe,
benarrow,
sondermodell,
exot,
sonderanfertigung,
einzelstück,
s5 kompressor,
kompressor,
mtm,
kw,
kw gewinde,
gewindefahrwerk,
kw gewindefahrwerk
|
|
[Kommentar schreiben] Kommentare
storm-rider » Storm aus Lake Waging (31)
stimme euch zu. weg damit!!
Audi-RS4 » Rainer aus BS (34)
Das sehe ich genau so. Ein A5 hat eine der besten Linienführungen die man sich denken kann.
Da muss man nicht mehr rumbasteln. Allerdings gibt es mit Sicherheit genug Leute die zu viel Geld haben und sich sowas als 23sten Wagen in die Garage stellen. Hauptsache das Ding ist schön teuer.
patx » Patrick aus Hannover (75)
Schön hässlich, die Front geht gar nicht und das Heck ist unwesentlich von Ferrari inspiriert...