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VW Käfer Extrem: High-Tech-Ratte

Luftgekühltes aus Mexico mit Luftfahrwerk
Bild: '006_VW Käfer Ratte Airride.jpg'

2007 war es. Im Urlaub. An der legendären Route 66. Dort erblickten die Brüder Sven und Michael Stutz, deren Firma Streetec in der Szene regelrechten Kultstatus genießt, einen spektakulären US-Pickup.

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„Im Gammellook, aber mit Top-Technik“ beschreibt Sven den Zustand des für die Vereinigten Staaten so typischen Automobils treffend. Noch während des USA-Trips reifte der Gedanke in den Köpfen der Brüder heran und verfestigte sich zusehens:

In einer ihrer Werkstatthallen stand doch noch der Mexiko-Käfer Baujahr 1979, den einst ein Lackierer als Gesellenstück restauriert und auf 67er-Optik getrimmt, dann lange eingelagert und schließlich an Sven verkauft hatte. Dieser hatte seinem Neuerwerb sogleich ein Airride-Fahrwerk, 17-zöllige Phat-Wheels sowie eine neue Innenausstattung spendiert. Und genau diesem Volkswagen stand nun die nächste Modifikationsstufe bevor – ein Rat-Look-Umbau der allerfeinsten Sorte!

Alterung in Zeitraffer

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Die bis dahin in Grau metallic gehaltene Käfer-Karosserie wurde zunächst komplett in mattem Rot lackiert. Anschließend griffen die Streetec-Jungs beherzt zum Schleifgerät und rückten der frischen Lackierung damit zuleibe.

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Reichlich Salzwasser half dabei, die freigelegte Metallflächen im Zeitraffer altern – sprich rosten – zu lassen. Unter ebenfalls korrodierten Radkappen verstecken sich 5,5x16-zöllige Stahlfelgen, die eigentlich einmal für eine Mercedes A-Klasse gedacht waren und mit Pirelli Bereifung in 195/40R16 und 215/35R16 bezogen wurden.

Custom-Rahmen

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Und damit kommt dann auch schon der zweite Aspekt der US-Vorbilds ins Spiel: „Top-Technik“. Eine Demonstration des technisch Machbaren in Sachen Airride-Know How ist nämlich die Fahrwerkstechnik des Käfers.

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Zur Realisierung einer maximalen Tieferlegung wurde der Rahmen komplett aufgetrennt und die Bodenplatte im Verhältnis zu Motor und Getriebe acht Zentimeter tiefer angesetzt. Zusätzliche wurden der Rahmenkopf gekippt und die Vertiefungen in den Bodenblechen entfernt. Unter der vorderen Motorhaube befinden sich mit dem 20-Liter-Lufttank und dem Viair 550C-Kompressor Herz und Lungen des Custom-Luftfahrwerks. Die Luftbälge wurden vorne mit Airkewl-Federbeinen und hinten mit Federbeinen vom Passat 3B kombiniert. Daneben wurden spezielle Tieferlegungs-Achsschenkel installiert.

Auf Grund gelegt

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Das beeindruckende Ergebnis: Der Käfer schwebt nicht – wie viele Airride-Showcars – knapp über dem Asphalt, sondern liegt abgelassen mit den Schraubkanten komplett auf. Der Sturz der Hinterräder mutet dabei etwas „ungesund“ an. Durch die Einzelradansteuerung besitzt der Airride-VW durchaus auch artistische Qualitäten. So wagte sich Sven Stutz im Rahmen der vergangenen Tuning Expo in Saarbrücken mit seinem Käfer sogar in die Lowrider-Arena, um dort die Fähigkeiten seines „Dancing-Beetles“ zu demonstrieren.

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Passend zum Außendesign wurde auch das Interieur gestaltet. Sitzgelegenheiten, Armaturenbrett und Türverkleidungen bezog Streetec mit einer rot/grauen Kombination. Dazu findet man ein Sportlenkrad mit Holz-Kranz sowie im Beifahrer-Armaturenbrett die Schalter und Instrumente des Luftfahrwerks.

Text und Fotos: Sebastian Brühl, Model: Tinka

GALERIE: VW KÄFER EXTREM: HIGH-TECH-RATTE

VAU-MAX-Facts

Fahrzeug: VW Käfer
Baujahr: 1979
Karosserie: Umbau auf 1967er Optik, mattrote Lackierung „Rat-Look“
Motor: 1,3-Liter-Vierzylinder-Boxermotor, 44 PS, Motor und Getriebe 8 cm höhergelegt
Fahrwerk: Airride-Sonderanfertigung mit Einzelradansteuerung, 20-Liter-Lufttank, Viair 550C-Kompressor, Airkewl-Federbeine an der VA, Federbeine vom Passat 3B an der HA, Tieferlegungs-Achsschenkel, Bodenbleche modifiziert für maximale Tieferlegung, Rahmenkopf gekippt
Rad/Reifen: Mercedes-Benz-Stahlfelgen 5,5x16 Zoll mit Radkappen, Pirelli P-Zero-Nero-Bereifung in 195/40R16 und 215/35R16
Innenraum: Kunstlederausstattung in Rot und Grau inkl. Armaturenbrett

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Aktualisiert: Mittwoch, 20. Januar 2010

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