Für Kenner und Könner - Klassiker aus Rüsselsheim
1984er Opel Manta B 400 mit 200 PS
Manta B 400: das ist zweifellos der Königsrochen im sportiven Manta-Schwarm. Nur sehr wenige Modelle wurden zur Homologation gebaut. Heute sind die Renner daher extrem rar. Eines der seltenen Exemplare befindet sich in den guten Händen von Matthias „Matty“ Vendel. Über die Substanzerhaltung des Opel hinaus, hat der 43jährige es sich zum Ziel gesetzt, den Manta 400 tüchtig auf Leistung zu trimmen.
1981: Premiere für den Manta 400
Lang, lang ist’s her: Weltpremiere feierte der Manta 400 auf dem 81er Genfer Automobilsalon. Ab Werk verfügt die fraglos agilste Version der von 1975 bis 1988 gefertigten B-Baureihe über einen drehmomentstarken 2,4 Liter-Vierzylindermotor mit einer beachtlichen Leistung von 144 Pferdestärken.
Die Fia fordert eine Kleinserie
Zwecks Homologation in der Gruppe 4 schrieben die damaligen Regularien des internationalen automobilen Rennsportverbandes FIA eine Stückzahl von 400 gefertigten Fahrzeugen vor. Das neue Reglement der Gruppe B für 1982 änderte dies, nur noch 200 Fahrzeuge mussten nachgewiesen werden. Bis 1984 baut Opel 245 daher lediglich Einheiten des Manta 400.
Der Manta folgt den Spurrillen des Ascona 400
Der Name Manta 400 zeugt aber auch – und vor allem - von der Abstammung von dem nicht minder legendären Ascona 400, dessen komplette Technik der Nachfolger übernahm. Dementsprechend stammen der Motor, das Fünfganggetriebe und die mit einem Sperrdifferential versehene Hinterachse vom Ascona.
Leistungssteigerung auf ca. 200 PS
Herzstück des Opel Manta 400 ist der 2,4-Liter-Motor mit Querstromzylinderkopf und 16 Ventilen, die von zwei obenliegenden Nockenwellen betätigt werden. Die Kurbelwelle verfügt über acht Ausgleichsgewichte. Statt der werksseitig mitgegebenen Bosch-Einspritzanlage wartet Matthias’ Manta mit 2 x 48er Weber-Doppelvergasern – gleichsam den „Phase-II“- und „Phase-III“-Triebwerken der Opel-Sport-Abteilung - auf. Es handelt sich übrigens nicht um die einzige Modifikation des Aggregats, dessen Leistung der Opel-Fan auf ca. 200 PS steigerte. Die Abgase werden über eine komplette Sebring-Auspuffanlage abgeleitet.
Klassisches Motor-Tuning für den Opel
Den originalen Irmscher-Unterbau des 2,4-Liter-Blocks kombiniert der passionierte Hobby-Schrauber mit einem 2,2-Liter-Zylinderkopf und einer asymmetrischen Nockenwelle (312/316 Grad). Bearbeitete Brennräume, geänderter Riemenantrieb (Umbau auf Flachriemen), Performance-Ventile (45/41 mm) mit Alu-Federtellern und eine erhöhte Verdichtung befeuern den Manta zur neuen persönlichen Bestleistung.
Schon der Serien-400 begeistert mit Fahrdynamik
210 km/h war der gierige Geselle im Serien-Setup bereits schnell. Den Spurt von 0 auf 100 km/h bewältigte der originale 144-PS-Manta in 7,5 Sekunden. Nicht schlecht. Aber Matthias’ Manta löst die Versprechungen der ambitionierten Optik wohl noch eindrucksvoller um. Genaue Zahlen möchte der Opel-Fan allerdings nicht nennen. Serienmäßig wurde ein Fünfgang-Getriebe verebaut; zwei Hinterachsübersetzungen standen seinerzeit ab Werk zur Wahl. Bereits beim Basismodell wird die Hinterachse von fünf Lenkern geführt, die optimierte Bremsanlage kann innenbelüftete Scheiben an der Vorderachse vorweisen.
Das Auto mit allen Sinnen erleben: Opel Manta 400
Laut, knackig und direkt: so ließe sich das Fahrerlebnis sicherlich ganz gut beschreiben. Keine Frage: der Manta hatte nichts mehr mit einer sportiven Familienkutsche gemein, sondern war ein kompromissloses Sport-Coupé mit Potential zu deutlich mehr wie seine erfolgreichen Einsätze im Motorsport bezeugen.
Seit 17 Jahren unzertrennlich
„Der Opel befindet sich seit 1987 in meinem Besitz“, erzählt Matthias. Ein großartiges Auto, das vor 17 Jahren so hergerichtet wurde, wie es heute dasteht. Lediglich der Motor wurde 2009 neu aufgearbeitet.
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Aktualisiert: Mittwoch, 25. Januar 2012
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