Wenn wir von einem „Zwitter“ sprechen, meinen wir in der Regel Lebensformen mit beiden biologischen Geschlechtern oder etwas allgemein vermischtes, gern auch als Fabelwesen. Spricht der Volkswagenfan von Zwittern, so ist damit ein ganz besonderes Käfermodell gemeint.
In der Übergangszeit von Oktober 1952 bis März 1953 gebaute Modelle des Wolfsburger Krabbeltiers besitzen zwar noch den Mittelsteg der Brezelfensterfahrzeuge, sind technisch gesehen jedoch auf dem Stand der neueren Baureihe. Am 10.03.1953 entfiel der Mittelsteg beim Heckfenster; die Geburt des „Ovali“.
Hoch im Norden
Die Hinterachsfelgen wurden auf 5,5 Zoll aufgeschweisst.
Genau so bewegend wie die gesamte Käfer-Historie gestaltet sich auch die Geschichte um diesen blauen 52er. Im November besagten Jahres gebaut, wurde das ursprünglich kastanienbraune 30PS Gefährt nach Schweden exportiert. 1958 wurde der Käfer in den Blauton umgespritzt, den er noch bis heute besitzt. Zwischenzeitlich nach Norwegen verkauft, zog es der einstige Besitzer vor, den Wagen in einer Scheune einzulagern.
2006 wurde Vegard Foseid, leidenschaftlicher Schrauber an luftgekühlten Volkswagen und Mitglied des norwegischen „Sechs Volt“ Clubs auf den Scheunenfund aufmerksam. Er erkannte das enorme Potential des 52ers und zog ihn auf einem Anhänger in die Halle, die er sich mit seinen Clubkollegen teilt.
Der Rost war ihm sicher
„Vintage Speed“ nennt sich der rauhe Racingstyle mit 50er Jahre Feeling.
Die erste Bestandsaufnahme erfolgte zügig, schliesslich galt es, den Wagen bis zum über die Landesgrenzen hinaus bekannten Käfertreffen in Hessisch Oldendorf 2009 wieder fit zu machen. So gut der Wagen äusserlich aussah, unter der relativ robusten Hülle lauerte erwartungsgemäss das braune Grauen in Form von hässlichen pestbraunen Rostnestern auf unseren norwegischen VW-Fan.
Da half nur eines: Grosszügiges Trennen vergammelter und intakter Blechpartien, Aufbohren zahlloser Schweisspunkte und eine umfangreiche Restauration. Die Bodengruppe war unrettbar vergammelt. Trotz der umfangreichen Arbeiten wollte Vegard auf keinen Fall den authentischen Look der 50er Jahre opfern. Vielmehr sollte der Käfer ein weiterer Vertreter der Stilrichtung „Vintage Speed“ werden. Wie eine Zeitreise um ein halbes Jahrhundert in die Vergangenheit. Auf Stossstangen verzichtete man rundum.
Vorne fand ein verchromtes Pärchen Bosch Hupen seinen Weg an die Karosserie. Der Käfer rollt auf historisch korrekten Firestone Diagonalreifen in der Dimension 5.60-15 / 6.40-15 (entspricht einer Reifenbreite von 142, bzw. 163mm umgerechnet aufs metrische System), welche auf originalen Stahlfelgen aufgezogen sind. Hinterachsseitig wurden die Felgen auf fünfeinhalb Zoll Breite aufgeschweisst. Die Antriebsachse erscheint durch die massige Bereifung höhergelegt und unterstreicht so den Racinglook.
Wenn man soviel Geld und Zeit in einen Käfer investiert, dann kann man doch auch das Blech restaurieren. Ich versteh sowas nicht? :-(
thomas1 » T. aus Essen (50)
Mi, 13.01.2010 // 23:44 Uhr
Super Auto! Großartig gebaut. Ein echter Classic-Racer! Fünf Sterne!!!!!!!
Schade, dass andere Luftgekühlte offensichtlich gar nicht erkennen, was hier gezeigt wird! Oder es fehlt vielleicht einfach auch der Wille mal respekt zu zeigen!
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lufty » Manfred aus Hannover (33)
Wenn man soviel Geld und Zeit in einen Käfer investiert, dann kann man doch auch das Blech restaurieren. Ich versteh sowas nicht? :-(
thomas1 » T. aus Essen (50)
Super Auto! Großartig gebaut. Ein echter Classic-Racer! Fünf Sterne!!!!!!!
Schade, dass andere Luftgekühlte offensichtlich gar nicht erkennen, was hier gezeigt wird! Oder es fehlt vielleicht einfach auch der Wille mal respekt zu zeigen!