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Hasta la Vista - Ibiza: Seat Tuning

G60 Power im 1997er Seat Ibiza Cupra

Vorsichtig, gaanz vorsichtig gibt Uwe Reineking Gas. Die Hankook S1 Evo Reifen in 195/40 R17 erklimmen behutsam die beiden Bretter in Richtung Schrauberscheune. Als es jedoch darum geht, auf der anderen Seite wieder herunter zu kommen, kracht es.

Bild: '51.G60.jpg'

„Krrraa-tschunggg“ - ein Geräusch, das Besitzer tiefergelegter Fahrzeuge nur zu gut kennen. Instinktiv zieht es uns die Mundwinkel auseinander, wie beim Biss in eine Zitronenscheibe. Es ist das Geräusch, wenn nachgebender Kunststoff auf etwas weniger flexibles (wie zum Beispiel Holz) trifft. In Uwes Fall hat es die Frontschürze aus der Befestigung gehoben. „Egal“, gibt Uwe trocken von sich, „der Wagen wird ja eh zerlegt. Da muss ich halt weniger abschrauben!“

Nach dem Umbau ist vor dem Umbau

Bild: '19.G60.jpg'

Und schon wieder Verwirrung. Wieso sollte es jemandem, der vier Jahre an seinem Auto gebaut hat, plötzlich egal sein dass Karosserieteile gewaltsam voneinander getrennt werden und warum wird der Wagen, der gerade fertig geworden ist, wieder zerlegt? Also haken wir nach...
„Nach all den Jahres des Umbaus hab ich keine Lust mehr“, so Uwe. „Der Wagen ist schon sehr bekannt und ich möchte jetzt einfach mal was Neues versuchen.“

Bild: '60.G60.jpg'

In der Tat ist Uwes Seat Ibiza trotz seiner Lackierung in Black Magic Perleffekt bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Als er das 1997er Modell im Jahre 2005 in die Hände bekam, steckte serienmässig bereits der bis dato stärkste lieferbare Motor unter der Haube. Es handelte sich dabei um den 2.0 Liter 16V mit 150 PS. Kunststück, war der Ibiza doch als Cupra Modell auf wie Welt gekommen.

150 sind gut, 200 sind besser

Bild: '76.G60.jpg'

Mit den Jahren blieb es nicht bei den geplanten Änderungen kosmetischer Natur. Die Gelegenheit war erstklassig, das Angebot günstig, der 16V Pleuellagerschaden kam da nur recht und so erstand der gelernte (und praktizierende) Fahrzeuglackierer ein G60 Aggregat. Technisch stellte dies die Eintrittskarte in den 200PS-Club dar, eine tolle Basis aus der man durchaus noch etwas rauskitzeln konnte.

Bild: '49.G60.jpg'

Eine asymetrische Schrick-Nockenwelle (268°/276°), ein 68er Laderrad, Chiptuning sowie einige Old-School Massnahmen der Laderüberarbeitung führten rasch zur Pferdevermehrung zwischen den spanischen Domen. Damit es auch nach was ausschaut, wurden sämtliche Oberflächen am und um den Motor poliert oder lackiert. Kumpel Markus sorgte zusätzlich für Carbon-Überzüge.

Bild: '44.G60.jpg'

Die Kraftübertragung übernimmt eine Kombination aus Serienkupplung und kurzem USA-Corrado-Getriebe.

Bild: '20.G60.jpg'

Die Achsen hängen dabei an härteverstellbaren Koni-Dämpfern. Statt Federn kommen Luftbälge des G.A.S.-Airride V2 zum Einsatz. Felgen diesen Designs sind an kompakten Fahrzeugen eher selten anzutreffen. Die vollverchromten Limited-Räder gibt es nicht alle Tage in 7,5x17 Zoll zu bestaunen. Dank ET40 fanden an der Hinterachse 15mm Distanzen Platz.

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Kommentare: 1
Aktualisiert: Mittwoch, 20. Januar 2010

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aggro* » Uwe aus Zentrum Der Westlichen Welt (24)

Mi, 20.01.2010 // 22:26 Uhr

Die Entscheidung ist schon lang gefallen, Auto zerlegt und vor einer Stunde die Karosse zum verschrotten vorbereitet! Aber das nächste Auto steht ja schon in der Scheune ;-)
Tolle Fotos, super Bericht! Da kann sich die ein oder andere ZEITUNG was abschneiden!

Gruß
Uwe

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